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Es sind gar nicht so sehr die Inhalte, die eine Zitrone verdienen. Serien und Realityshows (ja, auch "Frank - Der Weddingplaner") können durchaus unterhalten oder auch für 90er-Jahre-Nostalgie sorgen (z. B. mit "Melrose Place"). Nein, mit einem kulturpessimistischen Rundumschlag gegen die verlotterten Inhalte im Fernsehen hat diese Zitrone nichts zu tun.
Sie hat vielmehr damit zu tun, wie ein Unternehmen mit jenen umgeht, deren Herz es eigentlich erobern will: mit seiner Kundschaft. Denn die behandelt der neue TV-Sender wie Vollidiotinnen - jawohl, mit kleinem "i", denn Sixx ist ein "Frauensender". Oder für "Mädels", wie uns der Sender auf seinen Plakaten auch anspricht.
"Mädels, euer Fernsehen ist da", gackert von diesen ein Hendl mit Krönchen auf dem Kopf und langen Wimpern. Auch auf der Website von Sixx werden Frauen als indifferente Gruppe angesprochen, die ihr Frauen-Interessen-Gesamtpaket vorgesetzt bekommen: "Mein neues Leben" samt Tipps zum "Style" und natürlich auch das Horoskop - diese Themen gehören nicht nur den Frauen, sondern interessiert sie sich für das eine, mag sie auch das andere. Ist so, war schon immer so, wird auch immer so bleiben.
Kinder versorgt?
So kann man auch alle Frauen als Mamas mit tendenziell schlechtem Gewissen ansprechen, trifft doch eh auf alle zu - und wenn nicht, wird's ja vielleicht noch was. Mit dem Kind, dem schlechten Gewissen oder mit beidem. "Die Kinder sind versorgt, und ich kann Sixx schauen", heißt es vor den Werbepausen. Na, wenn das so ist, darf sie sich ja beruhigt zurücklehnen.
Und natürlich fehlt auch Sex in der Werbelinie des TV-Senders nicht. Auf der Website wird frau mit dem Bild eines zerrupften Huhnes und dem Spruch "Mädels, macht's euch selbst! Jetzt zum Extase-Huhn" zu einem Video gelotst, das nur durch reges Weiterklicken endlich seinen eigentlichen Zweck enthüllt, nämlich anzuleiten, wie Sixx am TV-Gerät eingestellt werden kann. Bis es jedoch so weit ist, muss auf Buttons geklickt werden, die jeweils ein Stöhnen einer Frau und Wörter wie "weiter, härter, schneller, fester" aufscheinen lassen - nach einem besonders intensiven Stöhnen erscheint wieder das zerrupfte Hendl inklusive "Mädels, macht's euch selbst!".
Über die einzelnen Sendungen und Formate auf Sixx kann gestritten werden. Doch diese gibt es auch auf anderen Sendern, auf die wegen der unsagbar niveaulosen Werbelinie von Sixx ausgewichen werden sollte. Denn wir folgen dem Ruf vieler LeserInnen: zitronieren und boykottieren! (beaha, dieStandard.at, 12.7.2012)
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Liegt es daran, dass man sich von "Österreich" eh nichts anderes erwartet? Ich für meinen Teil finde jedenfalls die aktuelle Kampagne des Fellner´schen Krawallblattes wesentlich provokanter. Ein Kommentar dazu findest sich hier:
http://www.goodnight.at/content/i... esterreich
mal nicht weiter wissen
oder sie der anstand einholt, und sie nicht mehr betrügen und heucheln wollen, dann kommen sie hierher und sehen sich an, dass ihr tun doch gar nicht so schlimm ist
wenn man schon zitronen verteilt dann sollte man sich mal überlegen ob man lieber erstmal vor der einen türschwelle kehrt
oder wie ging das schöne sprichwort: man sieht den dorn im auge des anderen aber den balken im eigenen nicht
ihr macht dieselbe werbung hier auf eurer seite, aber sixx ist ja böse weil sie die werbung machen
charakterlich das letzte
DMAX hatte da auch mal diese Werbung, die sich auf direkt auf die Zielgruppe - Männer - gerichtet hat.
Tja, ich als Mann fand die Werbung super. Auch wenn man(n) damit in eine Schublade gesteckt wird.
http://youtu.be/U2wFy7fNo_s
PS: Meine Frau schaut Bledsinn-serien (inkl. scripted Reality Mist !!!) am Nachmittag, ich die Dokus auf den NatGeo, Discovery, History etc Sendern am Abend.
Tja, Zielgruppen sind nicht nur chauvinistische Propaganda, sondern treffen auch oft zu :)
wie man sich über sowas aufregen kann und gleichzeitig akzeptiert, dass im Ö3 Verkehrsfunk immer noch ausschließlich von Geisterfahrern (ohne Binnen-Zeugs) gesprochen, selbst wenn man weiß und dazu sagt, dass es sich um eine Frau handelt.
Auch kann ich mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal von einer Steuerhinterzieherin gehört habe...
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