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Ertappt! Caroline ist die Tochter eines reichen Mannes - zumindest war er das einmal.
Schicke Restaurants, riesige Wohnungen, teure Klamotten und noch teurere Dienstleistungen. In den letzten Jahren wurde das den Konsumentinnen von US-amerikanischen Serien und Filmen mehr und mehr als das Durchschnittsleben verkauft. Dass sich all das aber selbstverständlich nur sehr gut Verdienende oder aus sonstigen Gründen Vermögende leisten können, spielt oftmals keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Die besten Beispiele dafür sind wohl "Deseperate Housewives" und "Sex and the City" sowie zahlreiche Filme - vor allem romantische Komödien -, in denen eine nur für wenige leistbare Lebensart als Standard dargestellt wird.
FernsehkonsumentInnen, die in den 80er und 90er Jahren sozialisiert wurden, erinnern sich zwar auch an eine Reihe reicher Menschen im TV, denken wir nur an "Dynasty", "Dallas" oder "Falcon Crest". Doch bei diesen Serien war der Reichtum der Familien explizit Thema und sie wurden auch klar als überprivilegiert gezeigt. Auf der anderen Seite gab es Erfolgsserien wie "Roseanne", "Seinfeld" und etwas später "King of Queens", die in klebrigen Diners und wenig ansehnlichen Vorstädten spielen.
Doch ein solches Diner schaffte es nun doch wieder zum zentralen Schauplatz einer neuen Serie, die sich über ökonomische Verhältnisse nicht hinwegschwindelt, sondern sie als Ausgangspunkt nimmt. "2 Broke Girls", das ist einmal Max, die in Brooklyn lebt und sich mit zwei Jobs über Wasser hält. Sie arbeitet als Nanny in Manhattan und als Kellnerin in einem Diner in Brooklyn, wo Max auf die zweite Hauptfigur der Serie trifft: Caroline. Ihr Vater zählte zu den reichsten Börsenspekulanten von New York, hat allerdings über Nacht alles verloren, weswegen Caroline nun zum Kellnern gezwungen ist.
Nach anfänglichem misstrauischen Beschnuppern und etwas holprigen Slapstick-Einlagen kommen sich die hemdsärmelige Max und die verwöhnte, aber herzensgute Caroline schnell näher.
Der völlig unterschiedliche Hintergrund der beiden könnte als Vorlage für eine Sitcom tatsächlich einiges hergeben. In der ersten Folge wird das Potenzial eines solchen Plots etwa mit der durchgeknallten Arbeitgeberin von Max angedeutet, bei der sie als Babysitterin arbeitet. Das sonst so oft als erstrebenswert dargestellte Park-Avenue-Leben einer reichen New Yorker Familie wirkt in "2 Broke Girls" einfach nur schräg.
Doch gegen Ende der ersten Folge wird ein Weg eingeschlagen, der in eine wenig originelle Richtung führen dürfte und wieder die üblichen "Arm/reich"-Klischees bedient. Caroline, Absolventin einer Businessschool, entdeckt die hervorragenden selbst gemachten Cupcakes von Max und kann die Kohle, die frau damit machen könnte, schon förmlich riechen. Max steht indessen Carolines Begeisterung über die eben entdeckte Cashcow eher überrascht gegenüber - sie wäre nie und nimmer auf die Idee gekommen, dass sie für ihre Backwerk sieben (!) Dollar verlangen könnte, wie Caroline vorschlägt. Die geschäftsuntüchtige, aber handwerklich geschickte und fleißige Arbeiterin Max scheint vom Einfluss der in Business-Dingen schlauen Caroline, die den Geschäftssinn offenbar im Blut hat, nur profitieren zu können.
Ein eigenes Cupcake-Geschäft ist schließlich das am Ende der ersten Folge erklärte Ziel. Mit einer Geldsumme wird nach jeder Episode angezeigt, wie nahe sie diesem Ziel sind - und wir einmal mehr dem Märchen vom Aufstieg bislang mittelloser Menschen. (Beate Hausbichler, dieStandard.at, 30.8.2012)
Info
"2 Broke Girls", dienstags auf Pro 7, 21.15 Uhr.
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Symphatische Serie, aber: Ein Paketbote und eine Sekreterin, die in einem Schicken AHus wohnen, fette Auts fahren und immer mal wieder zum Golfspielen in die Karibik fliegen....
