Frauenministerin will "Prostitution verschwinden sehen"

25. Juni 2012, 10:31

"Langfristiges Projekt": Sozialistin Vallaud-Belkacem stellt Strafen für Freier in Aussicht

Paris - Die französische Frauenministerin Najat Vallaud-Belkacem (PS) will die Prostitution in Frankreich gesetzlich verbieten. "Mein Ziel wie auch jenes der PS ist es, die Prostitution verschwinden zu sehen", sagte die Sozialistin und Regierungssprecherin gegenüber der Sonntagszeitung "Journal du Dimanche". Allerdings sei ihr klar, dass es sich dabei um ein "langfristiges Projekt" handle.

Schutz vor Zuhälterei

"Innenminister Manuel Valls und ich werden in der Frage nicht inaktiv bleiben", betonte Vallaud-Belkacem und stellte auch die Möglichkeit von Strafen für die Freier in Aussicht. Es handle sich nicht um ein "moralisches Urteil", sondern es gehe darum, "die immense Mehrheit der Prostituierten zu schützen, welche Opfer von Gewalt durch Zuhälter sind", betonte die Ministerin.

Nicht umgesetzte Entschließung

Gegenwärtig ist in Frankreich nicht Prostitution, sehr wohl aber Zuhälterei verboten. Unter der vorhergehenden konservativen Regierung von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy (UMP) hatte die französische Nationalversammlung eine Entschließung verabschiedet, welche ebenfalls das Verbot der Prostitution vorsah. Diese ist jedoch nicht verpflichtend und nicht gleichbedeutend mit einer Gesetzesvorlage.

Verlagerung in Peripherie

Schätzungen zufolge arbeiten in Frankreich gegenwärtig 18.000 bis 20.000 Prostituierte aus aller Welt. Laut einer Studie der Stiftung "Scelles" sind sie vor allem in der Peripherie von Großstädten, in Waldstücken in der Nähe von Wohnzentren, aber auch hinter der Fassade angeblicher Massageinstitute tätige. Bereits Anfang der 2000er Jahre hatte der ehemalige Präsident und damalige Innenminister Sarkozy der Prostitution den Kampf angesagt. Im Zuge dessen wurde die Prostitution aus der Pariser Innenstadt verbannt, diese verlagerte sich allerdings in die Vorstädte. (APA, 26.6.2012)

ähh? drehen wir alle durch?

wie soll ich denn mein Geld verdienen? Ich selber bin eine Germanistikstudentin und arbeite SEHR gerne als Prostituierte, jeder weiß es, dass ich es mache. Ich will es nicht verheimlichen! Was ist das Problem? es ist eine ganz normale Tätigkeit wie jede andere! Es ist die einzige Möglichkeit, um mein Studium und Ausgaben zu finanzieren ...
Amira Passarge (Nina-Karlsruhe, Nina-München, bw7)

kleines gedankenspiel (ohne es gutzuheißen !!!)

wie stellt sich mme ministresse vor, daß "quasimodo" zur befriedigung seiner bedürfnisse kommt?

wenn bestrafung droht, kann er ja gleich eine vergewaltigen, spart er sich das geld.

ich möchte keine tochter in einer gesellschaft haben, in der prostitution verboten ist!

weiter im gedankenspiel ...

wenn "quasimodo" ein bisschen hirn hat, wird ihm wohl was andres als eine vergewaltigung einfallen (müssen), um zu seiner befriedigung zu kommen.
sie bedienen sich hier des alten mythos, dass prostitution vergewaltigung verhindert - die statisktiken belehren uns eines besseren!
und weiter im gedankenspiel: möchten sie in einer gesellschaft leben, die es ganz normal findet, dass manche frauen sich verkaufen? eventull ihre tochter?
ich nicht.

was soll ihm denn einfallen?

es gibt nur prostitution oder vergewaltigung, wenn keine frau freiwillig mit ihm will.

glauben sie allen ernstes, der gewaltige markt, den es heute gibt, löst sich in luft auf, wenn man es verbietet?

viel illegalität und deutlich mehr vergewaltigungen, das wären die alternativen

wo ist der exacte wertigkeitsunterschied des verkaufs seiner sexualattribute oder seiner gehirnleistung?

oder denken sie, jahrelang in abhängigem arbeitsverhältnis mit bis zu 2-3 euro pro stunde ausgebeutet zu werden ist würdevoller?

ad tochter: wenn SIE es WOLLTE und davon überzeugt wäre, würde ich sie vorbehaltlos unterstützen, ist mein kind ... wäre mir lieber als ein sohn, der soldat und damit staatlich legitimierter mörder würde

Die Welt mag untergehen, nicht aber die Prostitution.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.