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New York - Ein konservativer, amerikanischer Mütter-Verband hat zum Boykott einer neuen Serie über homosexuelle Paare aufgerufen. Mit der für Anfang September geplanten Serie "The New Normal" zersetze der US-Fernsehsender NBC Moral und Werte, teilte die Organisation "One Million Mums" auf ihrer Webseite mit. "Millionen Amerikaner glauben sehr daran, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden sollte", heißt es in der Mitteilung weiter. "Die Serie schadet unserer Kultur."
Der Verband rief zum öffentlichen Protest gegen die Serie auf. Außerdem sollten Anzeigenkunden ihre Fernsehspots nicht in den Werbepausen der Serie zeigen.
Die Sitcom "The New Normal" handelt von einem erfolgreichen, homosexuellen Paar in L.A., das auf der Suche nach einer Leihmutter ist, um seinen Kinderwunsch zu erfüllen. In der neuen Serie wirkt auch Ellen Barkin als Darstellerin mit. Sie übernimmt den Part der Mutter der potentiellen Leihmutter.
Quelle: www.youtube.com
Über den Rummel, den der Boykott-Aufruf schafft, können sich die ProduzentInnen wohl nur freuen. "Ich finde es interessant, dass sie eine Position ergreifen, bevor sie die Serie überhaupt gesehen haben", gab sich Produzent Ryan Murphy betont gelassen. Der Sender NBC äußerte sich bisher nicht zur Diskussion.
Die Organisation "One Million Mums" gehört zum Amerikanischen Familien-Verband (AFA), der religiös-konservative Werte vertritt. Nach eigenen Angaben hat der Verband mehrere Millionen UnterstützerInnen und ein jährliches Budget von etwa 14 Millionen Dollar (rund 11,5 Millionen Euro). (APA, 1.8.2012)
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Machen wir doch einen Unterschied zwischen Toleranz und der Darstellung von "Normal". Ich hege ebenfalls große Bedenken dagegen, dass man uns nun Homosexualität, kombiniert mit Elternschaft als "normal" verkaufen will. Immer mehr Werte, die so alt wie die Menschheit sind (und deshalb "normal") werden durch solche Konzepte ersetzt. Ist nicht die Natur unser Gradmesser, und zeigt uns, was "normal" ist? Heutzutage bin ich ja schon ein (Rechts)Radikaler, wenn ich überhaupt Werte vertrete und bestenfalls ein Spießer, wenn ich heterosexuell bin. Wo wollt Ihr denn hin? "Ich entstelle mich, also bin ich?"
wenn die natur sagt man ist homosexuell, dann ändert sich das nicht.
wenn die natur sagt man ist linkshänder, dann ändert dran das schreiben lernen mit der rechten hand auch nichts.
wenn die natur sagt, dass man mit dem snowboard viel besser zurecht kommt, wenn man goofy drauf steht als regular, dann ist das eben so.
klar, man kann auf druck trotzdem den andren weg leben. funkioniert.. irgendwie.. richtig glücklich wird man damit aber nicht.
wenn sich durch diese und ähnliche serien (möglicherweise) werte ändern.. dann nicht, dass solche familien der ideal-/normalzustand werden.. sondern dass homosexuelle paare als teil der gesellschaft akzeptiert werden, den es eigentlich schon immer gab.. nur nicht geben durfte.
Da müssen Sie sich jetzt aber die Polemik gefallen lassen: Warum sitzen Sie nicht in einer Höhle oder einem Baum, sondern in einer Wohnung und spielen mit etwas so extrem Unnatürlichem wie einem Computer?
die natur ist ein gradmesser, den der mensch überwinden kann und überwinden muss. die überwindung dessen nennt man "zivilisation".
würden wir in der natur "verharren", würden wir einander täglich verspeisen.
das problem ist nicht wie menschen individuell ihre sexualität leben, das problem ist die ideologisierung der lebensmodelle von gruppen, die im weitesten sinne profit daraus erzielen. das betrifft beide seiten, institutionelle befürworter wie instiutionelle gegner.
ein schwuler oder ein konservativer christ stören mich nicht. deren "kampagnen" stören mich schon.
