Lebensgemeinschaft: Streit zwischen Kirche und Staat

23. Juli 2012, 09:53

Der Mailänder Bürgermeister forciert eine standesamtliche Eintragung nicht-ehelicher Lebenspartnerschaften - Die Kirche ortet einen Angriff auf die traditionelle Familie

Rom - Pläne des Mailänder Bürgermeisters Giuliano Pisapia, bis Ende des Jahres die standesamtliche Eintragung nicht-ehelicher Lebensgemeinschaften im Rahmen des kommunalen Rechts einzuführen, sorgen für eine heftige Diskussion. Die Mailänder Kurie warnte vor der Gefahr, dass die Bescheinigung nicht-ehelicher Lebenspartnerschaften zur Legitimierung der "Polygamie" führe. "Polygame Migranten könnten in Mailand die Legalisierung ihres Zusammenlebens mit mehreren Frauen verlangen", hieß es.

Die Entscheidung, nicht-eheliche Partnerschaften standesamtlich einzutragen, soll kommende Woche von dem von Mitte-Links-Parteien kontrollierten Stadtrat Mailands beschlossen werden. Die Pläne Pisapias haben neue Diskussionen über das Thema ausgelöst, das auch in Rom besonders aktuell ist.

Angriff auf die traditionelle Familie

Wiederholt hatte Papst Benedikt XVI. zuletzt vor unannehmbaren Angriffen auf die traditionelle Familie gewarnt. Es würden sich "Bedrohungen für die natürliche Struktur der Familie, die auf der Ehe zwischen Mann und Frau basiert" häufen, meinte das Oberhaupt der katholischen Kirche kürzlich.

Ein Gesetz zur Legalisierung der Lebensgemeinschaften war in Italien 2007 wegen des Boykotts christdemokratischer Parteien im Parlament blockiert worden. Daraufhin haben sich einige Kommunen in Italien dazu entschieden, Register für LebenspartnerInnen einzurichten, wo Erklärungen wie zum Beispiel die Regelung der Nachfolge in Mietverträgen abgegeben werden können. Die Stadt Padua hatte im Februar 2007 als erste italienische Stadt die standesamtliche Eintragung nicht-ehelicher Lebensgemeinschaften im Rahmen des kommunalen Rechts eingeführt. Zum ersten Mal in Italien erhielten homo- und heterosexuelle Paare die Bescheinigung ihrer nicht-ehelichen Lebenspartnerschaft. (APA, 23.7.2012)

Wann reagieren endlich die traditionellen Banken darauf,

dass es auch Familien gibt, wo beide Elternteile für die gemeinsamen Lebenserhaltungskosten, gleichberechtigt auf ein gemeinsames Nicht-Gehalts-Konto einzahlen wollen?
Im Schlafzimmer funktioniert's doch auch. Er/Sie haben getrennte Nachtkastln, die den/die andereN nicht angeht und dazwischen geht's gemeinsam zur Sache :)

Alt-Bischof und fünf Novizinnen...

In Vorarlberg jedenfalls viel Spaß Altbischof Fischer im Kloster...

Einfach ignorieren, die Greise jucken schon lange niemanden mehr.

Es ist, wie so oft, andersrum!

Nicht die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften ist ein "Anschlag" auf Ehe und Familie, sondern die absolute Vereinnahmung dieser Begriffe durch die Religionen, im Glauben, ein Heiliges Buch bestimme die Lebensentwürfe aller Menschen.

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