"1.000 Kreuze versenken!"

6. Juli 2012, 13:24

Salzburger Feministinnen organisieren eine Gegendemonstration zum Gebetszug der "LebensschützerInnen"

AbtreibungsgegnerInnen rund um Human Life International, Euro Pro Life, Jugend für das Leben und weitere planen für den 25. Juli in Salzburg den sogenannten 1.000-Kreuze-Marsch durch die Salzburger Innenstadt. Frauen des Infoladen Salzburg rufen zu einer Gegendemonstration auf. Die von den Pro-Life DemonstrantInnen geforderte Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und die dahinter stehende Bevölkerungspolitik wird von FeministInnen international heftig kritisiert.

Die Forderungen der FeministInnen sind konträr: Streichung von Schwangerschaftsabbrüchen aus dem Strafgesetzbuch, Abbruch auf Krankenschein und kostenlose Verhütung für alle.

In der Aussendung feministischer Salzburgerinnen heißt es: "Schluss mit der Bevormundung und Ausbeutung". Dem 1.000-Kreuze-Marsch in Salzburg soll daher mit einer Gegendemonstration begegnet werden. Unter dem Motto "1.000 Kreuze versenken" sollen alle, ob bunt oder in Alltagskleidung, zur Gegen-Demonstration kommen. Aufklärung und Aktivismus kommen bei der Gegendemonstration nicht zu kurz, wird im Aufruf von Infoladen Salzburg versprochen. (red, dieStandard.at, 6.7.2012)

Treffpunkt

"1.000 Kreuze versenken!" - Demonstration am 25. Juli 2012, Treffpunkt um 13:30 Uhr am Hauptbahnhof Salzburg

Link

Infoladen Salzburg

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Den Kerzlschlucker-Touris die von München angekarrt werden

mal die Leviten lesen: Sind Euch Eure Kirchen nicht zahlreich und groß genug? Müsst Ihr da noch nach Salzburg fahren, um HLI die Protestierer-Frequenz zu verschaffen? Armseliges kuttenbrun.erisches Fundipack!

was genau ist die motivation...

...sein kind abtreiben zu wollen?

unterm strich ist es vorsätzliche beendigung eines anderen lebens.

wenn frau, was manchmal vorkommen soll wegen einer ungeplanten und ungewollten schwangerschaft suizidär ist, wie nennen sie das dann?

"vorsätzlich" unterstellt ein böses motiv.
so einfach ist es halt nicht immer.

viele frauen entscheiden in dieser situation nicht wirklich frei und besonnen, stehen unter enormem druck, erhalten unzureichende beratung und unterstützung

die motivlage ist unterschiedlich und komplex.
die wenigsten treffen die entscheidung leichtfertig.
deshalb sind auch diese vereinfachenden prolife-schreier so abzulehnen.
weil sie so undifferenziert "sünde" rufen.

"Vorsätzlich" unterstellt keineswegs ein Böses Motiv, sondern nur eine bewusste Entscheidung.

Inkorrekt.

Die Frist der Fristenlösung ist so gewählt, daß es sich eben um kein anderes Leben handelt. Das Leben endet mit dem Hirntod, und es beginnt mit eigener Hirnaktivität. Und die ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben.

Das ist eine reine Behauptung. Das sind beides arbiträre Grenzen.

"Leben" ist auch vorher schon, was soll es sonst sein?

es ist strittig wann das leben beginnt

und das ist mehr eine philosophische denn eine biologische frage

Nein, ist es nicht.

Leben ist es jedenfalls auch vorher.
Die hirnaktivität als Grenzziehung für "eigenständiges menschliches Leben" ist eine von manchen Philosophen/Biologen gezogene grenze, über die man zumindest diskutieren kann.
aber keine objektive tatsache.
auch ein Hamster, ein Baum oder ein löwenzahl lebt.

Und wenn wahnsinnige Islamisten

aufmarschieren, rufen die zu "1000 Korane verbrennen" auf oder was?

ist strache mit dem kreuz auch dabei?

an der seite vom laun

Rückgrat verrenken/
aufhörn zum Denken/
Kreuze versenken.

"kostenlose verhütung für alle" - das heißt was? gratis kondome? weil die ja so unfassbar teuer sind?

oder die pille? nicht einmal hustensaft und schmerzmittel sind gratis. wäre nicht ganz fair denen gegenüber, die andere medikamente kaufen müssen.

und was soll das bringen? gratis-kondom-aktionen gibts eh schon. gratis-hormonpräparat-aktionen wären ein spannendes thema! ich finde, es wird zu oft vergessen, dass pille und co. keine zuckerl sind sondern körper und psyche mitunter stark beeinflussen und verändern können. ich habe das selbst erlebt und deshalb stören mich so plakative forderungen.

Ob die Kreuze wohl in der Salzach schwimmen?

Wäre mal ein anderes Setting für die Salzburger Festspiele (und für diese ohnehin viel zu katholisch geprägte Stadt). ^^

"versenken"

Das offenbart die Einstellung dieser Leute. Absolut lebensfeindlich ...

Lebensfeindlich ist die Einstellung der Abtreibungsgegner.
Und zwar weil sie nicht weiter denken.

Was denkst du wohl, wird passieren, wenn Abtreibung kriminalisiert wird?
Dass die Abtreibungen aufhören? - Bestimmt nicht, die werden nur in die Hände dubioser "Ärzt_innen" verlagert.
Folgend daraus ist viel mehr Leid (Tote, Kranke), als durch professionell durchgeführte Eingriffe.

Diese Argumentation trägt keine zwei Meter weit.

Auch Kindesmisshandlung oder Vergewaltigung könnte in einem medizinisch besser abgesicherten Rahmen stattfinden, wenn diese Handlungen legal in Kliniken durchgeführt werden könnten, wo gleich ein Arzt zur anschließenden medizinischen Behandlung bereitstünde.

Dass es Humbug ist, aus diesem Umstand ableiten zu wollen, dass es deshalb "besser" wäre, die Handlungen zu legalisieren, sollte auch dem intellektuell schlichtesten Gemüt anhand dieser Gegenbeispiele klar werden.

na, wenn wir schon davon reden, haben Sie

zur Tatsache, dass alle 5 Sekunden auf der Welt ein Kind an Hunger oder dessen Folgen stirbt, auch noch einen Ihrer supergscheiten Sager?
Fest steht, dass hier keineR dieser HeuchlerInnen der selbsternannten "Lebensschützer" aktiv ist. Niemand von denen! Dabei ist bei all dem Reichtum, den es gibt, Verhungernlassen mit Mord gleichzusetzen. Jean Ziegler hat das treffend formuliert.

Meinst du das ernst?

Abtreibung muss nicht "kriminalisiert" werden, denn sie ist nach geltender Rechtslage ein krimineller, nämlich rechtswidriger Akt; der Staat verzichtet jedoch unter bestimmten Bedingungen auf eine Bestrafung.

Ok, ersetze kriminalisiert mit sanktioniert.
Dass die Rechtslage schon länger überarbeitet gehört sollte sowieso klar sein...

Kostenlose Verhütung für alle - also alle zahlen Steuern für kostenlose Verhütung für sich selbst, + 200% Verwaltungszuschlag.

Warum nicht überhaupt gleich alle Medikamente selbst bezahlen? Ist doch viel effizienter als Kassenbeiträge!

Naja, wenn bedacht wird, dass manche sich drauf verlassen, dass "eh nichts passiert" und sich lieber das "Geld sparen" würds sich im Endeffekt bestimmt auszahlen, diese 200% Verwaltungszuschlag zu zahlen ;)

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