Alle Vorurteile stimmen

Ansichtssache | Birgit Tombor
3. Juli 2012, 07:00
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foto: reuters/paul hackett

So schauen Fußballfans aus

Dass die Fußball-Europameisterschaft der Männer nicht nur mehr selbige interessiert, scheint bei vielen MedienarbeiterInnen noch nicht angekommen zu sein. Da gab's nicht nur Stereotypenreiterei bei Puls 4, das während der Matches Gefühle für "Sie" und nach dem Match Action für "Ihn" programmiert hat. Oder unfassbar Peinliches auf Comedy Central, was den geilen ORF aber nicht vergessen macht.

Die aufgelegte Einblendung einer Frau, wenn ein ZDF-Kommentator "griechische Sehenswürdigkeiten nur noch außerhalb des Spielfeldes" sichtet, reiht sich da nahtlos ins sexistische Stickbild vom runden Leder ein. Das Beispiel macht besonders deutlich, wie selbstverständlich dieser Subtext weitergeschrieben wird: Dass Frauen, egal in welchem Kontext, für den sexualisierten Blick herhalten. Je mehr sie "sexy" Stereotypen entsprechen, umso wahrscheinlicher tauchen sie in der Berichterstattung auf - während die männlichen Fans in allen Größen und Formen daherkommen.

Medienleute, das da oben zum Beispiel sind auch weibliche Fans!

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21 Postings
Der sexistische Verriß von Fr. Meissnitzer ist unerträglich...

... eine Frau nicht voll zu nehmen sondern sie auf Ihre Eigenschaft als sexuelles Subjekt zu reduzieren ist definitiv Sexismus.

Fehlt ja nur noch, das Ihr Vergewaltigungsopfern sagt Ihre liederliche Kleidung und Haltung sei die Ursache ihres Unglücks.

Man kann den Missbrauch von Sexualität zu Marketingzwecken kritisieren. Es wäre wichtig, Diskriminierung aufgrund des Aussehens (Lookismus/Lookism) zu thematisieren.

Aber kein Zweck heiligt sexistische Hetze. Wie wärs mal mit einer Zitrone für die Zitronen-Redaktion.

ich finde, die redaktion könnte es sich einfach machen

verkündet einfach, dass alles, wo frauen vorkommen oder nicht vorkommen, schön oder hässlich sind, sexismus ist

vielleicht hilft ein neues zeichen <¥> zb

kann man ans ende jedes textes setzen und es bedeutet "frauen sind nicht nur gleich gut, sondern eigentlich besser als alle anderen geschlechterinnen"

mal sehen

<¥>

könnt ihr bitte Eurer on-line redaktion ...

für das foto zum klonfleisch - 6.7. / 18.00 Uhr eine Zitrone verleihen ..... eine frechheit

Werbung für Frauen in Rosa usw gehalten.

Gebt es auf. Entweder die Werbung funktioniert, weil sie eine relevante Menge an Kundinnen anspricht, dann hat sie sich durchgesetzt, oder sie tut es nicht und verschwindet von selbst.

Sie dagegen, liebe Frau Meissnitzer, nimmt man nicht für voll, dafür als Vollweib. Und das muss kein redebefähigtes Subjekt sein, das muss nur Figur zeigen und rumstehen/-gehen. Schade, dass Sie das nicht auch so sehen.

Aber wenigstens wissen Sie jetzt, dass Sie als Frau wahrgenommen werden. Oder als fescher Hintern. Jetzt besser?

Ich möchte diesen Satz für eine Zitrone vorschlagen. Frau Meissnitzer wird nur heruntergemacht weil sie es wagt dem Frauenbild der Redaktion nicht zu entsprechen.

für alle die es nicht kapieren ...

die methode von Rossbacher nennt man zielgruppenorientiertes Marketing ... sprich: Leute (Frauen und Männer) die sich nicht angesprochen fühlen - für die ist die werbung eh nicht gedacht! bei den angesprochenen wirkt die werbung umso mehr!
kein grund sich aufzupudeln!

Die dieStandard.at-Redaktion ist keine Marketingberatung. Ob ein Werbesujet marketingtechnisch effizient ist, ist hier nicht das Thema.

interessant ... wo doch gerade derstandard auch selbst zielgruppenorientiertes marketing betreibt ...

aber manche leben eben hinter dem mond und werden nie kapieren wie's läuft ...

geh bitte, wer nimmt vastiv und sykora für voll?

BOOBIES(!) xD

Aber wenigstens wissen Sie jetzt, dass Sie als Frau wahrgenommen werden. Oder als fescher Hintern. Jetzt besser?

Äh... und zu der Kette fällt den Damen der schreibenden Zunft nichts weiter ein? Oder hätten die sich dann gleich selber eine Zitrone aufs Hirn picken müssen ;-)

Wie immer werden die lächerlichen Zitronen am Dienstag vergeben, damit ja nicht dazu gepostet werden kann und am Mittwoch sind sie von der Frontpage schon wieder verschwunden.
So kann sich diestandard einreden, dass der Gegenwind eh nicht so stark war und die Zitronen durchaus rechtmäßig waren.

Wobei der LKW tatsächlich eine verdient hat...

...

ich muss aber schon auch sagen, dass wenn Frauen für rosa und schwachsinns Filme empfänglich sind, sie selber schuld sind. Mir fallt dieses "in eine bestimmte Richtung drängen" nicht einmal auf....

Auffallen tun mir die Sticker bisweilen schon, ich denk mir dann "OMG so ein Schwachsinn" und geh weiter, weil mich weder die Filme noch der Slogan "Was Frauen schauen" ansprechen. Anders gesagt: Wer nicht will, muss sich die Filme ja nicht kaufen. Abgesehen davon würden sich diese "Chick Flicks" auch ohne Sticker gut verkaufen, ganz einfach, weil es genug Frauen gibt, die drauf stehen. Dürfen die das jetzt nicht mehr, weil's unemanzipatorisch ist oder wie?

Doch dürfen sie...

allerdings dürfen die Produkte die nachweislich fast ausschließlich von Frauen gekauft werden, keinesfalls gekennzeichnet werden (schon gar nicht in Rosa!!!! Welche Frau steht schon auf Rosa?)

Mir wird schlecht....

Über was man sich alles aufregen kann, nur um sein Gehalt rechtfertigen zu können!! dieStandardInnen-RedakteurInnen müsste man sein...

Sie: "Bring uns einen Film für heute Abend mit"
Er: "Gerne!"
Sie: "Aber was schönes!"
Er: "Öhm..?"
Er (beim Libro): "uff! Rosa Sticker! Danke Libro!"

"[...] Dass Frauen, egal in welchem Kontext, für den sexualisierten Blick herhalten"

... während ein Cristiano Ronaldo mit Waschbrettbauch in edler schwarzweiß-Optik seitenfüllend in allen möglichen Printmedien abgebildet wird: http://3.bp.blogspot.com/-yUKNkJ2J... ads-01.jpg

Ja eh, DER hält sicher nicht für den sexualisierten Blick her, der wollte nur gerade sein Trikot waschen...

PS: Der Platzer-LKW ist peinlich.

Etwas OT vielleicht, aber wie erkennt man da die Meissnitzer?

wenn es auch kein skianzug ist...

...aber "klamotten" hat sie eh an, die meissnitzer.

Ja, aber ein Minirock widerspricht der Ideologie der Redaktion.

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