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St. Petersburg/Moskau - US-Popstar Madonna hat in St. Petersburg ungeachtet des Verbotes, öffentlich über Homosexualität zu reden, zu Toleranz für Schwule und Lesben aufgerufen. "Wir alle verdienen Liebe", sagte Madonna am Donnerstagabend Medien zufolge vor rund 25.000 Menschen in der Konzertarena.
Die Sängerin hatte als Zeichen ihrer Solidarität mit den in Russland ausgegrenzten Schwulen und Lesben rosafarbene Armbänder an die Fans verteilen lassen. Madonna beklagte eine "wachsende Intoleranz" in der Welt und rief auf, zum Protest die Hände mit den Armbändern zu heben. Die Pop-Ikone hatte sich während ihres Aufenthalts in Russland auch für die Freilassung der wegen "Rowdytums" inhaftierten Punk-Musikerinnen von Pussy Riot eingesetzt. Sie sagte, sie bete für die drei Frauen.
Madonna unter Beobachtung
In der russischen TouristInnenmetropole gilt ein international umstrittenes Gesetz, das "Homosexuellen-Propaganda" verbietet. Vor dem Konzert hatten auf der Straße zahlreiche russisch-orthodoxe Christen mit homophoben Losungen gegen Madonnas Konzert protestiert. PolitikerInnen und erzkonservative ChristInnen kündigten an, Videoaufnahmen von der Show auszuwerten. Ein Stadtparlamentarier der Regierungspartei Geeintes Russland drohte mit einer Anzeige, sollte Madonna gegen das Verbot verstoßen haben.
"Wir wollen für das Recht kämpfen, frei zu sein. Ich reise viel herum in der Welt und habe erlebt, dass die Menschen immer intoleranter werden. Aber wir können das ändern. Wir haben die Kraft", sagte Madonna nach Angaben der Agentur Interfax vor der jubelnden Menge. Homosexualität ist in Russland seit Anfang der 1990er kein Straftatbestand mehr. Das neue Gesetz gilt bereits in mehreren russischen Städten und verhindert nach Meinung von ExpertInnen auch die Aufklärung über Aids. (APA, red, 10.8.2012)
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dass es wenigstens noch ein paar promis da draußen gibt, die sich für eine sache einsetzen - und zwar nicht nur pseudomäßig, sondern wirklich! denn es verdient wirklich großen respekt, wenn madonna trotz der restriktiven gesetze und den beschimpfungen der regierung hier haltung zeigt.
aber ich denke sie kann sich gut mit der unterdrückten gay-community identifizieren, ist sie doch seit nunmehr 25 jahren ständigen anfeindungen der öffentlichkeit und der presse ausgesetzt. ich erinnere mich nur an die häme und völlig unangebrachte kritik zu ihrem konzert in wien vor wenigen wochen. wenn man sich die kommentare dazu im internet durchliest, dann wird einem ganz anders. sie weiß genau woraus intoleranz ensteht! cool madonna!!
wirklich zu wünschen übrig ließ, nicht die musikalische Darbietung an sich, sondern die unzumutbar lange Wartezeit - vor mir war eine junge Frau, die nach 3 Stunden Dauerstehen nicht mehr konnte und das Stadion verließ. Dafür der Person Madonna die Schuld zu geben finde ich aber naiv, weil bei dem gewaltigen technischen Aufwand der Show, sind die Launen bzw. der Wille der Frau mit Sicherheit das geringste Problem in Bezug auf den pünktlichen Beginn der Show. Coole Frau, wirklich - gibt immer denen eine Stimme, die selbst keine haben und schert sich überhaupt nicht um Reaktionen oder Drohungen der "Mächtigen". Coole Frau, Hochachtung!
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