"Ehrenmord": 705 Frauen im Jahr 2011 getötet

20. Juli 2012, 16:37

Die Frauenorganisation Aurat berichtet von einem siebenprozentigen Anstieg - Die Dunkelziffer von Gewalt gegen Frauen sei hoch

Islamabad - Mindestens 705 Frauen sind nach einem Bericht im vergangenen Jahr in Pakistan durch sogenannte Ehrenmorde getötet worden. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Todesfälle um rund sieben Prozent gestiegen, teilte die Frauenrechtsorganisation Aurat mit. In 89 Prozent der Fälle seien die beschuldigten Täter von Gerichten anschließend freigesprochen worden.

Ehrenmorde würden meist von Männern an Frauen in der eigenen Familie begangen. Grund sei oft der Vorwurf gegen die Frauen, unverheiratet eine Affäre ohne die Erlaubnis der Familie gehabt zu haben. Zudem gebe es nach Angaben von Aurat eine hohe Dunkelziffer von Gewalt gegen Frauen in Pakistan. (APA, 20.7.2012)

Link

Aurat

Kommentar posten
22 Postings

Was soll man dazu überhaupt sagen?

Eine Gesellschaft deren Sexualmoral dermaßen pervertiert ist, dass (sogar vermeintliches, oder behauptetes) von den Regeln abweichendes Verhalten mit der Ermordung einer Tochter/Schwester endet, ist völlig inakzeptabel.

Dem kann und muss auch nicht das geringste Verständnis entgegen gebracht werden. Trauer, Mitleid und Abscheu, mehr bringe ich nicht zusammen.

viel !
weiß wer kompensiert der muselman, mit diesem konzept, so übliche eifersuchtsgeschichten.
geht das dann in einem aufwaschen, oder kann man damit rechnen dass da auch noch einige dazu kommen.

weil von der beziehungskonstellation, ist es ja irgendwie unseren beziehungsdramen ähnlich.

sind bei uns auch gar nicht mal so wenig. halt nicht traditionell/gesellschaftlich verankert.

Ob Ehrenmorde in Pakistan oder Witwenverbrennungen in Indien,

es hält uns nicht davon ab, diese Staaten als Verbündete und als Demokratien zu bezeichnen.

Wie würde die Berichterstattung klingen, wenn es so was im Iran gäbe?

Das gibts überall in der islamsichen Welt

In der türkischen Presse wird das auch angesprochen und man versucht dagegen zu agieren in der Türkei sind es glaube ich so 50 Fälle im jahr, aber ich kenne Fälle auch vom Kosovo.

Es gibt aber auch was anderes ermordung der Braut wenn sie die ehe nicht eingehen will usw

wie kommen Sie drauf, dass es dort so etwas nicht gibt?

Ist die kurdische Kultur denn im Iran so anders als in der Türkei uns im Irak?

Religion des Friedens.

Aber Hauptsache...

...die Religionsfreiheit respektieren. Nicht?
Hauptsache, die Nazikeule schwingen, wenn etwa Deutschland sich gegen barbarische Riten äußert.

was soll das jetzt mit Religionsfreiheit zu tun haben?

Geht es Ihnen einzig und allein darum auf Religion zu schimpfen, egal ob mit oder ohne Grund?

ja, gegen so eine dodlreligion schimpfe ich schon immer wieder gerne.

da gibts genug anlässe, und wenn es gerade keine gibt (jetzt gerade verhalten sich zB 100e mio. ein monat land ziemlich dämlich) , trotzdem immer wieder gerne.

Das hat mit Religion schon was zu tun!

Denn diese abscheulichen Untaten sind durch die dort dominierende Religion legitimiert; Religion und Recht werden nicht getrennt. Speziell Frauenrechte gibt es nicht in unserem europäischen Sinn.

Können wir dieser Religion daher jene Freiheit gewähren, die wir den christlichen oder jüdischen zugestehen?

ich wollte posten, dass die Unzucht im Islam eines der schwersten Verbrechen ist.

Laut Koran mt Peitschenhieben zu bestrafen und laut Hadith mit Steinigung bei Verheirateten. Ich schließe daraus, dass es sein könnte, dass manche Gläubige daher wenig Unrechtsbewusstsein haben, wennn sie das Recht in die eigene Hand nehmen.

na wenn Sie´s sagen

dann werden Sie schon das passende Vorurteil dafür haben,

die passende Quelle wohl eher nicht

Ibn warraq lesen hilft

wenn´s Ihnen so geholfen hat, dann können Sie mir sicher mit einer Zusammenfassung seiner Erkenntnisse oder einem Zitat weiterhelfen?

Für mich haben Ehrenmorde noch weniger mit dem Islam zu tun als Hexenverbrennungen mit dem Christentum.

laut koran muss ein mann vier augenzeugen für den ehebruch seiner frau haben, um sie dessen beschuldigen zu können. das ist eine sehr hohe hürde und schützt, wenn man die religion ernst nimmt, vor diffamierung.
eine rückbesinnung auf den koran hat für viele frauen genau diese bedeutung: ihre rechte abzusichern. ehrenmorde widersprechen dem koran.

Das strukturelle Problem: wenn ein Grund für Mord nicht strafrechtlich verfolgt wird, wird genau dieser Grund immer vorgeschoben. Zu Pakistan gab es dazu schon vor über 10 Jahren eine Studie: für einen normaler Mord (Konflikt um Land, etc.) bleibt man straffrei, wenn noch eine Frau ermordet wird und man sich vor Gericht auf die Ehre beruft. Dagegen laufen die lokalen Menschenrechtsorganisationen Sturm, aber die Militärunterstützung des Westens ist nicht daran gebunden.

Kulturell unabhängig finden die meisten Morde an Frauen im privaten Umfeld statt. Unterschiedlich ist, wer ihn durchführt (Partner/ehemalige Partner, Brüder/Väter), und welcher Grund angegeben wird: Ehre in Südeuropa und einigen Teilen Asiens, Liebe in Mitteleuropa, etc

die Motive für Morde an Frauen sind nicht immer vorgeschoben, sondern oft tatsächlich von der Kultur bestimmt - in Pakistan etwa wurden Frauen ermordet, weil sie bei einer Hochzeitsfeier klatschten und sangen

das ist so unfassbar entsetzlich !

Das ist leider trauriger Alltag in diesen islamischen Diktaturen.

Hier weiterführende Links:

http://www.stophonourkillings.com

http://womenagainstshariah.blogspot.com/2012/07/h... illed.html

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.