Freier werden ohne Verwarnung bestraft

16. August 2012, 14:40
  • Im April 2012 demonstrierten Mitglieder der Gruppe "Indignant Prostitutes" (Empörte Prostituierte) gegen des Verbot der Straßen-Prostitution.
    foto: reuters/gustau nacarino

    Im April 2012 demonstrierten Mitglieder der Gruppe "Indignant Prostitutes" (Empörte Prostituierte) gegen des Verbot der Straßen-Prostitution.

Die katalanische Metropole verschärft die Gangart gegen Freier von Straßen-Prostituierten - Für die Frauen werden Schutzmaßnahmen ergriffen

Barcelona - Barcelona verstärkt den Kampf gegen die Straßenprostitution. Wie die zweitgrößte spanische Stadt am Donnerstag mitteilte, werden die Freier von Straßen-Prostituierten künftig mit Geldstrafen von bis zu 1.500 Euro belegt. Sexualakte mit Prostituierten an öffentlich zugänglichen Orten werden mit bis zu 3.000 Euro bestraft.

Dies sieht eine Verordnung vor, die an diesem Freitag in Kraft tritt. Die katalanische Metropole hatte die Straßenprostitution bereits 2006 für illegal erklärt. Nach den bisher geltenden Bestimmungen erteilte die Polizei bei Verstößen gegen das Verbot allerdings zunächst nur Verwarnungen. Strafen wurden erst im Wiederholungsfall eingehoben.

Diese Regelung wird nun verschärft. Demnach soll die Polizei künftig Geldstrafen ohne vorherige Verwarnungen verhängen. Verhandlungen auf der Straße über sexuelle Dienste werden mit einer Strafe von 300 Euro belegt. Werden solche Gespräche in der Nähe einer Schule geführt, erhöht sich die Summe auf 750 Euro.

Schutz für den schwächsten Teil der Branche

Die Stadtverwaltung wies darauf hin: "Die Erhebung von Geldstrafen wird sich insbesondere auf die Kunden konzentrieren." Für die Prostituierten sollten Schutzmaßnahmen ergriffen werden, weil sie der schwächste Teil der Branche seien.

Weder erlaubt noch verboten

In Spanien gibt es keine landesweite gesetzliche Regelung für die Prostitution. Sexuelle Dienstleistungen sind weder erlaubt noch verboten. Das Madrider Parlament hatte es 2009 abgelehnt, die Prostitution als eine normale Erwerbstätigkeit anzuerkennen, weil viele Frauen zum käuflichen Sex gezwungen werden. Die Abgeordneten konnten sich aber auch nicht dazu durchringen, die Prostitution generell zu verbieten. (APA, 16.8.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 68
1 2

richtig so!
wer will schon die frauenfeindlichen zustände in deutschland haben? frauenhasser vll.

http://www.youtube.com/watch?v=LnV2S3NMl1Q

Bei 3:12: «Mir sind die Haare ausgefallen, ich bin immer dünner geworden...». Ja, das sind typische Symptome für Prostitution. Deswegen stehen auch immer so viele glatzköpfige Skelette am Strich. Hat sicher nichts mit ihrer Drogensucht zu tun.

wie kommens jetzt auf deutschland?

ich fordere ebenfalls ein schutzgesetz ...

und zwar für alle baustellenarbeiter, die gezwungen sind sich aus wirtschaftlichen gründen zwangszuprostituieren u ihren körper für weniger als eur 100,-- für 60 min. vermieten zu müssen.

auftraggeber von baufirmen sollen ab morgen strengstens bestraft werden!

sie sollten bauarbeitern mitteilen, dass es teil ihres jobs ist, sich gegenstände oder körperteile in ihren after einführen zu lassen. das wissen viele noch nicht, informieren sie bitte zumindest die österreichischen bauarbeiter darüber.
prostitution ist zwar ausbeutung, ausbeutung aber nicht immer auch prostitution.

und der körpereonsatz eines bauarbeiters ein anderer als der der prostituierten

so wie er ein anderer ist als der der verkäuferin

ist deshalb das anstellen einer verkäuferin per se ausbeutung?

ja, der lohnarbeit ist ausbeutung immanent

die welt wird offenbar

immer irrer!

- frauen quote in N-europa (bis dato fehlt immer noch eine sachliche begründung selbiger)
- prost. verbot (bis dato fehlt jeglicher nachweis, dass überhaupt mehr als 1% zwangsprostituierte sind)

es reicht mittlerweile anscheinend aus, 3-4 jahre lang den selben unsinn gebetsmühlartig zu wiederholen, dann glaubt jeder offenbar jeden unsinn!

und daraus werden dann gesetze gemacht.

und wir wundern uns, dass wir die VDS haben. die beruht doch auf dem selben irr-witz.

mehr als 1% kommt schon raus

wenn man nur die frauen zusammenzählt von denen in den medien in prozessen berichtet wird bzw. wenn man die weglässt, die daheim in den eigenen 4 wänden prostitution betreiben.

wäre es nämlich anders, dann würde garkeine nachfrage nach zwangsprostitution bestehen und man würde auch keine frauen aus dem ostblock hierher bringen müssen, weil es genügend bei uns gäbe, die diesen job gerne machen würden.

allein, daß es überhaupt zwangsprostituierte gibt ist beweis dafür, daß die arbeitsbedingungen nicht gut genug sind, daß man genügend freiwillige frauen findet.

