Kontroversen vor US-Fastfood-Kette: Wer darf heiraten?

2. August 2012, 12:09

BefürworterInnen und GegnerInnen versammelten sich bei "Chick-fil-A"-Filialen - Chef Dan Cathy wetterte offen gegen die Ehe für Schwule und Lesben

Washington - Eine bekannte US-Fastfood-Kette hat am Mittwoch einen beispiellosen Ansturm von GegnerInnen und BefürworterInnen der Homosexuellen-Ehe erlebt, nachdem ihr Präsident eine Kontroverse zu dem Thema ausgelöst hatte. In zahlreichen Städten bildeten sich lange Schlangen vor den Filialen von "Chick-fil-A", ein Restaurantunternehmen, das sich auf Hühnchen spezialisiert hat. Tausende waren gekommen, um dem Chef Dan Cathy mit Ihrer Essenbestellung symbolisch den Rücken zu stärken, nachdem er jüngst offen gegen die Ehe für Schwule und Lesben gewettert hatte und dafür auch von PolitikerInnen und Prominenten heftig kritisiert wurde.

Zugleich demonstrierten BefürworterInnen der gleichgeschlechtlichen Ehe vor vielen der rund 1.600 Restaurants, die vor allem im Süden des USA beheimatet sind. Seine Firma sei schon immer nach "der biblischen Definition der Familie" ausgerichtet gewesen, hatte Cathy einer christlichen Nachrichtenagentur gesagt. Später hatte er in einem Interview ergänzt: "Ich glaube, dass wir Gott dazu einladen, über uns zu richten, wenn wir unsere Faust ihm gegenüber schütteln und sagen 'Wir wissen besser als du, was eine Ehe ausmacht'."

Debatte der Politik überlassen

Die Äußerungen hatten einen Aufschrei verursacht, unter anderem die Bürgermeister von San Francisco, Boston und Chicago kritisierten "Chick-Fil-A" öffentlich und deuteten an, die Kette an der Öffnung neuer Filialen hindern zu wollen. Auch im Internet wurde Protest laut und hitzig diskutiert. Gleichzeitig erhielt Cathy die Unterstützung prominenter US-PolitikerInnen, die seine Haltung unterstützen. Der frühere republikanische Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, hatte für den Mittwoch zu einem "Chick-fil-A-Anerkennungs-Tag" aufgerufen, dem nun viele AmerikanerInnen folgten.

Das Restaurant selbst hatte sich von Cathys Aussagen zu distanzieren versucht: Es würde weiterhin "jeden Menschen mit Ehre, Würde und Respekt zu behandeln - ungeachtet seines Glaubens, seiner Herkunft, seiner sexuellen Orientierung oder seines Geschlechts", hieß es in einer Mitteilung. "Wir wollen die Debatte über die Ehe für Homosexuelle der Regierung und der Politik überlassen." (APA, 2.8.2012)

Sonntags geschlossen...

Um den Herrn zu heiligen, der Familie Gottesdienstbesuch zu ermoeglichen etc schliesst diese Kette ihre Restaurants am Sonntag.

Ich freue mich schon auf die naechste Ladenschlussdebatte: Man wird die Befuerworter der erzwungenen Sonntagsruhe darauf hinweisen, in welche Gesellschaft sie sich begeben!

für mich immer wieder erstaunlich und schier unglaublich...

....was menschen so an komischen göttern anbeten....

Ja, ja, vergötz nur Deine Schlauheit

Ergänzung zum Artikel ...

Da steckt ein wenig mehr dahinter, denn ausgelöst wurden die Aussagen von Dan Cathy, an denen sich jetzt die Proteste aufhängen, dadurch, dass in die Öffentlichkeit getragen wurde, dass die Firma "Chick-fil-A" Gelder an Einrichtungen und Vereinigungen zahlt, die gegen die Rechte Homosexueller auftreten. Dan Cathy hat dies dann bestätigt und mit den o.g. Aussagen begründet.

Das würde für mich dann doch einen Unterschied machen, ob da einer, bei dem ich mir ein Hendl kauf, darüber labert, dass die Ehe blablabla, oder ob mit dem Geld, das ich dort lasse, Leute dafür bezahlt werden, dass sie darüber reden, dass die Ehe blablabla.

ideologische fast-food händler sind mir sehr suspekt

drum pfeiff ich drauf...

http://www.youtube.com/watch?v=sO-msplukrw

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