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Kabul - Die afghanischen Taliban haben eine Verwicklung in die auf einem Video dokumentierte Hinrichtung einer mutmaßlichen Ehebrecherin bestritten. Die Anschuldigungen von Regierungsvertretern in Kabul seien "völlig falsch und unbegründet", erklärten die Islamisten am Donnerstag auf ihrer Internetseite. In ihrer dort veröffentlichten Stellungnahme gaben sie an, den Fall untersucht zu haben. Die Frau sei auf Grundlage einer "Entscheidung von örtlichen Bewohnern" getötet worden, erklärten die Taliban.
Am Sonntag hatte ein Video international für Empörung gesorgt, das die öffentliche Hinrichtung einer jungen Frau in einem Dorf rund hundert Kilometer nördlich von Kabul zeigte. Darauf ist zu sehen, wie die Frau unter den Anfeuerungsrufen Dutzender Männer erschossen wird. Behördenangaben zufolge war ihr vorgeworfen worden, ihren Ehemann, einen Taliban-Kämpfer, mit einem Taliban-Kommandanten betrogen zu haben. Öffentliche Hinrichtungen waren in Afghanistan während der Herrschaft der Taliban von 1996 bis 2001 üblich. (APA, 11.7.2012)
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