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Bern - Die Schweizer Regierung will die Zulassungskriterien für die Blutspende überprüfen. Der Grund ist, dass Männer, die sexuellen Kontakt mit Männern haben, von der Blutspende kategorisch ausgeschlossen sind. Maßgeblich soll stattdessen das Risikoverhalten sein.
Hat ein Mann auch nur einmal in seinem Leben sexuellen Kontakt mit einem Mann gehabt - auch geschützt -, ist er für immer von der Blutspende ausgeschlossen. So will es eine Regelung aus dem Jahr 1977. Dagegen werden Heterosexuelle mit mutmaßlich ausschweifendem Lebenswandel nicht so streng behandelt, wie der Grün-Politiker Luc Recordon (Grüne) in einer Interpellation festhielt.
Dies stellt laut Recordon eine Diskriminierung dar. Er regte an, die Haltung in der Schweiz zu überdenken, da der Bedarf an Blut groß sei und weitere Blutspender willkommen wären.
Regierung will "neue und bessere" Formulierung
Die Regierung räumte in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort ein, dass sich die Zulassung eher am Risikoverhalten des Blutspenders im Allgemeinen orientieren sollte. Die Regierung will deshalb eine "neue und bessere" Formulierung prüfen.
Um die Übertragung von Krankheiten durch Spenderblut auszuschließen, werden Blutspender ärztlich geprüft und zu ihrem Risikoverhalten befragt. Das gespendete Blut wird zudem auf Krankheitserreger getestet.
Für die Blutspende ist in der Schweiz die Blutspendedienste des Schweizerischen Roten Kreuzes zuständig. Die Ausschlusskriterien sind international abgestimmt. Das internationale Organ sieht einen erhöhten Zusammenhang zwischen der Übertragung des Hepatitis-B- und HI-Virus, wenn der Blutspender sexuellen Kontakt mit Männern hat. (APA, 31.8.2012)
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ach so, und deswegen wurden schwule männer schon mal vorab generell als risikofaktor stigmatisiert, ausgegrenzt, weil sie nicht `sauber`wioe die heteros sind? dabei gibt`s ne menge heteros mit `ausschweifendem` sexualleben in jede richtung, die ungeschützt sexuell übertragbare krankheiten weitergeben, die sozusagen wie eine zeitbombe ticken. der schwule mann eine gefahr für die allgemeinheit, während der sog. `normalo-hetero` fein raus ist - das ist keine versteckte, sondern offen gelebte homophobie ...
Nein, sondern weil das HIV-Virus (das ist das, welches AIDS auslöst) in der Gruppe homosexueller Männer leider signifikant weiter verbreitet ist als in der übrigen Bevölkerung. Mit Homophobie hat das aber schon nicht das geringste zu tun (sonst wären z.B. homosexuelle Frauen auch ausgeschlossen. Oder?)
"Nach Schätzungen der Studie „HIV/AIDS in Österreich“ (2010) leben hierzulande zirka 9.000 HIV-infizierte Personen. Im Jahr 2009 entfielen 42 Prozent der neu diagnostizierten HIV-Fälle auf homosexuelle Kontakte, 43 Prozent auf heterosexuelle Kontakte, neun Prozent auf Drogenkonsum und sechs Prozent auf andere Übertragungswege. Rund 25 Prozent der Fälle wurden bei Frauen festgestellt."
Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/Portal.No... DS_hk.html
weisens doch bitte die von ihnen behauptete "signifikant" weitere Verbreitung von HI-Infektionen unter Homosexuellen Männern nach bitte....
interessant wäre auch warum homosexuelle Männer ein höheres Risiko aufweisen sollten als homosexuelle Frauen bzw als heterosexuelle Männer oder Frauen?
bitte um Bekanntgabe der Quellen für ihre Behauptungen, dankeschön.
Den Bevölkerungsanteil noch mitberücksichtigen.
"42 Prozent der neu diagnostizierten HIV-Fälle auf homosexuelle Kontakte, 43 Prozent auf heterosexuelle Kontakte"
mehr heterosexuelle Kontakte als homosexuelle haben zu einer Neuinfektion geführt.
Bevölkerungsanteil ist dabei irrelevant. Oder kennen sie die Anzahl an homosexuellen Sexualkontakten pro Jahr und können diese der Anzahl heterosexueller Kontakte gegenüberstellen?
da wäre ich wirklich gespannt, wenn sie nun erklären wollen sie wüssten wie das Verhältnis aussieht :D
müsste mmn "ungeschützter verkehr mit häufig wechselnden partnern ohne deren status zu kennen" heißen o.ä. etc.
ich zb fühle mich aber nicht diskriminiert, weil ich nicht spenden darf, vielmehr finde ich es schade, dass viel wertvolles blut unserem spendensystem entgeht, weil viele spendefreudig wären, aber nicht dürfen
mmn gehört die formulierung aus staatlichem eigennutz geändert und nicht, weil etwa mein grundrecht, blutzuspenden verletzt wäre
mannerschnitten und ein paar würstel kann man auch kaufen... ;)
Der Ausschuss von der Spende gilt, wenn man mind. 3Monate durchgehend in England gelebt hat, und zwar vor ca 1990.
Der Erreger des so genannten Rinderwahns kann nur direkt aus einer Probe des Hirngewebes nachgewiesen werden, das würde wohl niemand wollen, oder?
Bei all dem Gejammer, wer nicht spenden darf, vergessen die Leute immer, dass sie nicht für sich selber sondern für andere spenden. Und dass bei allen med. Fortschritten das diagnostische Fenster zwar kleiner wird, aber nie ganz geschlossen werden kann.
ich darf bzw. dürfte nicht spenden, weil ich schwul UND irgendwann mal in england gelebt habe! doppelt diskriminiert, was ich absolut nicht einseh; ich bin u. lebe gesünder als die meisten heteros bzw. leute, die noch nie in england gelebt haben deswegen pfeif ich darauf!!! dies ist an absurdität nicht mehr zu überbieten!!!
auszug aus `ich bin es leid`von carolin emcke : Wir dürfen Kranke heilen, als Soldaten unser Leben riskieren und .....
bei der Olympiade vertreten. Nur heiraten und Kinder großziehen dürfen wir nicht. Warum eigentlich?
Wir dürfen als Ärztinnen und Krankenpfleger andere behandeln, wir dürfen als Hebammen die Kinder heterosexueller Paare zur Welt bringen, als Sozialarbeiterinnen oder als Therapeuten uns um die kümmern, die Hilfe oder Orientierung brauchen, wir dürfen in Hospizen Sterbebegleitung leisten, bei Olympia die Sportnation vertreten und an den Universitäten Forschung betreiben, die späteren Generationen zugutekommt, wir dürfen Organe spenden ..
http://www.zeit.de/2012/34/H... chstellung
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