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Unter dem Motto "Als die Bilder lügen lernten" stellten sich SPÖ und SJ den Fragen der PassantInnen.
Wien - Für ein neues Bildbearbeitungsgesetz bei Werbefotos machten sich am Mittwoch die SPÖ-Frauen und die Sozialistische Jugend (SJ) bei einer gemeinsamen Straßenaktion am Wiener Schwedenplatz starl. "Die perfektionierte Schönheit in der Werbung wurde künstlich geschaffen. Die Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht das zu erfahren. Wir schlagen daher eine Kennzeichnungspflicht für bearbeitete Fotos vor", betonte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz bei der Aktion. Der Vorschlag der SPÖ: Die Kennzeichnungspflicht soll wie eine Ampel funktionieren: grün, gelb, rot. Ein kleiner Punkt am Rande des Bildes soll zeigen, wie sehr das Bild bearbeitet wurde.
Mitverantwortung für Unbehagen im eigenen Körper
Gerade Jugendliche würden oft unter dem übertriebenen Schönheitsideal leider, das durch Medien und Werbewelt vermittelt wird."Die Bilder sind mitverantwortlich dafür, dass sich mehr Menschen denn je unzufrieden in ihrer Haut fühlen", so die frauenpolitische Sprecherin der Sozialistischen Jugend Laura Schoch. "Schon 13-Jährige beginnen mit Diäten, Essstörungen nehmen immer mehr zu und Schönheitsoperationen werden alltäglich", bekräftigt Julia Herr, frauenpolitische Beauftragte der SJ. Bei der Aktion am Schwedenplatz wurden Passantinnen und Passanten eingeladen anhand von bearbeiteten Fotos den Grad der Bildbearbeitung einzuschätzen. (red, dieStandard.at, 11.7.2012)
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...einfach unter jeden manipulierten Foto "Serviervorschlag" dazuschreiben! Klappt bei den Produktfotos auf Fertiggerichten auch bestens und jeder weiß das die zubereitet auch nie so aussehen wie auf der Verpackung. ;)
Naja, die Frage ist ob man Unsicherheiten uns fehlendes Selbstwertgefühl per Gesetz bekämpfen kann/soll...
mich machen nicht die werbungen unsicher, sondern vielmehr die absolut unvorteilhaften schnitte vieler kleidungsstücke, die nach schema f für dürre menschen mit langen beinen gemacht werden.
wenn man dann von natur aus ein bisschen anders gebaut und vor allem kleiner ist, schaut man durch die finger.
den designern diverser modelabels sollten mal die augen aufgehen, dass es nicht nur wandelnde idealmaße gibt.
Es geht nicht darum, Bearbeitung zu verbieten, davon spricht niemand. Die "künstlerische" Freiheit wird ja dadurch nicht eingeschränkt, schließlich dürfen wir ja weiter Bilder bearbeiten. Diese Bearbeitung zu kennzeichnen ist mmn sehr wichtig- schließlich ist allen, die schonmal Stundenlang vor dem Bild eines Models gesessen sind und dieses bearbeitet haben, klar, welches Bild sie hier erschaffen.
Ich bin selbst ausgebildete Werbegrafikerin und befürworte diese Vorschläge- denn eine Kennzeichnung tut niemanden weh.
Denn es gibt wohl kein digitales Bild, das nicht nachbearbeitet wurde. Wenn diese Kennzeichnung dann aber überall droben ist, wo bleibt dann der Effekt?
Und gibts solide Studien, die die Wirksamkeit einer derartigen Kennzeichnung untermauern, die den Aufwand rechtfertigen würde? Ich mein a la "soundsoviel Prozent der Jugendlichen haben Essstörungen, und mit der Kennzeichnung werdens dann soundsoviel Prozent weniger"?
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