Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Neu Delhi - Ein Dorfrat im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh hat Medienberichten zufolge Liebesheiraten verboten. Der Rat in dem Dorf Asara nur etwa 40 Kilometer von der Hauptstadt Neu Delhi entfernt habe außerdem Frauen unter 40 Jahren die Nutzung von Mobiltelefonen sowie unbegleitete Marktbesuche untersagt, berichteten die "Times of India" und andere indische Medien am Freitag übereinstimmend.
Die Mitglieder des Gremiums seien der Meinung, dass die Maßnahmen dem Schutz "naiver" junger Männer und Frauen dienten und gesellschaftliches Übel abwendeten.
"Im Stil der Taliban"
Die Zeitung "The Hindu" schrieb von Anordnungen "im Stil der Taliban". Die "Hindustan Times" berichtete, Asara sei ein muslimisch geprägtes Dorf. In dem Dorfrat (Panchayat), der die Beschlüsse bereits am Mittwoch gefällt haben soll, seien aber auch AnhängerInnen anderer Religionen vertreten.
In Indien werden besonders auf dem Land die meisten Ehen von Eltern arrangiert. Liebesheiraten sind die Ausnahme, nehmen aber in den Städten zu. Vor der indischen Verfassung sind Frauen Männern gleichgestellt. Vor allem in ländlichen Gebieten werden sie aber weiterhin diskriminiert. (APA, 13.7.2012)
Link
Gilt allerdings nur für jugendliche Mitglieder - Monatelanger Streit vorerst beendet
Die Parade war für Samstag geplant - Kommissionssprecher mahnt Grundrechte wie Versammlungsfreiheit ein
Die AK-Studie über Wiedereinstiegsprobleme nach der Karenz zieht eine politische Diskussion entlang bekannter Parteilinien nach sich
Verjährungsfrist bei sexueller Belästigung auf drei Jahre ausgedehnt - ÖVP bremste "levelling up" aus
Unterschriftensammlung gegen die Pläne der konservativen Regierung die Corridas zum nationalen Kulturerbe zu erklären
Neue App soll Teilnahme erleichtern - Sandra Frauenberger und Martina Wurzer: EU-weites Verbot sexistischer Werbung nötig
Saransh Dua hat vor zwei Jahren GotStared.at gegründet, um jungen Leuten zu vermitteln, dass sexuelle Belästigung und sexistische Witze nicht cool sind
Alechina will die Teilnahme an Verhandlung um Haftaussetzung erwirken - Anhörung auf Donnerstag vertagt
Medienfrauen debattierten beim Weltkongress des Internationalen Presseinstituts - Expertinnen einig: Journalistinnen sollten auch in Krisengebieten eingesetzt werden
Alimentationszahlungen sollen bei Berechnung der Wohnbeihilfe angerechnet werden - "Bündnis 8. März" warnt vor Armutsgefährdung
Gesetzesinitiative zum Gewaltschutz von Frauen von Islamisten vereitelt
Sportfunktionär regte an, Stadien auch für Frauen zu öffnen und für sie 15 Prozent Sitzplätze zu reservieren
NGOs protestieren gegen Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit - Parlament soll Regierungsgesetz kippen
Enquete der Frauenministerin und der Plattform 20.000 Frauen fragt nach praktischen feministischen Gegenstrategien
Ina Praetorius vermisst in der Schweizer Grundeinkommen-Debatte das Thema Sorgearbeit – Nun wurde auch eine Schweizer TV-Sendung für ihre einseitige Darstellung gerügt
Christine Baur übernimmt die Agenden der von ihr stets kritisierten Landesrätin Zoller-Frischauf – "Kaffekränzchen-Sager" werde es bei ihr nicht geben
Emel Zeynelabidin hat dreißig Jahre ein Kopftuch getragen – Heute steht sie der Verhüllung als religiöse Praktik kritisch gegenüber
Frauensprecherin Martina Wurzer fordert gezielte Umbenennungen nach Berliner Vorbild
"Europa geht anders" mahnt eine Kehrtwende der EU-Politik ein und fordert Regierung auf, gegen den geplanten Wettbewerbspakt zu stimmen
Offenbar erstmals öffentliche Stellungnahme zu dem Fall - In einem Blog bezeichnete sie sich als "Opfer eines Angriffs" vor drei Jahren
Umgang mit Zwangsprostituierten im zweiten Weltkrieg ist seit Jahren ein Streitpunkt in Japan, China und Korea
Diskriminierung wegen Sexualität oder Religion beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen weiter erlaubt - Kleine Änderungen bei Stelleninseraten
Die kürzlich verstorbene Frauenrechtlerin Hannelore Mabry schied als Mitgründerin der Neuen Frauenbewegung in Deutschland die feministischen Geister. Eine Würdigung
Deutsche Kanzlerin lud erneut zum Demographiegipfel nach Berlin
Ultraorthodoxe störten die Frauen beim Gebet - Das Gericht erlaubte den Frauen jedoch ihr religiöses Ritual
1. Liebesheirat gibts net (außer im Dreigroschenroman) 2. Handytelefonieren zu 99,9 überflüssig 3. Frauen erregen (ob man/frau es abstreitet oder net) nach wie vor Männer 4. Männer sind schwach.....daher: ganz so unrecht hat der Dorfrat nicht.
