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Assinger, Armin; Schistar und Moderator; Synonym für "der Österreicher"
Bei Claudia Stöckls Plauderstunde "Frühstück bei mir" war vergangenen Sonntag Armin Assinger zu Gast, um über sein Leben und seine Karriere Auskunft zu geben.
Österreichische Institution
Mit seinem Kärntner Idiom, seiner männlich-sportlichen Statur und seiner kumpelhaften Art hat sich Assinger im vergangenen Jahrzehnt in die Herzen Österreichs getalkt. Er ist schon beinahe eine Institution in Österreich, weil er mit seinem hemdsärmeligen Schmäh mit seismographischer Genauigkeit die Befindlichkeiten der ÖsterreicherInnen repräsentiert. Nur ein kleines Problemchen kratzte seinen Status als Österreichs Parade-Schwiegersohn vor kurzem etwas an - die an die Öffentlichkeit geratene Ehekrise mit Ehefrau Bettina.
Happy End
Heute ist freilich wieder alles in Ordnung im Hause Assinger, wie wir vom Moderator höchstpersönlich erfahren. Dass seine Bettina ihn wieder zurückgenommen hat (eine Beschreibung, die Assinger im Frühstückstalk gar nicht mag) ist ein Happy End, wie es sich für einen Star dieser Klasse gehört.
Weniger happy sind allerdings jene Medien-KonsumentInnen, die sich von Assingers "Mia san mia und suppa"-Rhetorik eher abgestoßen fühlen und auch sonst nicht alles easy-cheasy nehmen. Wie z.B. den Umstand, dass Assinger in einer Talkshow billigste Klischees über die ökonomische Abhängigkeit von (Ehe-)Frauen reitet.
Ein Tag als Frau
Es begann damit, dass Assinger die Frage beantworten sollte, was er "einen Tag als Frau" tun würde. Seine bereits reichlich platte Antwort: Schuhe kaufen, um "dieses Feeling" einmal selbst erleben zu können. Und außerdem gäbe es dann ja auch immer jemanden, der die Schuhe hinterher bezahlt. Stöckl darauf: Ach so läuft das bei euch zuhause. Assinger: "So laaft's generell."
Als Stöckl schließlich darauf hinwies, dass manche Frauen ihre Schuhe ja auch selbst bezahlen, zog Assinger seine spitzbübische Schlaukappe noch etwas tiefer ins Gesicht und stellte fest: "Selber zahlen und selber verdienen ist nicht immer das Gleiche."
Alles klar, wir haben verstanden, Herr Assinger. Sie führen eine traditionelle Ehe, wo Sie das Geld verdienen und sagen wo's langgeht. Dass Sie sich aber mit ihrem sehr begrenzten Weltbild so dermaßen penetrant als gesellschaftliche Norm produzieren müssen, reicht uns nun endgültig. Im Namen aller Frauen, die sich ihre Schuhe Zeit ihres Lebens selbst gekauft haben, und auch sonst die Marke "Luxusweibchen" nur aus der Klatschpresse kennen, sei Ihnen hiermit die Zitrone verliehen. So laaft's - bei uns. (dieStandard.at, 21.7.2012)
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