Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Obwohl Sarah S. seit sieben Jahren in Österreich mit ihrer Freundin lebt und mit ihr inzwischen auch verpartnert ist, konnte sie bisher kein Café, wie sie es sich vorstellte, eröffnen. Das Gewerberecht sah bis zur vergangenen Woche nämlich vor, dass ausländische eingetragene PartnerInnen von Unions- oder EWR-BürgerInnen in Österreich kein Gewerbe betreiben dürfen. Kurz vor der Sommerpause wurde im Nationalrat im Zuge der Novelle der Gewerbeordnung diese seit 2010 bestehende Benachteiligung eingetragener ParntnerInnen beseitigt.
Auch wenn der Betroffenheitsgrad durch diese Novelle relativ gering ist, wie Daniela Fazekas, Sprecherin von SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter, einräumt, sei es wichtig gewesen, für die insgesamt 1.138 eingetragenen PartnerInnen in diesem Bereich Rechtssicherheit zu schaffen. "Die Symbolwirkung der Novelle ist hoch", so Fazekas. Es sei für Betroffene einfach wichtig, die Möglichkeit zu haben, ein Gewerbe ebenso wie verheiratete PartnerInnen auszuüben, meint sie gegenüber dieStandard.at.
Breites Bündnis
Ein Bündnis rund um Matznetter und Grüne hatte sich dafür eingesetzt, dass die benachteiligende Bestimmung aus der Gewerbeordnung verschwindet. Diese regelt das Recht von Familienangehörigen, unter bestimmten Bedingungen ein Gewerbe wie ÖsterreicherInnen auszuüben. Bisher waren ausländische eingetragene PartnerInnen (anders als EhepartnerInnen) von Unions- und EWR-BürgerInnen davon ausgeschlossen. Bereits im Juni 2011 hatte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) die Aufhebung dieser Ungleichbehandlung zugesichert.
Die im April 2012 zur Begutachtung vorgelegte Novelle brachte für die Homosexuellen-NGOs jedoch keine zufriedenstellende Lösung. Die HOSI Linz, die Rosa Lila PantherInnen aus Graz, das Rechtskomitee Lambda als auch die Frauensektion des Bundeskanzleramts und Ruperta Lichtenecker, Wirtschaftssprecherin der Grünen, übten Kritik an den nicht eingehaltenen Versprechungen des Wirtschaftsministers und forderten ihn zu einer Stellungnahme auf. Laut Aussendung von Lambda sah das Wirtschaftsministerium weitere Sondereinschränkungen für die binationalen PartnerInnen vor. Fazekas meint jedoch, dass der Wirtschaftsminister hier "bestimmt nicht vorsätzlich gehandelt hat, sondern die Forderungen schlicht untergegangen sind".
Erfreute und kritische ProponentInnen
In zweiter Lesung konnte laut Lambda-Jurist Helmut Graupner ein gleichheitskonformer Abänderungsantrag von SPÖ, ÖVP und Grünen im Plenum des Nationalrates eingebracht werden. Für alle beteiligten Parteien und NGOs eine Freude. Auch Graupner zeigt sich zufrieden, verweist aber einmal mehr auf die weiterhin bestehenden Ungleichheiten zwischen eingetragener PartnerInnenschaft und Ehe, indem er die Regierung auffordert, das Eheverbot aufzuheben. "Ein Recht für alle, anstatt in mühsamer Kleinarbeit die immer noch an die 60 Ungleichbehandlungen auf parlamentarischem Weg oder durch Höchstgerichte zu beseitigen", lautet seine Ansage. (eks, dieStandard.at, 9.7.2012)
Bürgerinitiative will Ehe als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau in der Verfassung verankern lassen
Kabinett vertagte Diskussion über gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften
Am Freitag beginnt in Dublin die schwul-lesbische Fußball-EM - 32 Mannschaften mit rund 400 TeilnehmerInnen treten an
Gesetzestexte sollen "nicht nur Moden und Ideen des Augenblicks" widerspiegeln
Außerdem bis zu drei Jahre für "Gotteslästerer" - KritikerInnen sprechen von "Schritt zurück ins Mittelalter"
Betrifft rund 34.000 lesbische und schwule Lebenspartnerschaften
In Steuerfragen müssen eingetragenen Lebenspartnerschaften künftig mit Ehen gleichgestellt werden
Marco Schreuder und Lisa Rücker zu BundessprecherInnen der lesbisch-schwulen Teilorganisation gewählt - Schreuder: Eingetragene Partnerschaft reicht nicht aus
Gesetzesänderung nach EGMR-Urteil tritt bereits am 1. Juli in Kraft
18. Ausgabe der Parade am 15. Juni - Nach mehreren Jahren Pause wird der Umzug wieder "andersrum", also gegen die Fahrtrichtung, unterwegs sein
Rechtskomitee Lambda legt Beschwerde beim Menschenrechtsgerichtshof ein, nachdem VGH das Gesetz für rechtens erklärte
Aktivist wirft Behörden "homophobe Rhetorik" vor
Unter starkem Polizeischutz auf geheimer Alternativroute - Verbot von "Homosexuellen-Propaganda" geplant
Eheschließungen und Zeigen von Zuneigung sollen verboten werden
Die Parade war für Samstag geplant - Kommissionssprecher mahnt Grundrechte wie Versammlungsfreiheit ein
Empfehlung des NGO-Komitees an den Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen wurde am Dienstag ausgesprochen
Le Pen würdigt den Selbstmord als "zutiefst politische Geste" - Unterdessen feierten Tausende die Unterzeichnung bei einem Gratiskonzert
Innenminister macht Rechtsextreme für Gewalt verantwortlich - Mehr als 290 Menschen wurden festgenommen
Queere Szene fürchtet angesichts des Hassverbrechens in Greenwich Village einen Anstieg von homophober Gewalt
Ein Fünftel der Lesben und Schwulen wird im Job diskriminiert - Abhilfe schaffen könnten mehr Vorbilder, sagt Markus Knopp von Austrian Gay Professionals
Lesben- und Schwulen-VertreterInnen zeigen massiven Anstieg an Gewalttaten auf - Konservative Kräfte radikalisieren sich
Gilt allerdings nur für jugendliche Mitglieder - Monatelanger Streit vorerst beendet
Gleichstellung und Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule können nicht über die weiter massiven Vorurteile gegen Homosexuelle hinwegtäuschen
Protestaktion gegen Gesetzesentwurf des Justizministeriums - Öffnung der Ehe gilt als unwahrscheinlich
Das Gesetz kann nun endgültig in Kraft treten - GegnerInnen sprechen von Provokation und wollen Proteste fortsetzen