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"Der Manager", im Anzug und immer im Stress!
Erinnern Sie sich noch an "Dingsda"? Ab Mitte der 1980er präsentierte Fritz Egner die Rateshow, in der Kinder Begriffe umschreiben mussten.
Die FH Oberösterreich bedient sich bei der Kampagne "Kluge Köpfchen" nun dieser kollektiven Fernseherinnerung. "Die klugen Köpfchen von Morgen erzählen uns heute etwas über ... " heißt es zu Beginn der Web-Videos, die für die verschiedensten Ausbildungsbereiche von Informatik über Medien bis zu Soziales werben.
Auch das "Management" müssen die Kinder mit ihren Vorstellungen von diesem Berufsfeld beschreiben. Wer betreibt es? Wie und was ist zu tun? Vor allem die ersten Assoziationen, betreffend das Äußere, kommen von den Kindern wie aus der Pistole geschossen: "Der hat einen Anzug an" und "Meistens hat er eine Krawatte um" sind die ersten Bilder, die den Kindern in den Kopf schießen.
"Er ist der Chef, der Anführer halt - sozusagen" lautet eine weitere Schilderung eines Mädchens und leitet so zu nötigen Soft Skills eines Managers über: "Ein gutes Gefühl für Mitarbeiter", die er aber auch ein "bissi schimpft, wenn sie nicht das tun, was er sagt".
Und schließlich weiß ein Junge: Man verdient viel und telefoniert immer.
Es ist also "der Manager", den die Kinder da beschrieben haben. Krawatte, Anzug und beinah jeder Satz beginnt mit "er" - all das lässt keinen Zweifel darüber aufkommen, wen die Kinder und schließlich auch die ZuseherInnen da im Kopf haben, wenn sie an die Arbeit im Management denken.
Dank solcher starrer Rollenzuschreibungen könnte es bei den Mädchen noch etwas dauern, bis sie auf die Idee kommen, darüber nachzudenken, ob sie später vielleicht auch mal "viel verdienen und viel telefonieren" wollen.
Eine Zitrone für folgende fehlende Regieanweisung: Es gibt auch Managerinnen - und die müssen nicht unbedingt ein Businesskostüm tragen. (beaha, dieStandard.at, 2.8.2012)
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und eine zitrone für kinder im volkschulalter....das ist doch schon ein bisschen lächerlich.
die haben grad schreiben gelernt und jetzt regt man sich drüber auf, daß sie nicht gendergerecht denken.
das ist doch lächerlich
Oh Gott, liebe Zitronenredaktion! Sie haben die Ironie dieses Settings offenbar gar nicht kapiert. Deshalb bleibt für mich wirklich nur mehr der schale Geschmack säuerlich-bitterlicher absoluter Humorfreiheit in der Gendersache.
Sie kapieren das nicht.
Verbrecherinnen, Diebinnen, Mörderinnen etc gibts im Verhältnis nur ganz wenige. Grosso modo sind also die Männer die Bösen. Daher muss das nicht gegendert werden.
Was? – Managerinnen gibts auch nur ganz wenige? Skandal! Das zeigt wieder mal, wie böse die Männer sind, weil sie Frauen nicht an die Spitze lassen! Daher muss das dringend gegendert werden!
Jetzt kapiert?
Es geht darum, was der/die RegisseurIn dieses Clips die Kinder beim Dreh gefragt hat. "Was macht ein Manager?" wurde gefragt, und offenbar kein einziges Mal "Was macht eine Managerin?"
Und so enststehen 70 "er macht"-Antworten. Kein einziges Mal "sie".
Darum gehts dieser Zitrone.
Nicht darum, dass die Kinder Trottln sind.
gendermäßig richtig wäre die fragestellung: "was macht ein manager oder eine managerin?" vl wurde sogar so gefragt.
wie würde ein ca. 7-9jähriges kind auf so eine frage antworten? ich glaube nicht, dass es mit "er oder sie macht..." antworten würde.
Üblicherweise übernimmt man WÖRTER aus einer anderen Sprache ... aber gleich die ganze GRAMMATIK zu übernehmen ist etwas unüblich :-p
So wie es in deutschsprachigen Ländern also richtig bzw. okay is zu sagen "Capuccinos" und nicht "Capuccini" ist es auch okay zu sagen "Managerin".
Das Video insgesamt zeigt weniger die Inkompetenz der Macher. Es zeigt eher - wenn nicht eindeutig darauf hingewiesen wird, dass ein Manager auch eine Frau sein kann, dann ist in den Köpfen bereits unserer kleinsten Mitbüger drinnen "ER". Das Video zeigt also wie sehr schon kleine Kinder unsere falschen Rollenbilder (Er arbeitet, sie ist für Haushalt und Kinder zuständig) in sich aufgesogen haben. Problem - ab dem Zeitpunkt dieses "aufsaugen" ist es zu spät
Oh Mann. "Zu hoch" ist hier einigen (wie Ihnen), dass die englische Sprache keine geschlechtsspezifischen Artikel hat. "A manager" im Englischen ist also weiblich oder männlich, "ein Manager" im Deutschen ist jedoch ausschließlich männlich.
Kapiert?
Und wärs also nicht sexistisch gewesen, wenn nach "einer Managerin" gefragt worden wäre und die Kinder immer statt "der" "die" gesagt hätten? Oder hätte man mal so, mal so fragen müssen und damit den Clip verunstalten, weil ständig das Pronomen getauscht wird?
Und wenn man das getan hätte, wärs dann nicht sexistisch, wenn die Managerinnen besser/schlechter weggekommen wären als die Manager? Oder öfter/seltener genannt? Vielleicht wurden die Kinder sogar danach gefragt, aber die Antworten dazu waren nicht so gut?
Sorry, ernsthaft...
Die Genderunterrichtsstunde könnten Sie sich sparen, wenn Kinder in einer Welt aufwachsen würden in der selbstverständlich ist,d ass Frauen und Männer dieselben Positionen inne haben können und auch tatsächlich inne haben. Denn dann hätten ja Kinder von klein auf verinnerlicht "es gibt Mamas und Papas, die auf Kinder aufpassen. Es gibt Mamas und Papas, die in Büros arbeiten. Es gibt Mamas und Papas, die ...". Das Video zeigt ja wie manifest falsche Rollenbilder schon bei Kindern sind. Problem: ein mal manifest sind sie kaum weg zu bringen.
Vermutlich versucht man die Kinder nur an die Realität (ungleicher Rollenverteilung) heranzuführen mit Ken als Arzt und Barbie als Erzieherin, Köchin, Büglerin.
it's a beautiful world
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