Ich schlage im Gegenzug eine Unterscheidung zwischen "seltener" und "abnormal" vor. Was ist normal? Nur das, was die Mehrheit lebt? Oder ist Homosexualität nicht ebenso normal, nur eben seltener?
Lustig finde ich auch immer, wenn "die Natur", wie sie schreiben, als Gradmesser herangezogen werden soll, so als wäre überhaupt noch irgendwas am Leben in einer hochtechnologisierten Gesellschaft natürlich. Homosexualität, die es auch bei Tieren gibt (und zwar umso häufiger, je höher die Tierart entwickelt ist) ist natürlicher als Supermärkte oder Zahnbürsten :)
Wenn Sie schon historisch argumentieren, dann aber bitte gewissenhaft: in der antiken griechischen Kultur, bspw., war die sexuelle Verbindung zwischen einem älteren und einem jüngerem Mann das Idealbild.
Und das Normalität wohl nicht vielmehr als ein Verkaufsprodukt ist, damit haben sie vollkommen recht.
das gerade diese kreise sich immer auf die vielgerühmte amerikanische "meinungsfreiheit" (die's in wirklichkeit eh nicht gibt) berufen, wenn sie ihre hetztiraden verbreiten, aber gleichzeitig nicht passende meinung verbieten wollen.
irgendwann wird dieses land ob der vielen rückständigen fundis im mittleren westen und süden ein echtes problem bekommen.
es stellt sich nämlich schon die frage wielange die ost- und westküsten amis diese fundis noch mitfinanzieren wollen.........
Bezeichnet das Recht der Bürger, ohne Angst vor Verfolgung (v.a. durch den Staat) beliebige Meinungen öffentlich äußern zu dürfen.
Die "One Million Mums" fordern kein Verbot der Serie durch Staatsorgane, sondern wollen durch sozialen und wirtschaftlichen Druck erreichen, dass der Sender von der Ausstrahlung Abstand nimmt.
Über das Ziel kann man geteilter Meinung sein, aber die gewählten Mittel sind legitim und keineswegs ein Angriff auf die Meinungsfreiheit.
aber...in dem man einen Wahnsinn mit einem anderen gegen rechnet, ist´s noch nicht getan. Die von USA-Machwerken überschwappende Gewalt ist sicherlich ein Rollenbild, vor dem unsere Kinder geschützt werden sollen. Ich warte nur noch darauf, dass man uns eine Vater/Mutter/Kind-Familie als Frauen- und menschenfeindlich verkaufen will und alle "Fortschrittlichen Liberalos" HURRAA schreien.
"Ich warte nur noch darauf, dass man uns eine Vater/Mutter/Kind-Familie als Frauen- und menschenfeindlich verkaufen will und alle "Fortschrittlichen Liberalos" HURRAA schreien."
Wieso immer diese Angst ;) Sie können sich ruhig entspannen, das ist nicht das Ziel. Sondern dass Menschen kapieren, dass Regenbogenfamilien genauso okay, weil genauso liebevoll und fürsorglich wie Heterofamilien sind.
Ich als Homo will mehr Leute wie mich im Fernsehen sehen :) Ich beschwer mich ja auch nicht über die vielen Heterofamilien, die man im Fernsehen sieht. Aber Heteros sind oft so empfindlich, wenn's im TV zu viele Homos gibt...
liegt's einfach daran, dass wir einander menschlich verstehen und die Bedürfnisse des anderen auch akzeptieren können. Das muss aber noch lange nicht heißen, dass uns der Andere sympathisch ist und wir in "Nähe" (Straße, Arbeit, TV) zu ihm/ihnen kommen wollen. Das kann eben eine Quelle der Agitationen von beiden Seiten sein.
aber das widerspricht sich doch extrem. einerseits von akzeptanz und verständnis zu sprechen und andererseits diese "anderen" nicht in der unmittelbaren nähe haben zu wollen... da stecken doch gewisse berührungsängste dahinter, oder nicht? und dahinter wiederum abwertungen des "anderen", nicht normalen. und weil von sympathie die rede ist: sind homos generell unsympathisch? wusst ich gar nicht...
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