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AbtreibungsgegnerInnen sind im Netz enorm präsent: Sie zeichnen ein Bild von Abbrüchen, die von viel Blut, Fotos von Föten in Embryonalstellung und grausigen Geschichten über den Eingriff begleitet werden. In nur wenigen Sätzen erörtern sie komplexe Fragen wie "Was ist gerecht?". Tendenziös und vor allem mit dem Einsatz persönlicher Geschichten propagiert die Pro-Life Bewegung so ihren Anti-Abtreibungsdiskurs.
Differenzierte Sichtweisen
Doch mehr und mehr häufen sich im Netz differenziertere Erfahrungsberichte. Die im Juli online gegangene Website ihadanabortion.org sammelt diese Berichte jenseits einer religiösen und politischen Agenda.
Die Einträge haben Titel wie "Remembering Dr. Tiller: How Abortion Made Me a Better Person" oder "Why I Choose To Talk About My No-Big-Deal-Abortion". Mit ihren unterschiedlichen Berichten soll ein realistischeres Bild von Abtreibung transportiert werden und die Vielfalt der Erlebnisse und Geschichten zum Thema Abtreibung abgebildet werden.
Das Abtreibungs-Narrativ stören
In den Berichten spiegelt sich oftmals das durch Pro-Life-AktivistInnen propagierte Bild, eine ungewollte Schwangerschaft, eine Abtreibung, wie auch die Entscheidung zu einer solchen sei eine unüberwindbare Katastrophe. In einem etwas überraschten Ton taucht in den Berichten auf ihadanabortion.org daher immer wieder das Fazit "es war keine so große Sache" auf. Die verbreiteten Horrorgeschichten über Schwangerschaftsabbrüche scheinen tief zu sitzen, und genau deshalb will ihadanabortion.org das noch immer von der Pro-Life-Bewegung bestimmte Abtreibungs-Narrativ stören.
Die Erfahrungsberichte erzählen zum Beispiel, dass der Eingriff nicht weh tat oder auch, dass die Betroffene sich danach nicht verwirrt fühlte oder ihre Entscheidung später bereute. Doch obwohl ihadanabortion.org den LeserInnen Gruselgeschichten über Schwangerschaftsabbrüche und deren Folgen erspart, herrscht nicht nur eitel Wonne.
So melden sich auf der Seite auch jene zu Wort, die unfreiwillig eine Abtreibung durchführen ließen und es zeigt sich: Auch für sie ist eine liberale gesellschaftspolitische Stimmung enorm wichtig.
Kurzes und schmerzvolles Leben
Sarah I. aus Kentucky bekam von ihrem Arzt die Nachricht, dass ihr Fötus keine Überlebenschance hätte. Sie musste die gewollte Schwangerschaft beenden und bekam im Krankenhaus auch noch religiöse Kommentare zu hören. Aus anderer Sicht schreibt Emily R.. Sie bittet in ihrem Beitrag den christlich-fundamentalistischen Politiker und Abtreibungsgegner Rick Santorum, doch mit ihrem Sohn Bekanntschaft zu machen, der an einer genetischen Erkrankung leide und nur ein kurzes und schmerzvolles Leben vor sich habe. Hätte sie vor seiner Geburt davon gewusst, hätte sie ihm das erspart, ist sich die Mutter sicher.
Ob aus diesen oder anderen Gründen, Scham und Schuldgefühle eint noch immer einen großen Teil der Geschichten. Doch ein solidarischer und enttabuisierter Umgang mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch könnte das ändern - zum Beispiel auf ihadanabortion.org. (beaha, dieStandard.at, 25.7.2012)
Link
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...Durch die Verbindung der beiden haploiden Keimzellen (Gameten) entsteht eine entwicklungsfähige diploide Zelle (Zygote) mit beim Menschen 46 Chromosomen. Die Zygote ist der Keim des NEUEN Organismus, d.h. der Beginn des neuen Lebens! O'Rahilly et al (1992) bezeichnen die Zygote als einen einzelligen Embryo. (Moore, Persaud, Embryologie, 4. Auflage, Seite 34)
So steht es im Lehrbuch und so wird es übrigen auch an der UNI gelehrt, vorausgesetzt, man hört sich die Vorlesung an.
