Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

70 Jahre und kein bisschen inaktiv: Ute Bock.
Wien - Ute Bock feiert ihren 70er. Dass eine langjährige Erzieherin anlässlich dieses "Runden" mit Porträts und Interviewwünschen überhäuft wird, ist ungewöhnlich. Doch Frau Bock ist auch eher ungewöhnlich. Seit vielen Jahren buttert sie Gehalt bzw. Pension in Unterbringungsmöglichkeiten für AsylwerberInnen.
Schauplatz Zohmanngasse
Was hat Ute Bock in den vergangenen 70 Jahren geleistet, dass sie sogar zum Doku-Filmstar wurde, ihr eine Biografie gewidmet wurde und sie zahlreiche Ehrungen von Renner- bis Kreisky-Preis einheimste? Geboren am 27. Juni 1942 in Linz, begann sie nach der Matura in einem Heim für schwer erziehbare SonderschülerInnen in Biedermannsdorf zu arbeiten. Der nächste Weg führte sie nach Wien-Favoriten, in die Zohmanngasse, bis heute ein symbolträchtiger Ort für Bock-FreundInnen wie GegnerInnen.
Dort stand in den 70er Jahren ein Gesellenheim, wo sich Bock zunehmend um Fälle aus schwierigen sozialen Verhältnissen kümmerte. 1976 wurde sie Leiterin der Einrichtung. In den 90er Jahren schuf sie daraus immer mehr in ein Quartier für junge ZuwandererInnen, zunächst aus dem Jugoslawien-Krieg, später auch für SchwarzafrikanerInnen.
Letztere Gruppe war es auch, die Bock immer wieder Probleme mit AnrainerInnen einbrachte. 1999 dann der Tiefpunkt: Bei der umstrittenen Polizeiaktion "Operation Spring" wurde "die Zohmanngasse" Ziel einer Razzia, bei der etwa 30 AfrikanerInnen unter Verdacht des Drogenhandels festgenommen wurden.
Ab in die Leopoldstadt
Wenig später war Bock in Pension, was ihr Engagement aber nicht beendete. Ganz im Gegenteil, mit eigenen Renteneinkünften und Gaben von SponsorInnen wurden Unterkünfte für obdachlose Flüchtlinge lukriert. Bocks Einrichtungen wurden auch zur Briefkasten-Adresse für jene, die kein Dach über dem Kopf hatten und einen Meldeort benötigten. Gewechselt wurde die Hilfszentrale. Von Favoriten ging es in die Leopoldstadt.
Bock auf Bier
Die von ihren Schützlingen gerne als "Mama" betitelte Oberösterreicherin schwang sich mit ihrem Wirken schnell zu einer Art Kult-Figur auf, was beim Lukrieren von Geldern durchaus hilfreich war. Die wohl bekannteste Aktion war "Bock auf Bier", bei der in Dutzenden Wiener Lokalen ein 10-Cent-Zuschlag zugunsten der Bock-Einrichtungen eingehoben wurde. Bock selbst meint zu solchen Aktivitäten: "Ich brauch' die Reklame, und ich brauch' das Geld." Alles Bemühen vor allem der Kulturwelt hätte freilich nichts genützt, wäre nicht Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner in die Bresche gesprungen, als 2008 Bocks Verein finanziell vor dem Aus stand und die Helferin sogar mit dem Sprung aus dem Fenster drohte.
Und wieder zurück im 10.
Mittlerweile läuft alles wieder in ruhigeren Bahnen ab, was die Geldsorgen angeht. Bock hat sogar ein neues Haus bekommen, das eigentlich ein altes ist. Denn ihr Verein ist nunmehr wieder in der Zohmanngasse beheimatet, sehr zum Unwillen der örtlichen Freiheitlichen und vieler AnrainerInnen.
Bock werden auch die neuen Unannehmlichkeiten nicht aus der Bahn werfen. Sie wird ihren Job wohl weitermachen, wie es schon bisher der Fall war - fleißig, hartnäckig, allürenarm und mit einer gewissen Kokettheit, mit der sie schon die diversen Ehrungen und Huldigungen entgegengenommen hat, von Houchang Allahyaris Filmen "Bock for President" und "Das verrückte Leben der Ute Bock" bis zur Biografie "Die Geschichte einer Flüchtlingshelferin", in der Cornelia Krebs Bocks Gedanken 2010 aufzeichnete.
