Arbeitsgruppe im Ministerrat: Sittenwidrigkeit soll fallen

3. Juli 2012, 13:45
  • Klare Empfehlung: Die Sittenwidrigkeit soll als erster Schritt zu mehr Arbeitsrechten von Sexarbeiterinnen aufgehoben werden.
    foto: apa/volkshilfe wien

    Klare Empfehlung: Die Sittenwidrigkeit soll als erster Schritt zu mehr Arbeitsrechten von Sexarbeiterinnen aufgehoben werden.

Frauenministerin begrüßt deutliche Empfehlung: "Wichtiger Schritt, um die Rechte von Sexarbeiterinnen zu stärken"

Wien - Die Arbeitsgruppe Länderkompetenz Prostitution hat im Ministerrat eine klare Empfehlung zur generellen Aufhebung der Sittenwidrigkeit gegeben. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek begrüßte die Empfehlung unter dem Aspekt, dass dies ein "wichtiger Schritt, um die Rechte von Sexarbeiterinnen zu stärken" sei. Dabei allein könne es allerdings nicht belassen werden: "Von einer Bundeskompetenz zur Regelung der Prostitution, über wirksame Maßnahmen gegen Zuhälterei und Menschenhandel bis hin zu einem Werbeverbot für Unsafe-Sex-Praktiken haben unsere Expertinnen und Experten einen großen und guten Maßnahmenkatalog vorgeschlagen", so die Ministerin.

Grüne: Rasche Umsetzung erforderlich

Auch die Frauensprecherin der Grünen Judith Schwentner sieht in der Empfehlung einen "klaren Arbeitsauftrag" an die Frauenministerin und urgiert deren rasche Umsetzung. Heinisch-Hosek müsse "die Ausarbeitung eines Rahmenplans zur Stärkung der Rechte von SexarbeiterInnen federführend" koordinieren. Sonst bestünde die Gefahr, dass die Empfehlungen der Arbeitsgruppe in der Schublade verschwänden.

Absicherung gegen Ausbeutung

Vor allem bei der arbeits- und sozialrechtlichen Absicherung von SexarbeiterInnen ortet Schwentner noch viel Aufholbedarf. "Eine Anstellung von SexarbeiterInnen als unselbständige ArbeitnehmerInnen ist derzeit nicht möglich. Deshalb sind Sowohl der Bund als auch die Länder jetzt gefordert, gesetzliche Maßnahmen auszuarbeiten, die die Arbeitssituation von SexarbeiterInnen verbessern. Denn je mehr Rechte die Frauen in der Sexarbeit haben und je besser diese abgesichert sind, umso geringer ist die Gefahr der Ausbeutung", argumentierte die Grüne.

Heinisch-Hosek hat bereits weitere Gespräche mit den zuständigen Ressorts angekündigt. (red/dieStandard.at, 3.7.2012)

Da schau her!

Nur 4 Postings?
Und wo sind die restlichen?
Meine fehlt auch!

wäre auch längst an der zeit.

die Freier gehören hart bestraft und Prostitution verboten, da keine Frau dies als ihren Traumberuf ansieht und wirklich freiwilligf macht sondern aus einer Not heraus.
Und die Prostitution zu "verbessern" ist dann nicht der richtige Weg.

Diese Frauen können ja auch zum AMS gehen, sich umschulen lassen und dann für einen Bruchteil ihres jetzigen Einkommens hinter der Billakassa sitzen.
Andererseits gehören diese Kassen ja auch abgeschafft, weil keiner sitzt da gerne...

Dann können wir jede Menge Berufe verbieten.

Guter Plan

Das sind mal Absichten, die in die richtige Richtung gehen und Sexarbeiterinnen zumindest minimal in das geltende Arbeitsrecht integrieren.

Die Zuhälterei wird damit sicher nicht einfach so verschwinden, aber es sind Schritte in die richtige Richtung.

mit der arbeitsrechtlichen absicherung wird doch die zuhälterei erst recht legalisiert! ob dieser plan nicht in die falsche richtung geht????

Die arbeitsrechtliche Absicherung soll Sexworkerinnen in die Lage versetzen, dass sie ohne den „Schutz“ von Zuhältern arbeiten können.

Derzeit können sie von ihren Kunden nicht einmal die Bezahlung einklagen.

Es geht hier, egal wie man moralisch dazu steht, darum, Arbeitsverhältnisse zu beseitigen, die es in anderen Branchen seit 150 Jahren nicht mehr gibt.

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