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Kopenhagen/Stockholm - Anja Pärson, 31-jährige Skilegende und erfolgreichste Sportlerin aller Zeiten in ihrem Land, hat im schwedischen Rundfunk vor mehr als einer Million ZuhörerInnen von ihrem Weg zum Coming Out und den Schwierigkeiten berichtet, offen in einer lesbischen Beziehung zu leben. Das erste öffentliche "Bekenntnis" zu ihrer Partnerin verglich sie mit einer Höllenfahrt auf Skiern: "Ich heiße Anja Pärson und stürze mich jetzt auf den steilsten Hang meines Lebens", sagte sie in der Sendung "Sommaren", einer Sommer-Serie des Senders SR.
Pärson erzählte am Mittsommertag vor einem Mikrofon ihrer Heimatstadt Umea, wie sie dort in einer Modeboutique auf Filippa Radin stieß: "Ich war immer fasziniert von starken Frauen, gerade weil ich mich selbst als schwach empfunden habe." Die Boutique-Inhaberin und der Ski-Star freundeten sich an, waren ein paar Jahre "Kumpels". Gedanken an eine lesbische Beziehung lagen ihr fern. Filippa nahm die Sache in die Hand: "'Ich glaube, ich liebe dich', sagte sie plötzlich eines Tages. Das wusste ich doch, und 'ich bin in dich verliebt', dachte ich still bei mir."
"Höllische Angst"
Zuerst kam laut Pärson aber nur "höllische Angst" und es dauerte, bis man eine Beziehung einging. Das Paar entschied sich über mehrere Jahre dafür, die Beziehung erst drei Monate nach dem Ende der aktiven Skikarriere Pärsons im März öffentlich zu machen. Der Skistar selbst fühlte sich nicht als Lesbe: "Ich stand auf Männer und hatte sieben Jahre mit einem zusammengelebt." Pärson wehrte sich auch gegen den Zwang zum "Bekennen": "Findet ihr es gerecht, dass man sich dazu äußern muss, wenn man mit einer Person desselben Geschlechts zusammen ist?" Wobei das Problem nicht nur das Verhältnis zur Homosexualität sei: "Der Hunger auf Details aus dem Privatleben Prominenter scheint bei gewissen Leuten grenzenlos zu sein."
Das mittsommerliche Radioprogramm schloss Pärson mit einer Happy-End-Information: "Ich habe fast neun Monate gewusst, was ich in Zukunft tun werde. Ich werde Mama." Zwei Wochen später twitterte sie die Geburt des "schönsten kleinen Buben auf der Welt" in alle Welt. Dass Filippa das Kind zur Welt brachte, teilte das Paar nicht direkt mit. (APA, 19.7.2012)
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Will man zu dritt ein Kind grossziehen?
Oder haben sich 2 Frauen und ein Samenspender darauf geeinigt einem Kind absichtlich einen Vater vorzuenthalten, damit die eigenen Wünsche umgesetzt werden können? Ich finde, das wäre äusserst egoistisch.
Gibt haufenweise Pflegekinder und Kinder in Heimen, denen alle "der Vater vorenthalten" wird, meist die Mutter auch noch und zwar, weil die sich oft nicht scheren um ihren Nachwuchs. Oder wenn jemand als Single lebt und ständig wechselnde PartnerInnen hat...
Wichtig ist doch, ob man ein Kind liebt und es gut behandelt, egal ob es zwei Frauen, zwei Männer oder zwei Elefanten sind, die das tun!
Wenn ein Kind in ein Heim landet, ist es das Ergebnis eines Schiksalsweges. Den Eltern zu unterstellen, dass sie vor der Zeugung eine vaterlose oder mutterlose Lebenssituation für ihr Kind gewünscht und beabsichtigt hätten wäre zu weitgehend und Spekulation. Und das vergleichende Beispiel von Kindern die in einer Lebenssituation sind, die sich ohnehin keiner für ein Kind wünscht, ist wohl nicht gut geeignet um die Lebenssituation des Kindes der Lebensgefährtin der Pärson zu rechtfertigen!
Auch wird dem Kind ein Vater nicht vorenthalten, weil dieser schädlich für das Kind wäre. Das Kindeswohl Argument trifft hier also auch nicht zu!
So, wie viele Väter sind, ist es in vielen Fällen ganz sicher gut, wenn er enem Kind vorenthalten wird. Ein Kind kann ohne Vater allemal besser aufwachsen als ein Kind ohne Mutter, die Mutter kümmert sich um das Kind von Anfang an, der Vater will nur die Lorbeeren ernten, nicht mal in Karenz gehen etc....
