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Paris - Die frühere Kampfpilotin Samantha Cristoforetti wird die erste Italienerin im Weltall. Die europäische Weltraumorganisation Esa nominierte die 35-Jährige für eine im November 2014 beginnende Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation ISS. Cristoforetti wird dann den deutschen Nachwuchsastronauten Alexander Gerst ablösen.
Dritte europäische Astronautin
Die Italienerin Cristoforetti hat als ausgebildete Kampfpilotin der italienischen Luftwaffe bereits mehr als 500 Flugstunden auf sechs verschiedenen Kampfflugzeugen hinter sich. Zudem studierte sie nach Esa-Angaben vom Dienstag an der Technischen Universität München Maschinenbau. Auf der ISS soll Cristoforetti unter anderem die Auswirkungen der Schwerkraft auf den Menschen erforschen.
Sie ist erst die dritte europäische Astronautin. 1985 war die Französin Claudie Haigneré ins All gestartet, 1991 die Britin Helen Sharman.
Dankbar für Vertrauen
In einer Stellungnahme zur Nominierung zeigte sich die Italienerin dankbar für das Vertrauen. "Wir werden alles daran setzen, den Blick aus dem Weltraum, der nur wenigen von uns vorübergehend vergönnt ist, mit den Menschen auf der Erde zu teilen und all diejenigen, die uns begleiten möchten, zumindest virtuell auf die Reise zum Außenposten der Menschheit mitzunehmen", kommentierte sie nach Angaben der Esa.
Bis zu ihrem Start ins All an Bord eines russischen Sojus-Raumschiffs wird die 35-Jährige unter anderem im Europäischen Astronautenzentrum in Köln auf ihren Einsatz vorbereitet.
Mehr als 50 Astronautinnen
Insgesamt haben schon über 50 Frauen die Erde aus dieser Höhe betrachtet - mehr als 80 Prozent davon waren US-Amerikanerinnen. Erst im vergangenen Monat absolvierte die erste erste Chinesin einen zweiwöchigen Raumflug. (APA/dpa)
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