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Genf - UNO-Expertinnen befürchten, dass die in Tunesien nun regierenden Islamisten die Rechte der Frauen beschneiden. Insbesondere kritisierten sie den Verfassungsentwurf, wo die Frau als "Ergänzung" zum Mann definiert wird.
Damit würden die Frauen in Tunesien nicht als vollständig unabhängige Individuen betrachtet, sagte die Expertinnen-Gruppe am Dienstag in Genf. Der Artikel 28 des Verfassungsentwurfs spreche von der Frau als "Ergänzung zum Mann in der Familie".
"Einmalige Gelegenheit"
Die UNO-Gruppe warnte, dass die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte für die Grundrechte der Frauen und die Gleichstellung in der tunesischen Gesellschaft einen Rückschritt zu erleiden drohen. Mit dem politischen Übergang in Ländern wie Tunesien biete sich eine einmalige Gelegenheit, Fortschritte zu machen und die bisherigen Grundrechte zu sichern.
Wie dieStandard.at berichtete, hat die geplante Rückstufung der Frauen in der Verfassung in Tunesien schon zu heftigen Protesten geführt.
Inspektion im November
Die von der Indonesierin Kamal Chanrakirana geleitete Gruppe von insgesamt fünf Expertinnen wird im November im nordafrikanischen Land die Situation der Frauen untersuchen. Die tunesische Führung habe den Besuch bewilligt, hieß es am Dienstag. (APA, 21.8.2012)
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