Also ich kann ganz bestimmt und aus persönlicher Erfahrung behaupten: Wenn ich eine Frau wäre, die sich prostituiert, würde ich es freiwillig machen. Das die alle gezwungen werden, ist also kein Argument.

sie können das freiwillig machen, es gibt auch männliche prostituierte, die nachfrage ist nicht so klein, wie sie scheinbar vermuten.
wo möchten sie sich denn prostituieren? geben sie doch einige beschreibungen, damit sie infos erhalten können, wo sie am besten einsteigen in ihre prostitutions-karriere. und schicken's mir doch gleich ihre tel, wo sie erreichbar sind fürs geschäft.

"es gibt auch männliche prostituierte, die nachfrage ist nicht so klein, wie sie scheinbar vermuten."

V.a. die Nachfrage von Männern durch Männer ist nicht zu verachten..vielleicht möchte asdasdw2 das ja mal ausprobieren? ist doch gutes geld!

bitte beantworten

Es gibt (auf Österreich bezogen) in jedem Bundesland zahlreiche Bordelle bzw. den Straßenstrich. Woher kommen all die freiwilligen?

Warum sind diese Damen selbst beim Frauenarzt nach 17:00 Uhr in Begleitung von Männern?

Oder stimmt die "kopfschmerz Ausrede" nicht und Frauen wollen häufg Sex mit Unbekannten?

ich halte die behauptung dass eine grosse anzahl prostituierter (in europa) zu dieser erwerbstätigkeit von irgendetwas anderem gezwungen wird als den lebensumständen für eine legende, die in gewissen zivilgesellschaflichen kreisen viele "arbeitsplätze" schafft (jedenfalls gibt es diesbezüglich viele und teilweise sehr hohe subventionen).
ein generelles verbot würde aufgrund der sofortigen abwanderung aller betroffenen in den untergrund den bedarf an diversen hilfsorganisationen in die höhe schnellen lassen, wovon wieder gewisse organisationen profitieren.
tun wir nicht immer so, als würden ngo ehrenamtlich und frei von eigenen interessen agieren. das ist sachlich nicht nur unzutreffend sondern auch reichlich naiv.

Bravo Barcelona! Ein Schritt weiter zum europaweiten Prostitutionsverbot! Ohne das wird der Menschenhandel nie aufhören und werden Frauen weiterhin versklavt werden!
Und keine Frau soll mehr aus wirtschaftlicher Not in die Prostitution gezwungen werden. Dafür sind vor allem die Ostländer der EU verantwortlich!v

Äh es wird nur

die öffentliche Prostitution verboten. Die ihn BOrdellen ist weiter erlaubt - so nach dem Motto - Aus den Augen, Aus dem Sinn.

Ich nehme mal an das Zwangsprostituierte in Bordellen leichter zu "bewachen" sind, und eher noch weniger Chancen haben zu fliehen.

ja klar

als man alkohol verboten hat, hat ja auch sofort die sauferei aufgehört und die mafia sich kein loch in den bauch gefreut, daß man den schnapshandel jetzt ganz ihr überlassen hat...

göttin, schmeiß hirn vom himmel!

menschenhandel mit alkoholhandel (zur zeiten des verbots) vergleichen. ja, klar das ergibt sinn. *sarkasmus* und nur keinen gedanken daran verschwenden, dass legalisierung menschenhandel nur noch lukrativer macht, so wie in deutschland.

einige männer wollen anscheinend weiterhin frauen als "ware" ansehen. damit sex ja bequem und billig bleibt, ohne rücksicht auf die andere beteiligte person. bissl mehr rücksicht auf andere und empathie würde einigen hier echt gut tun.

natürlich ergibt es sinn, zu vergleichen,

was eine kriminalisierzung bewirkt

anstatt der alkoholprohibition könnens aber gern auch die kriminalisierung von drogen nehmen

menschenhandel ist sowieso illegal, redens also bitte keinen blödsinn von wegen legalisierung würde ihn lukrativer machen

und dann noch mir vorwerfen, ich würd unsinniges vergleichen...

wo bleibt ihre empathie mit den in die illegalität gedrängten sexarbeiterinnen?

um die gehts nämlich, nicht um die freier

Spanien ist fortschrittlicher und vernünftiger als wir. Hätte ich nicht gedacht, scheint aber so. Toll. Wweiter so, denn keine Frau prostituiert sich freiwillig, nicht heute und nicht vor 2000 Jahren.

Und damit es die doofen in diesem Forum auch verstehen: der verkauf von Cannabispflanzen und Samen ist erlaubt, der Konsum verboten und nicht umgekehrt, sprich der Konsument wird bestraft. Und so müssen auch die freier bestraft werden.

Spanien war immer fortschrittlicher und vernünftiger als wir

Denk z.B. an die Verpartnerung von Schwulen

"immer" oder in den paar Zapatero Jahren? dass Rajoy die Abtreibungslegalisierung und Homo-Ehe rückgängig machen will (und er erst seit Anfang des Jahres im Amt ist) stimmt ja wenig optimistisch..

"Spanien war immer fortschrittlicher und vernünftiger als wir"

o ja, vor allem unter franco...

Geh bitte!

Wen interessiert denn der Fraunz, der im 75er Jahr des vorigen Jahrtausends, zum Wurmfutter wurde?
In der Zwischenzeit hat die Welt doch schon eine menschenverachtende schwarz-blaue Regierung überlebt ;-)

was hat eine "schwarz-blaue Regierung" mit spanien zu tun?

wenns "irgendwann mal in den letzten 20 jahren" meinen, schreibens nicht "immer"

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 68
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.