Kein Ruhestand
Einige Kapitel werden wohl noch hinzuzufügen sein, denn an den Ruhestand denkt die Pensionistin nicht: "Was soll ich denn tun? Mich in den Park setzen, die Kronenzeitung lesen und Strumpf stricken?", meinte sie 2010 in einem "Kurier"-Interview. (APA, 27.6.2012)
Saransh Dua hat vor zwei Jahren "GotStared.at" gegründet, um jungen Leuten zu vermitteln, dass sexuelle Belästigung und sexistische Witze nicht cool sind
Alechina will die Teilnahme an Verhandlung um Haftaussetzung erwirken - Anhörung auf Donnerstag vertagt
Medienfrauen debattierten beim Weltkongress des Internationalen Presseinstituts - Expertinnen einig: Journalistinnen sollten auch in Krisengebieten eingesetzt werden
Alimentationszahlungen sollen bei Berechnung der Wohnbeihilfe angerechnet werden - "Bündnis 8. März" warnt vor Armutsgefährdung
Le Pen würdigt den Selbstmord als "zutiefst politische Geste" - Unterdessen feierten Tausende die Unterzeichnung bei einem Gratiskonzert
Sportfunktionär regte an, Stadien auch für Frauen zu öffnen und für sie 15 Prozent Sitzplätze zu reservieren
NGOs protestieren gegen Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit - Parlament soll Regierungsgesetz kippen
Gesetzesinitiative zum Gewaltschutz von Frauen von Islamisten vereitelt
Ina Praetorius vermisst in der Schweizer Grundeinkommen-Debatte das Thema Sorgearbeit – Nun wurde auch eine Schweizer TV-Sendung für ihre einseitige Darstellung gerügt
Enquete der Frauenministerin und der Plattform 20.000 Frauen fragt nach praktischen feministischen Gegenstrategien
Emel Zeynelabidin hat dreißig Jahre ein Kopftuch getragen – Heute steht sie der Verhüllung als religiöse Praktik kritisch gegenüber
Frauensprecherin Martina Wurzer fordert gezielte Umbenennungen nach Berliner Vorbild
Christine Baur übernimmt die Agenden der von ihr stets kritisierten Landesrätin Zoller-Frischauf – "Kaffekränzchen-Sager" werde es bei ihr nicht geben
Verlängert wird außerdem das halbtags kostenlose und verpflichtende Kindergartenjahr für alle Fünfjährigen - Auch Änderungen beim Zuverdienst
"Europa geht anders" mahnt eine Kehrtwende der EU-Politik ein und fordert Regierung auf, gegen den geplanten Wettbewerbspakt zu stimmen
Offenbar erstmals öffentliche Stellungnahme zu dem Fall - In einem Blog bezeichnete sie sich als "Opfer eines Angriffs" vor drei Jahren
Umgang mit Zwangsprostituierten im zweiten Weltkrieg ist seit Jahren ein Streitpunkt in Japan, China und Korea
Diskriminierung wegen Sexualität oder Religion beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen weiter erlaubt - Kleine Änderungen bei Stelleninseraten
Die kürzlich verstorbene Frauenrechtlerin Hannelore Mabry schied als Mitgründerin der Neuen Frauenbewegung in Deutschland die feministischen Geister. Eine Würdigung
Deutsche Kanzlerin lud erneut zum Demographiegipfel nach Berlin
Ultraorthodoxe störten die Frauen beim Gebet - Das Gericht erlaubte den Frauen jedoch ihr religiöses Ritual
Metropole muss nach Gerichtsurteil Gesetze ändern
In der Demokratischen Republik Kongo ist es am gefährlichsten, schwanger zu werden und ein Kind zur Welt zu bringen - Österreich auf Platz elf
Reißverschluss-Vorgabe in SP nicht überall umgesetzt - VP-Frauenchefin verweist auf Wiener Landespartei
Frauen machen gegen Praxis der "Chhaupadi" mobil: Diese führe nicht nur in die Isolation, sondern oft auch zum Tod
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.