...ich glaube nicht das die Lebensrealität von Paketboten hier realistisch nachgespielt wurde.
in die karibik fahren sie ein einziges mal innerhalb der serie und reden schon vorher dauernd davon, daß sie sich das eigentlich nicht leisten können -und dort können sie, nachdem ihr haus von schimmel befallen ist, was ihnen arthur mitteilt, nichtmal mehr essen im restaurant leisten und picknicken am strand.
in der serie wird dauernd darüber gesprochen, daß sie kein/zu wenig geld haben für alles.
Gerade der Autokauf und das Gold spielen in der Karibik wird so dargestellt, dass sie sich bis ans Ende ihres Lebens verschulden und so den Durchschnittsamerikanter zeigen. Wird auch direkt angesprochen, dass das nur mit Schulden funktioniert und sie fechten auch ständig bei Dougs Eltern um Kohle und werden deswegen für ihren Lebensstil kritisiert. Nix gegen meinen Dicken *gg*
selbst wenn jemand vorkommt, der in seiner rolle alles verloren hat (kein job, kein geld-völlig abgebrannt) dann kommt er in sein als "bruchbude" bezeichnetes zuhause und hat dann ein wohnzimmer das immer noch größer ist als die gesamte wohnung von 98% der menschen.....immer wieder lächerlich.
muss halt wieder mit einer intensiv elektroschock therapie ins leben zurückgeholt werden ..
und die lebenslüge ist ja auch soooo schön .. vom tellerwäscher - in der serie tellerwäscherin - in die millionärsschicht .. whow .. nett wäre der bruch, wenn sie dabei völlig scheitern ..
wo doch klar ist, dass von 0 auf 100 nur in der entertainment-industrie möglich ist ..
Das ist genauso realistisch, wie dass Dougs Frau so aussieht: http://filmgordon.files.wordpress.com/2012/07/l... mini_2.jpg
Wie es in den USA für die "untere Mittelschicht" wirklich ist, sieht man eventuell bei Malcolm: Ständig Troubles, oft unversichert, perspektivenlos trotz Begabung.
Oder Scrubs: Jungärzte sind entweder aus gutem Haus (mit Gärtner-Service . . .) oder besonders begabt und zum Schluss dennoch 6-stellig verschuldet nach den Studium.
Wer schon einmal durch ein Slum gecruist ist, der weiß, wie einem da schnell Angst und Bang wird und warum man da das Auto von innen verriegelt . . .
USA ist zum Teil ein Schwellenland.
King of Queens entspricht in Kernpunkten eben auch nur dem typischen Konzept.
Eine durchschnittliche US-Family-Sitcom handelt von einem dicken Mann und seiner Ehefrau, welche nicht nur weit fescher ist als er, sondern ihm in der Regel auch geistig überlegen ist. Man lebt in einem eigenen Haus in einem Vorort, hat mindestens zwei Kinder, von denen meist eines spürbar intelligenter ist als der Rest der Familie, was als Aufhänger dazu dient sich über gehobene Kultur und Intellektuelle lustig zu machen, um so dem allgemeinen Charakter der Glorifizierung des (geistig) einfachen Mannes zu entsprechen.
Dougs Frau schaut in Echt aber so aus, was ja auch nicht zu verachten ist:
http://tinyurl.com/cbp3jjw
Hier ist nur die klitzekleine Kleinigkeit zu beachten, dass Doug in Echt kein UPS-Fahrer ist...
diese serie bedient eigentlich so ziemlich alle klischees, die es gibt. die reiche wird ja auch als naiv dargestellt, waehrend die arme ueber street smarts verfuegt.
im grossen und ganzen ist die serie eher mittelmaessig witzig, laesst sich aber hin und wieder doch ertragen. viel weniger schlimm als vampire diarrhea und aehnliches.
.. habe schon vor 4 jahren eine doku gesehen, wo eine immobilienmaklerin als nebenjob tänzerin in einem strip-lokal war .. und die maklerin hat keine kleinen wohnungen oder ramsch verhökert, sondern für amerikanische verhältnisse häuser der mittelklasse und oberklasse ..
erschreckend ist ja, was manche leute außerhalb der usa glauben, wie es in den usa zugeht .. wer halt nur das leben aus den typischen fernsehserien kennt ..
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