MfG
Bei einer Abtreibung wird ein Organismus getötet, das bestreitet ja auch keiner. Es gibt aber einen (großen) Unterschied zwischen einer Zygote und einem Säugling und genau um den geht es.
Am Ende vom 1. Schwangerschaftsmonat hat der Embryo etwa die Größe eines Stecknadelkopfes. Eine Zygote muss man sich unter dem Mikroskop anschauen.
Eine Zygote muß als Person verstanden werden, da sie eine eigenständige DNA besitzt, die sich sowohl von der DNA der Mutter als auch von der DNA des Vaters unterscheidet. Ausserdem lässt sich die DNA der frühen Zygote NICHT von der DNA des späteren Säuglings, also des späteren Buben bzw. Mädchens unterscheiden. Q.e.d
Aus diesem Grund ist auch vor Gericht der DNA-Beweis gültig (ich bin auch Jurist, deshalb weiß ich das).
MfG
Ich sehe das Recht auf Abtreibung im Rahmen einer Fristenlösung als schützenswertes Gut an, weigere mich aber, sie als normale Empfängnisverhütung (sprich Alternative zu Kondom, Pille & Co.) zu akzeptieren.
nein, heißt es nicht. birth control heißt "geburtenkontrolle" und nicht "verhütung". wie immer man dazu stehen mag, in dem man wie ein vierjähriges kind einfach immer wieder behauptet "doch das stimmt", macht man es auch nicht wahrer. und zur geburtenkontrolle und nicht zur verhütung gehört eben auch der schwangerschaftsabbruch.
De facto ist das in manchen gegenden sogar der fall, denn in den USA können sich apotheken "aus religiösen gründen" weigern kontrazeptiva abzugeben, d.h. selbst mit rezept ist man darauf angewiesen eine apotheke zu finden wo man das auch einlösen kann, und das kann in konservativen gegenden durchaus eine halbe weltreise bedeuten.
Wenn Sie ein geborenes Kind im Schlaf schmerzlos töten, dann merkt es auch nichts davon. Und die Auswirkung auf die finanzielle Situation ist auch gegeben.
Wenn also diese beiden Umstände die Tötung rechtfertigen würden, wäre auch die Tötung geborener Kinder dadurch gerechtfertigt.
Wenn die Tötung der geborenen Kinder aus diesen Gründen nicht gerechtfertigt ist, dann ist dadurch das Rechtfertigungsprinzip widerlegt.
Im Augenblick behaupte ich ja nur, dass damit dieses Rechtferigungsprinzip widerlegt ist. Andere Rechtferigungsprinzipien (egal ob "analog" oder nicht) widerlege ich auf andere Weise, wie ich es ja auch in diesem Medium wiederholt getan habe. Sie und Ihresgleichen machen es einem mit ihren stümperhaften und undurchdachten Prinzipvorschlägen ja auch nicht besonders schwer.
Um Ihre Reaktion in einem anderen Forumsteil passend zu verwenden:
*facepalm*
Ein ungeborener Fötus, welcher weder ein Bewusstsein noch eine Persönlichkeit besitzt ist nicht zu vergleichen mit einem geborenen Kind, welches sowohl ein Bewusstsein, eine Persönlichkeit wie auch Erfahrungen besitzt.
Deswegen ist Ihr Vergleich zutiefst oberflächlich und fehlgeleitet.
kann es sein?
is es möglich dass sie den unterschied zwischen einem zellhaufen ohne zentrales nervensystem und einem baby mit zentralem nervensystem nicht kennen weil ihr zentrales nervensystem irgendwie nicht mehr richtig tickt???
ein kind im schlaf umbringen
was kommt denn als nächstes??? ein gesetzesvorschlag der sie berechtigt jeder frau mit abtreibung wieder ein baby in den körper hineinzuvergewaltigen?
über vergewaltigungen denken sie ja anscheinend gerne nach
ich empfehle ihnen einen trip nach afghanistan...dort finden sie sicher gleichgesinnte
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