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Die isländische Musikerin Björk solidarisiert sich mit den Punk-Rockerinnen Pussy Riot.
Reykjavik - Die isländische Popsängerin Björk hat sich für die Freilassung der Mitglieder der russischen Punk-Band Pussy Riot ausgesprochen. Als Musikerin und Mutter sei sie ganz und gar dagegen, dass die Frauen wegen einer friedlichen Protestaktion im Gefängnis seien und vor Gericht stünden, schrieb Björk in einer Erklärung auf ihrer Website. "Meiner Meinung nach sollten die russischen Behörden sie zu ihren Familien und Kindern zurückkehren lassen", so die Künstlerin.
Unterdessen wurde auf Twitter unter dem Hashtag #freepussyriot ihr Lied "Declare Independence", erschienen 2007 auf dem Album "Volta", verbreitet.
Den Musikerinnen drohen wegen "Rowdytums" bis zu sieben Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft hat drei Jahre gefordert. Das Urteil soll am 17. August bekannt gegeben werden.
In Reykjavik solidarisierte sich am Freitag auch der Bürgermeister der isländischen Hauptstadt, Jón Gnarr, mit den Pussy Riot-Sängerinnen. Gnarr hatte, als Frau verkleidet und auf einem Transporter tanzend, an der homosexuellen Parade in Reykjavik teilgenommen und während seiner Ansprache die Freilassung der Bandmitglieder gefordert. Gnarr rief die isländische Regierung dazu auf, sich für die Frauen einzusetzen. Die Regierung sollte überall und zu jeder Gelegenheit gegen "diese Menschenrechtsverletzung protestieren", forderte der Bürgermeister. (APA, red, 13.8.2012)
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