wenn männer so schwach sind und wegen einer frau gleich extrem erregt sind, warum sperrt man dann nicht diese unkontrollierbaren affen ein anstatt die frauen extrem zu kontrollieren?
weil solche argumente nur als ausrede für modernes sklaventum herhalten muß? weil Tradition, welche ja für gew überhaupt keinen sinn macht und wenns menschenverachtend ist eine ausrede benötigt?
wir diskutieren das auch im gemeinderat (unser dorf hat 1200 einwohner), wir überlegen frauen in ummauerte heime einzusperren, damit wir männer nicht mehr deren erregenden anblick ausgesetzt sind. wichtig ist, dass sie sich nicht reproduzieren können, damit sie bald aussterben und somit wir mänenr eine heile welt haben und uns in ruhe kunst, philosophie und wissenschaft widmen können.
bevor wir das amchern, müssen aber erst mal die sexroboter perfekt sein, weil ein bißchen spaß braucht mann ja. gelegentlich, nicht so wie die frauen, die rund um die uhr an sex denken.
der indische dorfrat liest mal die zeitung und da steht, dass in einem winzig kleinen, unbedeutendem land, irgendwo in den bergen und wäldern europas eine frauenministerin agiert, die sogar eine frauenquote fordert weil die frauen da so super sind. was denkt sich der dann, der dorfrat?!? das würd mich mal interessieren.....
Reichlich absurd dass ein Dorfrat solche höchstpersönlichen Freiheiten überhaupt einschränken kann - muss doch verfassungswidrig und somit automatisch ungültig sein. Dagegen ist ja sogar der einem Krebsgeschwür gleich wuchernde Schweizer Föderalismus noch harmlos.
Aber in Indien wie auch in Österreich gilt: am Land sind die Menschen besonders rückständig.
Kann dann - wenn es lt. Verfassung entsprechend geregelt ist - nicht die indische Regierung solchen Dorfräten geschlechterspezifische Entscheidungen erst nach Prüfung durch ein entsprechendes Gremium zu fällen erlauben?
Hat jemand den Satz nicht verstanden? Ich tu mir schwer damit...
'
Der Panchayat hat weitgehende Autonomie, lokale Entscheidungen zu treffen, haben sich aber an die indische Gesetzgebung zu halten. Allerdings haben derartige Entscheidungen soviel ich weiss keine Gesetzeskraft, sondern sind eher wie lokale Verordnungen zu sehen.
Wobei, ich wüsste jetzt nicht was passiert, wenn eine moderne Inderin aus Delhi oder Mumbay (bzw. eine Ausländerin) in das Dorf käme und ganz provokant am Marktplatz mit ihrem Handy zu telefonieren begänne...?
Bei der Umsetzung von Gesetzen in Indien darf man nicht von (mittel-)europäischen Maßstäben ausgehen. Da haben die örtlichen moralisch-politischen Instanzen das Sagen, ganz gleich, was in den Gesetzestexten, von der Kommunalverordnung bis hin zur Verfassung, steht.
Der Westen sagt, den Frauen geht es in Indien und Saudi Arabien schlecht. Punkt. Aus. So ist es eben. Aus westlicher Sicht. Gibt es auch, darf es auch eine andere Sichtweise geben? Im Osten offensichtlich genauso wenig wie im Westen. Nix Neues unter der Sonne.
Geschlagen, versklavt, vergewaltigt..... alltag am land. Ich denke, daß gefällt auch indischen frauen nicht
also auch aus indischer sicht, wo frauen sehr sehr oft selbstmord begehen um aus den gewaltreichen Kontrollen der familien zu entgehen, denke ich, daß frauen dort sehr arm sind.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.