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Für den Tofu-Spruch "Tofu ist schwules Fleisch" gab es gleich drei Entschuldigungen.
Der Spruch "Tofu ist schwules Fleisch" beschäftigt die Blog-Seite queer.de mittlerweile seit 2008. Damals hatte sich die Agentur "Scholz & Friends" unaufgefordert mit ihrer Werbelinie bei der Steakhauskette "Maredo" beworben. Das Unternehmen entschied sich aber gegen deren Werbe-Vorschläge. Das Steakhaus hatte bei seiner Entscheidung den Entwurf mit dem "homophoben Inhalt" noch gar nicht gekannt.
Trotzdem wurden sie später mit dem "Tofu ist schwules Fleisch"-Motiv konfrontiert. Denn obwohl es zu keinem Auftrag kam, fand das Motiv im Netz Verbreitung. "Maredo" forderte daraufhin "Scholz & Friends" auf, das Motiv umgehend aus dem Verkehr zu ziehen, die Agentur entschuldigte sich ihrerseits für das nicht abgestimmte Sujet.
Auf queer.de folgte schließlich im März 2012 eine dezidierte Entschuldigung der Agentur für den Inhalt der Kampagne: "Um es klar zu sagen: Das Wort 'schwul' in einem pejorativen Kontext zu verwenden, ist unzeitgemäß und in jeder Hinsicht unangemessen. Dafür möchte ich mich im Namen der Agentur Scholz & Friends ausdrücklich entschuldigen", ließ CEO Frank Michael Schmidt wissen. Eine Stellungnahme, wie sie von Agenturen, die homophobe und sexistische Sujets entwerfen, nur selten zu hören ist. Wenngleich sie auch sehr spät kam.
Doch der Tofu-Spruch hält sich hartnäckig. Eine Userin machte nun queer.de darauf aufmerksam, dass der Slogan als T-Shirt-Motiv beim Onlineversand EMP aufgetaucht sei, wo Produkte aus dem Bereich Heavy Metal, Hard Rock oder auch Streetwear angeboten werden. Und auch EMP reagierte auf die Kritik von queer.de, diesmal sogar innerhalb weniger Tage. Sie hätten den Spruch zunächst nicht als problematisch eingestuft. Erst durch die Reaktion des deutschen Blogs sei ihnen bewusst geworden "wie dieses Wort aufgenommen wird". Und auf die Zusicherung, das Shirt umgehend aus dem Webshop zu entfernen, folgte noch das Bedauern, verletzt zu haben und ein deutliches "Entschuldigung!". Wenngleich es nicht allein um das Wort "schwul" geht, ist dies doch eine weitere klare Stellungnahme gegen Homophobie.
Zumindest theoretisch. Offenbar bedarf es noch immer der hartnäckigen Einsprüche aufmerksamer UserInnen, Blogs oder KonsumentInnen, um auf diskriminierende Werbung hinzuweisen. Und schließlich bleibt immer noch die Frage, wie der Spruch immer wieder auftauchen konnte. (beaha, dieStandard.at, 26.7.2012)
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Dieser generelle Nahrungs-Sexismus hält sich leider immer noch hartnäckig. Fleischiges und Fettiges gelten ja nach wie vor als "besonders männliche" Nahrungsmittel, während es manchem Mannsbild beinahe peinlich ist, Salat zu bestellen. Und die y-Chromosomlinge segnen eh schon früher das Zeitliche als die Frauen, insofern sollte erst recht an gesundem Essen gelegen sein, ohne beim Verzehr verarscht zu werden.
...ich hingegen bevorzuge die Bezeichnung "Essensparodie" oder "Essenssimulation" für dieses ekelerregende, potenz- und libidotötende (ist kein Witz) Tofu - Zeugs (Soja enthält Phytoöstrogene und das ist schlechts fürs Vergnüngsviertel im Bereich unterhalb des Nabels).
Pfui Teufel, beim Gedanken an Tofu drehts mir schon den Magen um, so ein Dreck kommt mir nicht ins Haus.
Tofu KANN gar nicht schwul sein, weil schwule Menschen über eine intakte Sexualität verfügen, was dem Konsum von diesem gräßlichen Zeug widerspricht.
...(was es nicht ist: Soja ist ein extrem potentes Gift, das schnell die Sexualität des Menschen schädigt):
Es bleibt noch immer übrig, daß sogar die Tofu - Hersteller mit "Würstchen", etc... werben und somit diese widerwärtige, abscheuliche Masse dafür verwenden, um richtiges Essen zu simulieren.
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