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"Quatsch", "Germany's Next Top Model", "Frisur", "Stutenbissigkeit", "High Heels": Alles Begriffe, die in dem Text von Jennifer Nathalie Pyka fallen, in dem sie erstaunlicherweise die längst eingetretene Gleichberechtigung in der westlichen Welt herbeischreibt. In ihrem Kommentar "Die Konkurrenz trägt Schlips und Stöckelschuhe" kritisiert sie die Sinnhaftigkeit der Frauenquote vor dem Hintergrund einer Wirtschaft, die super funktioniert, solange der Staat sie nicht mit derartigen "Quatsch"-Methoden in Geiselhaft nehme. Weil das doch den freien Wettbewerb ruiniere.
Und der ist eben unerbittlich: Die Besten werden nach oben gespült, der Rest war nicht gut genug. Wenn Frauen fast ausnahmslos zum Rest gehören, sind sie halt zu faul, zu dumm und zu stutenbissig. Das versucht die Autorin mit einem Fingerzeig ausgerechnet aufs Model-TV-Format "GNTM" zu verdeutlichen. Klasse Beispiel, schließlich ist das echte Reality. Die Autorin bleibt auch gleich bei ihren Illustrationen von Frauen im Derivat der Mode(l)welt, wenn sie sie als allgemeine Platzhalterinnen im Büro, "bestöckelschuht" und "geschminkt", konkurrierend mit den äußeren Attributen der nächsten, vorkommen lässt. Als ob die Welt ein einziger Laufsteg wäre, und Frauen alle Möchtegern-Models.
So konstruiert die Autorin munter eine Vorlage, über die sie Frauen typisiert, und das, obwohl sie sich im Text anschickt, die Geschlechterkategorie als ungültig abzuschreiben. Dass ihr erstens dieser Widerspruch offensichtlich entgeht und sie zweitens zum Zwecke der Diffamierungen selbst gern auf die Kategorie Frau - mit all ihr unterstellten Fähigkeiten und Unfähigkeiten - zurückgreift, macht deutlich, wie weit die Autorin selbst von einer "gleichgestellten westlichen Welt" entfernt ist. Alles, was nicht in ihre neoliberale Sicht inklusive der Haftbarmachung des im Text lobgehudelten Individuums für strukturelle Probleme passt, wird damit vom Tisch gewischt.
Wenn sie dann auch noch das Bild der "grundsätzlich" gemeinsam aufs WC gehenden Frauen beschwört, und obendrein behauptet, dass die "'Wir Frauen'-Fraktion in Wirklichkeit keineswegs so solidarisch ist, wie es uns Feministinnen stets suggerieren", wird endgültig klar, dass die Autorin keinen längst abgegrasten Allgemeinplatz auslässt. Angesichts der im Kommentar zur Schau gestellten Entsolidarisierung haben "wir Frauen" ja noch viel Arbeit vor uns. (Birgit Tombor, dieStandard.at, 25.6.2012)
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Kaum schmeißt eine übermütige Studienabsolventin (die mit 22 Jahren noch nicht viel Ahnung aus der Praxis haben kann) mit Körndeln um sich, versammeln sich munter alle Hähne und pecken fröhlich zu. Sie werfen mit den Schlagwörtern (wie Stutenbissigkeit und Konkurrenzkampf) aus diesem Schulaufsatz wild um sich und schmücken sich gleichzeitig mit der vermeintlichen "Wahrheit", die sich darin verbergen sollen?! Ich frage mich, wer sich in diesen Foren permanent als Opfer darstellt? Kleiner Tipp: die Frauen sind es nicht!
zumindest nicht als Gesamtheit, aber allemal jene Frauen, die ihren Lebensinhalt darin erkennen, permanent benachteiligt zu sein. Es gibt auch solche Männer, bloss haben die nicht so eine große Lobby. Irgendwie seltsam kommen mir die schon vor, die immer meinen von "den" Frauen und für "die" Frauen zu sprechen und damit ein ganzes Geschlecht, respektive die Hälfte der Menschheit in nachhaltige Geiselhaft zwingen.
hätten "diese" Frauen in den 50ern und 60ern nicht für andere gesprochen, wären wir heute nicht auf dem Wege der Gleichstellung. Unser Dasein, unsere Persönlichkeit, ja das ganze Leben sind zu komplex um es jedem Recht zu machen, daher bringt ihre Herumreiterei auf Details nichts. Man muss diese Themen globaler behandeln. Immerhin hat der Feminismus den Frauen bisher nicht geschadet, will ich wohl meinen.. auch denen nicht, die zwar heute davon profitieren aber die Schnauze besonders weit offen haben.
