Saudi-arabische Judoka darf mit Hidschab antreten

31. Juli 2012, 10:09
  • Die Judoka Shaherkani (re.) neben der Läuferin Sarah Attar (li.) beim Einzug ins Olympiastadion in London. Ihre endgültige Teilnahme scheint nach Verhandlungen mit dem Judoverband gesichert.
    foto: apa/epa/jonathan brady

    Die Judoka Shaherkani (re.) neben der Läuferin Sarah Attar (li.) beim Einzug ins Olympiastadion in London. Ihre endgültige Teilnahme scheint nach Verhandlungen mit dem Judoverband gesichert.

Internationaler Judoverband gibt nach: Athletin wird mit speziellem Kopftuch am Wettkampf teilnehmen

London - Die historische Olympia-Premiere der saudi-arabischen Judoka Wodjan Ali Seraj Abdulrahim Shaherkani ist gesichert. Die Sportlerin dürfe am Freitag mit einer Kopfbedeckung starten, teilte die Sprecherin des Saudischen Olympischen Komitees, Razan Baker, am Montag in London mit.

Judoverband gibt nach

Darüber hatte es mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem Internationalen Judoverband (IJF) Verhandlungen gegeben. Alle drei Parteien hätten sich am Nachmittag auf ein speziell gestaltetes Kopftuch geeinigt. "Alle beteiligten Parteien haben eine Lösung gefunden, und sie wird mit einem Hidschab antreten", sagte Baker. Auch IJF-Sprecher Nicolas Messner bestätigte, dass Shaherkani antreten wird.

Shaherkanis Vater hatte der Zeitung "al-Watan" zuvor gesagt, er werde seine Tochter ohne traditionellen Hidschab nicht starten lassen. Die IJF hatte eine Teilnahme ohne Kopftuch zur Bedingung für ihren Start gemacht. Das Kopftuch entspreche nicht den Regeln, sagte IJF-Präsident Marius Vizer. Außerdem gehe davon eine Verletzungsgefahr aus.

Historische Teilnahme

Shaherkani ist eine von zwei Athletinnen, die das Olympische Komitee Saudi-Arabiens für die London-Spiele nominiert hat. Neben ihr geht die in den USA lebende 800-m-Läuferin Sarah Attar an den Start. Das extrem konservative Königreich hatte als letzte Nation Sportlerinnen im olympischen Aufgebot zugelassen und war damit Katar und Brunei gefolgt. Die Nominierungen waren das Ergebnis intensiver Verhandlungen zwischen dem IOC und dem saudischen Olympia-Komitee.

Bei der Eröffnungsfeier hatten beide Sportlerinnen Kopftücher getragen. (APA/Reuters/sid, 31.7.2012)

Das ist jetzt aber nicht wahr, dass Kommentare mit leiser Kritik am Vater, der die Sportlerin ohne züchtige Bedeckung "nicht antreten läßt" (also keine Rede davon, dass SIE SELBST unzüchtig nicht antreten will), nicht veröffentlicht werden?!?!

find ich nicht gut!

Für die anderen Athlet/innen wird das Reglement auch nicht geändert.

Wenn jede(r) religiöse Wirrkopf seine Sonderwünsche durchboxen könnte ..

.. hätten die Anhänger einer möglichen Religion "Dopianer" wohl keine Probleme mehr zu befürchten ;-)

da wäre doch Bandion-Ortner gefordert,

endlich eine spannende Herausforderung.

die Judokas sind arg benachteiligt, kann man doch gegen sie einen neuen Würgegriff anwenden:
Hidschab nach hinten ziehen.

- ist ja nicht verboten.

Die muss in der ersten Runde ausscheiden. Jeder Verband würde sonst Beschwerde einlegen...immerhin ja nicht regelkonform.

Die Regel wurde ja geändert. Damit ist es regelkonform.

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