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Preisstifterin Eva Schobesberger, Preisträgerin Bernadette Huber sowie Jurymitglied Architekturprofessorin Sabine Pollak bei der Preisübergabe.
In Erinnerung an die Linzer Architektin und Künstlerin Gabriele Heidecker haben die Grünen Linz zum zweiten Mal den "Gabriele-Heidecker- Frauenkunstpreis" vergeben.
Aufregung in Steyr
Ausgezeichnet wurde die in Linz geborene Künstlerin Bernadette Huber, die die Jury vor allem mit ihrem eingereichten Projekt "Bar Nadette" überzeugen konnte. Dabei wurden im Herbst 2010 wochenlang die Schaufenster in einem Geschäftslokal in Steyr mit rosafarbenen Folien verklebt, auch Postwürfe und ein Webauftritt ließen auf eine baldige Eröffnung des Etablissements schließen. "Die Erregung in Steyr war groß, auch die Lokalmedien haben darüber berichtet. Schlussendlich wurde das Projekt im Rahmen eines Flashmobs aufgeklärt. Die Folien wurden abgezogen, darunter waren Wegweiser zu den richtigen Nachtlokalen zu finden", so Huber, die den Preis von Stadträtin Eva Schobesberger am Freitag entgegennahm.
Enttabuisierung
Dass damit auf realer und virtueller Ebene das vielschichtige Tabu-Thema der "Ware: Liebe" aufgegriffen wurde, und dabei eine breite und polarisierende Auseinandersetzung mit dem Thema Sexualität und der Instrumentalisierung von Frauen im öffentlichen Raum in Gang gesetzt hat, konnte die Jury, der Medienkünstlerin VALIE EXPORT, Architekturprofessorin Sabine Pollak sowie Eva Schobesberger mit beratender Stimme angehören, überzeugen.
Der von Iris Christine Aue gestaltete Frauenkunstpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von Eva Schobesberger privat gestiftet. Heuer wurden 47 Projekte eingereicht. (red, 26.6.2012)
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