Medizin-Uni Wien: Erstmals mehr Frauen zugelassen

1. August 2012, 12:18

Genderspezifische Auswertung zeigte Wirkung: Von den 740 freien Studienplätzen gehen 56 Prozent an Frauen

Wien - Am Mittwoch wurden von der Medizinischen Universität Wien die Ergebnisse der jährlichen Eignungstests für das Jahr 2012 veröffentlicht: 4.370 BewerberInnen hatten am 6. Juli in der Messe Wien am Eignungstest teilgenommen.

Das Geschlechterverhältnis bei den vergebenen Plätzen wurde mit Interesse verfolgt, nachdem der Test erstmals "genderspezifisch" ausgewertet wurde. Für Frauen und Männer wurde jeweils getrennt Mittelwert und Standardabweichung errechnet. Beim diesjährigen Test erhielten somit 55,9 Prozent Frauen und 44,1 Prozent Männer einen der 740 Studienplätze an der MedUni Wien.

Von den 4.370 TeilnehmerInnen waren 56,2 Prozent Frauen und 43,8 Prozent Männer, die Erfolgsquote der Frauen ist nach der neuen Auswertung also ausgeglichener. Doch die Vorgehensweise der Med-Uni Wien stieß auch auf Kritik. Laut einem von der ÖH in Auftrag gegebenen Gutachten ist das Verfahren rechtswidrig (dieStandard.at berichtete).

Einheitlicher Test für alle Med-Unis in Planung

Seit 2006 wurden die Studienplätze an der MedUni Wien mit Hilfe des "Eignungstest Medizinstudium" (EMS) ermittelt. Dabei werden in zehn Untertests kognitive Fähigkeiten in verschiedenen Kompetenzbereichen getestet. Auch an der Medizinischen Universität Innsbruck wird dieser verwendet, nur die Medizinische Universität Graz setzte einen selbst entwickelten Test ein, bei dem die Geschlechterdifferenz übrigens geringer ausfiel als beim EMS-Test.

Derzeit arbeiten die drei österreichischen Medizin-Unis gemeinsam an der Entwicklung eines Testverfahrens, das nächstes Jahr erstmals an allen drei Universitäten zum Einsatz kommen soll. "Wir wollen einen Test erarbeiten, der fair gegenüber den verschiedensten Gruppierungen und psychometrisch validiert sowie technologisch hochwertig ist", erklärt Martin Arendasy, Leiter des Arbeitsbereichs Psychologische Methodik an der Universität Graz und externer Experte der Arbeitsgruppe zur Entwicklung des neuen gemeinsamen Testverfahrens. Er ergänzt: "Es ist in der angewandten Psychometrie durchaus üblich, unterschiedliche Mittelwerte für unterschiedliche Gruppen, also auch geschlechterspezifische, anzuwenden." (red, dieStandard.at, 1.8.2012)

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Der Schuss geht nach hinten los

Mündige Bürger werden dann einen Bogen um Ärztinnen machen, weil sie annehmen, diese hätten ihre Qualifikation nur wegen ihres Geschlechts erhalten und nicht wegen ihres Könnens! Fatal.

Ich möchte mein Leben nie einen Job bekommen, nur weil ich eine Frau bin. Das ist genauso schlimm wie einen einen Job NICHT zu bekommen, weil ich eine Frau bin.

Frauen sind also weniger intelligent?

Ist es nicht ein Armutszeugnis, wenn Frauen jetzt Punkte geschenkt werden? Mir kommt das vor, wie wenn Frauen gegen Männer in der Leichtathletik anderen Sportarten antreten würden - man würde ihnen auf Grund der anatomisch bedingten Defizite einen entsprechenden Vorsprung geben, um annähernd gleiche Chancen auf den Sieg zu gewährleisten. Bei einem schriftlichen Test ist einé solche Vorsprungsgewährung aber nur dann argumentierbar, wenn Frauen weniger intelligenz wären als Männer. Ist das tatsächlich so? Interessant.

ist das GLeichberechtigung, wenn mehr Frauen als Männer aufgenommen werden?

ich dachte trotz anderem Bewertungsschlüssel, dass die Plätze zumindest 50:50 verteilt werden.

Wen juckt's?

Nach dem ersten Silvester verschwinden doch eh die meisten Mädels in der Schwangerschaft und unterm Namen des Mannes bzw. im Doppelnamen.