Kinder sind nun mal weder Privatsache noch Eigentum. Ich finde es darf jedem etwas angehen, wie es Kindern in der Gesellschaft geht und ob sie ihren Bedürfnissen entsprechend grossgezogen werden. Ich finde Kinder haben diesen Anspruch auf besondere Aufmerksamkeit. Hätten sie diesen Anspruch nicht, wäre eine gute Jugendwohlfahrt auch keine Selbstverständlichkeit. In diesem Fall geht es natürlich vor allem den Schweden etwas an. Aber als Europäer und, weil diese Diskussion derzeit in Österreich besonders relevant ist (Bioethikkommission usw.) habe ich meine Meinung gepostet.
Auch geht es hier sicherlich nicht um Verwahrlosung oder missbrauch.
Hier geht es darum, dass einem Menschen eine einmalige und besonders schöne Beziehungsform absichtlich (im Gegensatz zu einem Schiksalsschlag) vorenthalten wird, obwohl er absolut das Vermögen hätte sie zu erleben und geniessen. Darüber muss nicht nur eine ethische Diskussion möglich sein, sondern sie wird auch aktuell in Österreich geführt. Letztlich wird in einem demokratischen Prozess entschieden werden ob es diesbezüglich rechtliche Änderungen geben wird. Ich bin eher dagegen, Sie vermutlich dafür - damit kann ich leben.
ob nun zwei Frauen oder zwei Männer, wenn sie sich für ein gemeinsames Kind entscheiden, dann soll dem so sein.
Warum sollen sie dies besser oder schlechter können als ein "klassisches" Paar.
Und überhaupt, Ansichten wie ein Kind braucht einen Vater und Egoismus in dieser Sache halte ich für entbehrlich.
Experimenten nachweisen: Z.B.: Hören Sie sich 2 wochenlang ausschliesslich Lieder mit männlichen Vokalisten an. z.B. Clapton, Dylan - was sie gern haben. Aber konsequent - ob mp3, Radio, TV, live. Nach 2 Wochen werden sie froh sein wieder weibliche Vokalisten zu hören, ev. sich danach sehnen! Es handelt sich um eine erlebte Deprivation. Analoges kann man auf der optischen Wahrnehmungsebene zeigen. Auch Kindern steht Wahrnehmungsdiversität und Beziehungsdiversität zu. Geschlechtsspezifische Unterschiede der Eltern sind in dieser Hinsicht fundamental wichtig. Ich meine es ist am Besten, wenn Kleinkinder Verschiedengeschlechtlichkeit durch die Menschen die sie am meisten vertrauen bzw. mit denen sie regelmässig interagieren erleben dürfen.
Kindes ab). Sie präferieren die Wahrnehmung (+Interaktion, Kommunikation mit) ihrer Eltern gegenüber allen anderen Wahrnehmungen. Daher konfrontiert man Kleinstkinder mit Verschiedengeschlechtlichkeit am besten in dem man ihnen Vater + Mutter bietet. Besser geht es nicht.
Wir hängen vielfältige Farben und Objeke über dem Kinderbett um ihre Sinne zu stimulieren, aber die
geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Mutter und Vater stellen eine besonders wichtige, interessante und prägende Quelle von Erlebnisvielfalt für Kleinstkinder dar - sie lieben die männlichen und weiblichen Eigenschaften von Mama und Papa! Später stellen diese für ihre Kinder auch optimale Rollenbilder dar weil immer verfügbar und einmaliges Vertrauen gegeben ist
verschiedengeschlechtliche Eltern erleben nicht nur umgehen, sondern interessieren sich dafür, freuen sich ganz natürlich daran. Beziehungsdiversität ist eine Quelle von Wahrnehmungsdiversität für Kleinkinder. Ich nehme jedenfalls mein Recht auf Beziehungsdiversität beinahe täglich in Anspruch, dazu gehört unbedingt die Kategorie des Geschlechtes! Ich frage mich wie man man guten gewissens Kleinkindern das selbe Recht absichtlich vorenthalten kann. Erzieherischen Grund dafür gibt es nicht. Ich wünsche mir, dass Kinder eine Vaterbeziehung und Mutterbeziehung kennenlernen dürfen, und dass sie männliche und weibliche Rollenbilder in den Menschen finden die sie am meisten vertrauen.
Der Kollege wollte humoristisch/sarkastisch darauf hinweisen, dass die Beziehungspartnerschaft der Anja Pärson jedem völlig egal sein sollte, gleichgültig ob dies mit einem Mann, mit einer Frau oder sogar mit einem Pylonen (in Österreich würde man da eher einen Hydranten als Metapher verwenden) gelebt wird.
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