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Nadezhda Tolokonnikova von "Pussy Riot".
Moskau - Wegen eines kremlkritischen Auftritts in der größten russischen Kathedrale sind drei Mitglieder der Punkband Pussy Riot offiziell angeklagt worden. Die jungen Frauen - zwei von ihnen Mütter kleiner Kinder - sollen mit der Aktion in der Moskauer Erlöserkathedrale religiösen Hass geschürt haben.
Nadeschda Tolokonnikowa (22), Maria Aljochina (24) und Jekaterina Samuzewitsch (29) drohen wegen Rowdytums sieben Jahre Haft. Die Verteidigung kritisierte, es gebe noch viele "weiße Flecken". Die Anklage stütze sich alleine auf ein künstlerisch gestaltetes Video, sagte Anwalt Nikolai Polosow am Donnerstag der Agentur Interfax. Die Frauen gelten als politische Gefangene. (APA, 12.7.2012)
Alechina hatte elf Tage Nahrungsaufnahme verweigert - Haftbedingungen gelockert
Tschechien gewährt dem Kritiker Asyl - Er wollte nicht mit "Lügnern und Heuchlern in einer Kirche" sein
Haftstrafe bis zu drei Jahre droht - KritikerInnen orten weiteren Druck auf die Zivilgesellschaft
Zwei Professorinnen erinnerten in Moskauer Kirche an "Punkgebet" - Laut Polizeisprecher wurden die Frauen nach einem Verhör wieder freigelassen
Jekaterina Samuzewitsch fürchtet neue Anklage nach Verbot von Internet-Videos - Ehemalige Anwälte werfen ihr vor, mit Justiz und Kreml eine Absprache getroffen zu haben
Klägerinnen führen an, in ihrem Verfahren sei unter anderem gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Folterverbot verstoßen worden
Maria Alechina kritisiert die Haftbedingungen im Arbeitslager scharf - Es komme zu Todesdrohungen und einer "Sklavenmentalität"
Aljochina beantragte Haftaufschub, damit sie sich besser um ihr Kind kümmern könne
Internetseiten wurden blockiert - Laut Gutachten verletze das Punk-Gebet Gläubige und verberge Aufrufe zu Aufruhr und Ungehorsam
Jekaterina Samuzewitsch sieht ein Umdenken in der russischen Gesellschaft
Yoko Ono zeichnet verurteilte Punkmusikerinnen mit hoch dotiertem Friedenspreis aus
Russischer Regierungschef vom Protest jedoch "angewidert" - Am 1. Oktober entscheidet Gericht über Einspruch
Ex-Präsident Gorbatschow meldet sich zu Wort: "Ernsthaftes Gespräch" statt ungerechter Strafe hätte gereicht
Bewunderung für Punkband "Höhepunkt der Geschmacklosigkeit": Premier Necas um Export in die Großmacht besorgt - Außenminister Schwarzenberg kontert
Man müsse "die Gefühle der Gläubigen schützen", so der russische Präsident - Zudem versuche er, nichts mit dem Fall zu tun zu haben
Hasst Putin, aber liebt ihr Land: Nadeschda Tolokonnikowa gibt sich im "Spiegel"-Interview kämpferisch wie auch patriotisch
Die Tat ereignete sich nur kurz nach einigen Solidaritätsaktionen für die drei Musikerinnen von Pussy Riot
Fahne als Zeichen der "Bewunderung" für russische Aktivistinnen gehisst
Mit dem Online-Spiel von Magnus Vulp kann mensch jetzt spielerisch gegen das Pussy-Riot-Urteil demonstrieren
Viele Gründe werden für das mediale Interesse an Pussy Riot gesucht - Mit Feminismus oder aktivem Handeln sollte es aber lieber nichts zu tun haben
Weitere Mitglieder der Frauenband zur Fahndung ausgeschrieben - "Pussy Riot" lässt indes Namen als Marke schützen
Maria Aljochina soll Arm verdreht worden sein - Menschenrechtsbeauftragter des Kreml Fedotow insistiert puncto Urteil auf "historischem Justizirrtum"
Anzeige wegen Störung der Religionsausübung, Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Versammlungsrecht gegen AktivistInnen in Deutschland
Netschajew kritisiert "Verzerrungen" in medialer Berichterstattung und öffentlicher Debatte
1)putin soll jetzt schon als gott verehrt werden und kritik an ihm ist kritik an der putin-religion.
2)die zuhörer am konzert waren gläubige christen und die sind doch sehr gut im hassen von menschen, die sich nicht so benehmen, wie sie es gerne hätten und die band hat dieses denken noch unterstützt.
für das schüren von "religösem hass" fallen mir sonst keine vernünftigen möglichkeiten ein worauf sich eine anklage mit diesem wortlaut aufbauen lässt.
Es ist ohne Zweifel eine schlimme Sache, wie man in Russland mit politischen Gegnern umgeht, und ich wünsche ihnen einen fairen Prozess und vor allem die baldige Freiheit. Allerdings würde ich das, nachdem ich gestern eine Probe ihres "Gesangs" auf FM4 gehört habe, an die Bedingung knüpfen, dass sie nie mehr wieder einen Ton singen dürfen! ;)
Natürlich sind das politische Gefangene! Was sonst?
Putin schränkt Freiheit & Menschenrechte sukzessive ein: http://www.heise.de/newsticke... 37218.html
Vielleicht ist man im Westen schon beruhigt, weil er nicht gleich Millionen Menschen gekillt hat? Ist ja alles schon vorgekommen, nachdem Katharina die Grosse nicht mehr da war ...
Wenn er Größe und Character hätte, würde er akzeptieren können oder es sogar gut finden, dass es Leute gibt, die sich trauen, gegen ihn aufzutreten.
Und: Nona fürchtet er sich davor, dass ihm Zurückhaltung als Schwäche ausgelegt wird.
heute sind es 3, morgen 300 und übermorgen vielleicht 30000, ... und davor hat Putin Angst.
als Warnung und Abschreckung für andere wird Putin diese drei Damen drakonisch bestrafen, wie Chodorkovsky
Ja, wenn man ihn für einen jämmerlichen Feigling hält. Selbst 3000 politische Gegnerinnen sind egal, wenn man 30 Millionen Fans hat.
Und wenn man die als Staatschef oder Präsident nicht hat, dann ists einfach nur armselig, auf 3 junge Frauen einzudreschen.
Ich hab ihn eigentlich für hart, aber mit mehr Größe gehalten.
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