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Los Angeles - Nora Ephron ist tot. Wie ihr Sohn Jacob Bernstein der "New York Times" mitteilte, starb die hochprofilierte US-Regisseurin, Drehbuchautorin und Autorin am Dienstag in New York im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Leukämie.
Die Spezialistin für romantische Komödien schaffte als eine der wenigen Frauen in Hollywood durch Filme wie "Harry und Sally" und "Schlaflos in Seattle" ihren Durchbruch als Regisseurin. Zuletzt arbeitete sie an dem Film "Lost in Austen" über eine junge Frau in New York, die für die britische Schriftstellerin Jane Austen schwärmt. 2009 brachte sie als Regisseurin und Autorin "Julie & Julia" auf die Leinwand. Darin verkörperte Meryl Streep die amerikanische Starköchin Julia Child. Für die Drehbücher von "Silkwood", "Harry und Sally" und "Schlaflos in Seattle" war Ephron für den Oscar nominiert worden.
"Heartburn"
Vor ihrem Durchbruch war Ephron in New York als Journalistin tätig. Unter anderem arbeitete sie für "Newsweek", die "New York Post" und den "Esquire". In den 1970er Jahren heiratete sie den Watergate-Reporter Carl Bernstein. Ihre stürmische Beziehung zu ihm verarbeitete Ephron im Buch "Heartburn" ("Sodbrennen"), das Regisseur Mike Nichols 1986 mit Meryl Streep und Jack Nicholson in den Hauptrollen auf die Leinwand brachte.
"Silkwood"
Ihr erstes Skript lieferte Ephron mit "Silkwood" (1983) in Hollywood ab. In dem Tatsachendrama spielt Meryl Streep eine junge Arbeiterin in einer Plutoniumaufbereitungsanlage. Mit "Harry und Sally" schwenkte Ephron auf Liebeskomödien um. Rob Reiner inszenierte den Streifen mit Meg Ryan und Billy Crystal als alte College-Freunde, die sich nach vielen Jahren ineinander verlieben. In "Schlaflos in Seattle" (1993) und "E-Mail für Dich" (1999) verdrehte Ryan dann mit einer großen Portion Niedlichkeit Tom Hanks den Kopf, beide Male unter der Regie von Ephron.
Die Schriftstellerin und Regisseurin legte in ihren Filmen vor allem Wert auf die Gefühle und zwischenmenschlichen Beziehungen ihrer Hauptcharaktere. Sie drehte mit großen Stars, darunter John Travolta ("Michael") und Nicole Kidman ("Verliebt in eine Hexe"). (APA, 27.6.2012)
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sie schaffte es, aus d. schatten ihrer männl. berufskollegen zu treten. eine der wenigen frauen , die es überhaupt auf einen regiestuhl in der traumfabrik der ` Hollywoodianer` schaffte. "als sie mit dem regieführen begann, war Nora eine inspiration für junge filmemacherinnen". damals habe es nur wenige regisseurinnen in hollywood gegeben. Ephrom selbst sagte über ihren einstieg in die männerdomäne dem `new yorker`. man sieht sich die liste der regisseure an und sieht nur jungs. da dachte ich mir, ich werde regisseurin und das macht dann alles einfacher." vor allem weibl. stars lobten immer wieder ihre einfühlsame art bei den dreharbeiten, weil sie sich von ihr besser verstanden fühlten als von männl.kollegen.
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