Was ideologisch dahinter steckt:
Studierende Männer: "Ich will einmal eine Familie ernähren!"
Studierende Frauen: "Ich will geheiratet werden!"
Was die Politik ausstudiert hat: "Medizin studierende Töchter, können ihre alten Eltern qualifizierter pflegen!" :)

Ach wie schrecklich wenn eine Frau einen Mann heiratet und seinen Namen annimmt. Mimimimi ... arme unterdrückte Frau. Pfui. Die soll gefälligst alleine bleiben und hackeln gehen.Und bitte ja keine Kinder bekommen, pfui, Schwangerschaft und Kinderbetreuung machen ja nur abhängig. Weg mit dem Balg. Brauch ma net.

Analog dazu

fordere ich jetzt, dass junge Frauen/Mädchen in HTLs automatisch um einen Grad bessere Noten bekommen! Die Quote lag zu meiner Schulzeit bei 35:1850 also ca. 1,8% weiblich

HTLer und runden :)

ca. 1.9% wär richtiger ;-)

Heisst das jetzt:

dass ich meine Chancen signifikant erhöhe, wenn ich eine grosse Anzahl Männer dazu überrede, sich für den Test anzumelden, die dann auch antreten und den Test absichtlich versieben?

Steigt dann meine Chance, nur weil sich dann mehr Männer als Frauen angemeldet haben?

Und das soll gesetzeskonform sein?

Genial!

Melde mich freiwillig.

1.Frage: Das ist richtig.
2.Frage: Das gilt es noch zu klären.

denke schon , aber dann würden sie die regeln fürs jahr darauf wieder ändern weil das ergebnis dann wieder zugunsten der intelligenz/problemlösungskompetenz ausgeht. die hätten sie mit so einer aktion nämlich alle mal bewiesen !

Gratuliere den Damen, da wäre ich richtig stolz drauf.
Dem körperlich und geistig (empirisch durch die Testergebnisse belegt) schwächeren Geschlecht, wird durch niedrigere Anforderungen der Einstieg ins Studium erleichtert und vielfach erst ermöglicht.

ich empfehle auch allen transsexuellen teilnehmern zur forderung einer quote... jetzt ists eh schon egal ob eine quote mehr oder weniger ...

Transsex. Menschen fühlen sich psychisch einem Geschlecht zugeordnet

Aus medizinischer Sicht sind sie was sie sind.
Kurzum: Eine Quote für Transgender in der Medizin wär etwas daneben :)

aus rationaler sicht sind alle quoten etwas daneben ;)

Nur für Leute,

die sich etwas schwer beim Denken tun thun :)

es ist nicht schlimm sich beim denken schwer zu tun, für die gibts doch die quote...

ein riesen skandal, diese "genderspeziefische" auswerung

Muss man jetzt eigentlich die Tests auch wieder so lange modifizieren, bis die Männerquote wieder bei 50% ist oder ist das jetzt egal?

Man muss den Unterricht ändern. Denn solche Unterschiede gibt es z.B. in der Schweiz nicht: Das legt nahe, dass das Problem das Schulsystem ist. Durch die aktuellen Maßnahmen zögert die Politik nur notwendige Maßnahmen im Schulbereich hinaus. Wenig sinnvoll, aber irgendwie auch wieder typisch.

Das einzige was es nahe legt.

Frauen sind solange sie als solche wahrgenommen werden besser benotet worden. Soll man sie in der Schule nun auch realer benoten, damit sie eine Quote erhalten?

Das Problem ist dass Frauen von sehr unterschiedlichen Schulen Medizin studieren wollen, wo manche gewisse Fähigkeiten nicht erlernt haben, bzw das Hirn nicht in diese Richtung trainiert wurde.(ja der EMS Test ist trainierbar wie ein IQ-Test).

Frauen müssen genauso hart rangenommen werden wie Burschen und genauso beurteilt werden das einzige was man nun sieht ist dass Frauen ein übersteigertes Selbstwertgefühl haben aber hinter diesem eine nicht so solide Ausbildung steht wie es den Anschein macht.

Das ist nicht der Punkt. Ob es nun der Unterricht ist oder der Test. Die Frage ist, ob der oberste Zweck dieser Maßnahmen ist,

a) Geschlechterparität herzustellen

b) Frauen nicht unter 50% fallen zu lassen)

oder ob vielleicht nicht doch

c) allein die medizinische Befähigung den Ausschlag geben sollte, auch wenn dann vielleicht die Geschlechtersymmetrie nicht gegeben ist.

Ich gehe davon aus

dass in den nächsten Jahren die freie Arztwahl abgeschafft wird. Weil sonst rentiert sich das ganze ja nicht.

Sie gehen immer nur zu Ärzten, die einen Aufnahmetest hatten? Darf ich fragen, wo Sie in Österreich einen solchen finden? Ich meine nämlich, dass es bis vor wenigen Jahren möglich war, ganz testfrei das Studium der Medizin zu belegen. Bitte um Aufklärung.

die problematik entsteht frühestens in 10 jahren....

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