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Seit 2003 in Haft: Michail Chodorkowski, dessen Verurteilung die Menschenrechtsorganisation Amnesty als politisch motiviert einstuft.
Moskau - Der inhaftierte russische Regierungsgegner Michail Chodorkowski hat den Prozess gegen die Moskauer Band Pussy Riot als "Schande für Russland" kritisiert. Die drei wegen Rowdytums angeklagten Frauen würden erniedrigt und mit langen Gerichtssitzungen ohne angemessene Pausen und Mahlzeiten gequält, schrieb der frühere Ölmilliardär für seine Internetseite.
Drei von 17
Zu Beginn des sechsten Prozesstages am Montag warf die Verteidigung dem Gericht erneut Willkür vor, weil nur drei von 17 EntlastungszeugInnen zugelassen worden seien.
Den Künstlerinnen drohen nach ihrem Protest gegen Präsident Wladimir Putin in einer Kirche sieben Jahre Straflager. (APA, 6.8.2012)
Haftstrafe bis zu drei Jahre droht - KritikerInnen orten weiteren Druck auf die Zivilgesellschaft
Zwei Professorinnen erinnerten in Moskauer Kirche an "Punkgebet" - Laut Polizeisprecher wurden die Frauen nach einem Verhör wieder freigelassen
Jekaterina Samuzewitsch fürchtet neue Anklage nach Verbot von Internet-Videos - Ehemalige Anwälte werfen ihr vor, mit Justiz und Kreml eine Absprache getroffen zu haben
Klägerinnen führen an, in ihrem Verfahren sei unter anderem gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Folterverbot verstoßen worden
Maria Alechina kritisiert die Haftbedingungen im Arbeitslager scharf - Es komme zu Todesdrohungen und einer "Sklavenmentalität"
Aljochina beantragte Haftaufschub, damit sie sich besser um ihr Kind kümmern könne
Internetseiten wurden blockiert - Laut Gutachten verletze das Punk-Gebet Gläubige und verberge Aufrufe zu Aufruhr und Ungehorsam
Der russische Präsident in Reaktion auf Merkels Kritik, das Urteil gegen die feministische Punk-Band sei zu hart
Der russische Regierungschef bekräftigt seine Kritik an weiterer Haft der feministischen Punkmusikerinnen
Anwältin informiert Öffentlichkeit - Offizielle Information steht noch aus
Freigelassene Musikerin Jekaterina Samuzevitsch erhebt Beschwerde
Jekaterina Samuzewitsch sieht ein Umdenken in der russischen Gesellschaft
Zwei übrigen Aktivistinnen müssen tatsächlich zwei Jahre ins Straflager
Die regierungsnahe russische Jugendorganisation Naschi nennt der Polizei sechs Namen - Für Hinweise gibt es Belohnungen von knapp 1.250 Euro
Bei Werbeaktion des Unternehmens hatten UserInnen Protest-Foto auf Platz eins gevotet - Möbelkette entfernte es nachträglich: "Kein Ort für Agitation"
Yoko Ono zeichnet verurteilte Punkmusikerinnen mit hoch dotiertem Friedenspreis aus
EU-Abgeordnete kritisieren Einschüchterung der russischen Opposition - Sacharow-Preis wird für Einsatz für Menschenrechte und Demokratie verliehen
Russischer Regierungschef vom Protest jedoch "angewidert" - Am 1. Oktober entscheidet Gericht über Einspruch
Ex-Präsident Gorbatschow meldet sich zu Wort: "Ernsthaftes Gespräch" statt ungerechter Strafe hätte gereicht
Bewunderung für Punkband "Höhepunkt der Geschmacklosigkeit": Premier Necas um Export in die Großmacht besorgt - Außenminister Schwarzenberg kontert
Man müsse "die Gefühle der Gläubigen schützen", so der russische Präsident - Zudem versuche er, nichts mit dem Fall zu tun zu haben
Die Sängerin sieht sich von Moskauer Sender verkürzt wiedergegeben und wirft TV Zentr Zensur vor
Hasst Putin, aber liebt ihr Land: Nadeschda Tolokonnikowa gibt sich im "Spiegel"-Interview kämpferisch wie auch patriotisch
100 AktivistInnen mit farbigen Kopfmasken haben aus Protest gegen Russlands Justiz den Pavillon in Venedig besetzt
Die Tat ereignete sich nur kurz nach einigen Solidaritätsaktionen für die drei Musikerinnen von Pussy Riot