Familie ist jetzt mehr als "Vater, Mutter, Kind"

27. Juli 2012, 15:46

Nach einem Gespräch mit Homosexuellen-Initiativen erweitert "Die kleine Welt am Wörthersee" ihr Auffassung von "Familie"

Klagenfurt - Das Klagenfurter Ausflugsziel "Minimundus - Die kleine Welt am Wörthersee" ändert seine Familienticket-Politik. Nach einem Gespräch mit Homosexuellen-Initiativen wurde festgehalten, dass "die bisherigen, einschränkenden Formulierungen "Vater, Mutter, eigene Kinder" für dieses Jahr nicht mehr angewendet werden", hieß es am Freitag in einer Aussendung.

Das Familienticket gilt nun für Familien, Lebensgemeinschaften oder Alleinerziehende und deren Kinder und Pflegekinder bis 15 Jahre sowie für Großeltern mit ihren Enkelkindern. Anlass dafür war die österreichweite Medienberichterstattung über ein lesbisches Paar und dessen beide Kinder, denen im Minimundus das Familienticket verweigert worden war. (APA, 27.7.2012)

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15 Postings

Was machen sie wenn ich mit meinen 3 Frauen und den 7 Kindern komme?

toleranz zeigen

Und was ist mit Großfamilien

Anscheinend hat kein/e PosterIn bisher Efahrung mit mehr als 2 Kindern gemacht. Ich selbst bin aber sehr oft vor der Tatsache gestanden, dass mehr als 2 Kinder nicht mehr zur Familie gehörten. Familienangebote bis 2 Kinder, das war es dann meistens. War immer "echt lustig", und solche Angebote standen dann auch im sogenannten Steirischen Familienpass.

Auch nicht mit mehr Frauen.

In obigen APA/Standard Berich kann ich keine Mengenangabe für Frauen, Männer oder Kinder entdecken.
Also einfach hingehen und "Familienticket" verlangen.

"Familie ist jetzt mehr als "Vater, Mutter, Kind""

.
ich dachte, familie sei weniger als "Vater, Mutter, Kind"?

haben uns nicht expertinnen letztens ständig erklärt, familie wäre in erster linie "mutter + kind" mit einem anhängsel, das vater heißt (aber nur, wenn er sich auch wirklich "bewährt")?

Auf jeden Fall darf er die Eintrittskarte bezahlen

egal ob ermässigt oder nicht

und nächstes jahr samma wieder homophob?

und was ist das genau?

Im nächsten Jahr steht in den Kleingeister-Stellenausschreibungen

"Im Zuge von Kärntens Familienförderung, werden Familienväter/Familienmütter bevorzugt behandelt" :)

dieser gesinnungswandel ist vermutlich eher aufgrund des drucks der öffentlichkeit passiert und weniger aus echter überzeugung. aber das spricht immerhin dafür, daß die öffentlichkeit hierzulande immer mehr gegen homophobie auftritt und solche homophoben ausfälle nicht mehrheitsfähig, sondern bloß eine art minimundus. das ist immerhin ein gutes zeichen.

Familie ist da, wo es Familientickets gibt.

Familie ist da, wo sich Erwachsene um Kinder kümmern und dabei schon genug Geld ausgeben. Wenn ein Veranstalter möchte, daß diese (Klein)gruppe ihn besucht, dann kann er durchaus Rabatt gewähren. Ob er das Ticket nun "Familienticket" nennt oder meinetwegen "Kleingruppenticket für gemischte Altersklassen" weil ihm sonst der Ortspfaffe mit seinem veralteten Familienbegriff blöd kommt, ist völlig unerheblich.

> Nach einem Gespräch mit Homosexuellen-Initiativen wurde festgehalten, dass "die bisherigen, einschränkenden Formulierungen "Vater, Mutter, eigene Kinder" für dieses Jahr nicht mehr angewendet werden"<
Heißt das, dass ab nächstem Jahr die Vater-Mutter-Kind-Beschränkung wieder gilt, oder wie?

Finde ich nur gerecht. Auch ich musste als Kind diesen langweiligen Alptraum über mich ergehen lassen. Warum sollte Kindern von gleichgeschlechtlichen Eltern dieses Trauma erspart bleiben?

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