muß man diese Themen globaler behandeln und nachhaltiger diskutieren und zwar solange bis die Männer per Gesetz dazu verdonnert werden die Kinder zu kriegen. Im Übrigen hat die wirkliche Emanzipation bereits lange vor der von Ihnen angeführten Zeit angefangen. Schauen Sie mal unter dem Begriff Suffragetten nach.Die waren im Gegensatz zu den heutigen nach Quoten krähenden SauertöpferInnen noch echt lustige Weiber, die sogar das Rauchen in der Öffentlichkeit forderten.
Diese Replik ist ein ziemlich durchsichtiger Versuch eine denkende junge Frau als neoliberale Tussy anzuschwärzen und ein exzellentes Beispiel dafür, dass Frau Pitay den Finger auf der richtigen Wunde hatte. Wenn frau nämlich von vornherein auf das Dogma fixiert ist, dass Männer schlecht und Frauen grundsätzlich benachteiligt sind, ist es nur logisch, wenn Frau Tombor mit ihren Zeilen das Beispiel von der Stutenbissigkeit nachhaltig bestätigt. Grosso modo kommt Frau Pitay einfach viel sympathischer daher als Frau Tombor wenn sie sagt: "Vielmehr sollte man einsehen, dass das Berufsleben (genauso wie das Leben generell) nun mal ein Mit- und Gegeneinander von Individuen, nicht jedoch von Geschlechtern ist."
so habe ich selbst erlebt und wird mir von vielen frauen aus ihrem arbeitsalltag berichtet, daß in "frauenbetrieben" es kein größeres verbrechen gibt, als nach oben aus dem kollektiv herauszuragen. ganz frauensolidarisch wird dann gemobbt, was das zeug hält, denn keine soll sich als "was besseres" darstellen und anweisungen nimmt frau vielleicht von einem mann, aber sicher nicht unwidersprochen von einer frau entgegen...
sicher kann dies nicht in dem sinn verallgemeinert werden, daß es zwangsläufig überall so sei. dennoch stellt es ein verbreitet zu beobachtendes phänomen dar, welches so unter männern kaum zu sehen ist
ich kann mich erinnern - es ist noch nicht so lange her - da behaupteten sie doch ernstlich in Bundesdiensten (einem Ministerium genaugenommen) zu stehen.
Was genau ist denn davon nun wahr? Oder hängt das davon ab welches G'schichtl sie grade erzählen wollen?
ich habe das als frau in verschiedenen betrieben nicht wahrgenommen. sofern sie, wie auch in dem ausgangsartikel, diese behauptung nicht beweisen können, ist das relativ uninteressant, weil es sich dann um subjektive beobachtungen handelt und um nix anderes.
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Alles, was nicht in ihre neoliberale Sicht inklusive der Haftbarmachung des im Text lobgehudelten Individuums für strukturelle Probleme passt, wird damit vom Tisch gewischt
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wird endgültig klar, dass die Autorin keinen längst abgegrasten Allgemeinplatz auslässt"
ach wie putzig: genau dieses muster der konstruktion von strohmännern und unterstellung der faktizität von gemeinplätzen ist doch in diestandard methode - und beileibe nicht nur, wenn der betrefende artikel als "meinung" oder "kommentar" gekennzeichnet ist
kein wunder, hat doch Jennifer Nathalie mit ihrem artikel den nagel auf den kopf getroffen.
1.000 -de "studien" werden es nicht schaffen, den evolutionär bestimmten, ständigen konkurrenzkampf der frau gegen andere frauen (zum zwecke der familiengründung u späteren -verteidigung), weg zu schreiben.
die menschenrechtswidrige frauenquote wird dies übrigens auch nicht schaffen.
hui
was die evolution nicht alles aus frauen macht...
wir sind wohl besser im babybetreuen, von natur aus, weil wir sie 9 monate lang in uns herum schleppen.
auch gärtnern, wie mir ein standardposter versichert hat, sowie die höhle in orndung halten. wohl, weil man beim babyaustragen nicht so weit gehen kann und sich doch eine schöne umgebung wünscht.
aber dass wir evolutionär bedingt uns gegenseitig hackeln ins kreuz hauen, ist mir neu. wenn alle frauen in den höhlen gehokt sind, wie hätte das am schluss allein da sitzen einen vorteil gebracht?
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