"Sobald eine talentiert und motiviert genug ist"

  • Michael Schumacher: "Es gibt keinen Grund, warum Frauen nicht auch in der Formel 1 absolut erfolgreich sein können."
    foto: apa/valdrin xhemaj

    Michael Schumacher: "Es gibt keinen Grund, warum Frauen nicht auch in der Formel 1 absolut erfolgreich sein können."

Sollte eine Frau auch in der Formel 1 fahren, so das Männerbekenntnis des deutschen Piloten

Spa - Rekordweltmeister Michael Schumacher hofft in der Zukunft auf eine Pilotin in der Formel 1. "Es gibt keinen Grund, warum Frauen nicht auch in der Formel 1 absolut erfolgreich sein können", sagte der 43 Jahre alte Mercedes-Fahrer vor seinem 300. Grand Prix am Sonntag in Belgien in der ARD-Talkshow "Beckmann", "sobald eine talentiert und motiviert genug ist, wird die Formel 1 sofort offen sein dafür."

Frauen würden der Königsklasse des Motorsports noch fehlen, meinte der siebenmalige Weltmeister. "Ich bin öfter auf der Kartbahn unterwegs und sehe in letzter Zeit viel mehr Frauen im Kartsport", sagte Schumacher, "es würde mich nicht wundern, wenn sich da eine entwickelt, die es schaffen kann."

Lella Lombardi hat gepunktet

Als einzige Frau in der Formel 1 punkten konnte bisher 1975 Lella Lombardi. Beim damals nach einem Unfall von Rolf Stommelen abgebrochenen Stadtrennen in Barcelona holte die Italienerin im March Ford als Sechste einen halben Punkt. 1992 versuchte Flavio Briatores Ex-Freundin Giovanna Amati, sich in einem Brabham für einen Grand-Prix zu qualifizieren - allerdings erfolglos.

2005 absolvierten Sarah Fisher im September 2002 und Katherine Legge im November 2005 Testfahrten in der Formel 1. Dies hatten zuletzt auch Susie Wolff bei Williams und Maria de Villota bei Marussia geschafft. Die Spanierin Villota sorgte Anfang Juli mit einem Unfall, bei dem sie fast ihr Leben verlor, für Schlagzeilen. Mittlerweile schreitet die Genesung der 32-Jährigen weiter voran. (sid, 31.8.2012)

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sollte man nicht lieber doch eine frauenquote in der formel1 einführen?
:)

Aus vordergründig ...

ideologischen Gründen sollten Sie eigentlich grundsätzlich die Abschaffung dieses dekadenten Gladiatorenspiels fordern! ;-)

GaladiatorInnespiele - hoffentlich bald.

gab's ...

... Gladiatorinnen? ;-)

noch nicht, aber bald.

frauen - hätten es sogar leichter in die f1 - zu kommen als männer - da am anfang der f1 laufbahn meist sponsoren mitgebracht werden müssen um ein cokpit zu bekommen -

und für eine frau reicht es schon mit zu fahren um mediales interresse zu erzeugen - die burschen brauchen hierfür schon etwas mehr an leistung -

und auch in der f1 - gehts in erster linie - nur ums geld

genau so unaufgeregt sollte die debatte ueber das ausueben von angeblich weiblich bzw. maennlich dominierten berufen durch vertreter des jeweiligen anderen geschlechtes gefuehrt werden.

wer die qualifikation hat, soll auch die chance bekommen. in der f1 geht es ja ums gewinnen. eine tealeitung muesste ja verrueckt sein, wenn sie ein team nach geschlecht und nicht nach rundenzeiten besetzen wuerde.

an diesem beispiel sieht man aber auch recht schoen, wie realitaetsfern sog. "gleichberechtigungs"aktionen wie an der meduni wien sind. wie wuerden wohl rennen ablaufen, wuerde man bei der derzeitigen leistungsdichte unter weiblichen fahrern den teams vorschreiben, 50/50 zu besetzen?

der vergleich stimmt nicht.
im fall der uni geht es um bewilligung zur ausbildung, beim rennfahrer geht es um einen job.

die einmalige quote ist nicht (un)gerechter, als die bedingungen, die zu einer von der gruppen abhängigen abschneiden in einem test führt.

sinn macht natürlich eine schulreform, die in richtung indiviueller bewertung geht. also weg von der gruppenbewertung + auseinandersetzung mit rollen.
aber auch mehr sport, mehre kreative fächer, da gibts einiges was zu tun wäre.

einiges davon würde den männer n zu gute kommen, anderes trotz einer nichtfrauenspezifischen förderung den frauen

bei der schulreform bin ich bei ihnen.

beim unrecht mit unrecht bekaempfen nicht mehr.

naj, das unrecht, das einem selbst treffen könnte tut halt mehr weh, oder nicht?
soweit ich sehe, ist es eine zeitlich begrenzte maßnahme. also reicht es das nächste mal anzutreten, und sich besser vorzubereiten.

wenn man sich selbst staendig unrecht behandelt fuehlt tut es schon mal gut, den anderen auch mal eins auszuwischen, nicht?

kommen sie schon.

keine ahnung,
ich bin mir grad nicht sicher, mit wem ich mich grad identifizieren sollte, in Ihrem sinne.

na eben, das ist ja der springende punkt. jede identifikation mit einer bestimmten gruppe unterwirft uns ja fast automatisch gewissen vorurteilen, oder etwa nicht?

ist es für Sie so?
das heisst, der erste Schritt der dazu führt, dass wir den mädchen und burschen unterschiedliche fertigkeiten vorlegen und dementsprechend fördern, und dass wir den mädchen jene zuteilen, die gesellschaftlich weniger wertgeschätzt werden, finden Sie in Ordnung? (betrifft ja die anderen)
aber wenn in einem Studium (das Sie vielleicht nicht mal inskribieren) in einem jahrgang die auswerung gruppenspezifisch erfolgt, entsteht bei Ihnen der drang zur *vergeltung*

ein diskutant hier, der sich das 4. mal gmeldet hat, hat sich furchtbar aufgeregt, weil der dieses mal uU sogar rein gekommen wäre, dass er 3 jahre vebammelt hat ist wurscht. hautpsache er darf sich einmal ungerecht behandelt fühlen.

Talent hätten viele, es fehlt am Umfeld und am absoluten Willen.

Darf immer wieder mit weiblichen Talenten arbeiten. Im Kart anfangs gleich schnell wie die Buben verlagern sich mit Eintreten der Pubertät die Interessen. Und dann fehlt dieser totale Wille, auf das "eigene Leben" zu verzichten, sein soziales Umfeld zu verlassen. Nur für den Sport!! Nur um vielleicht eine Klasse höher raufzukommen, um dann erst weider zu scheitern , weil plötzlich der finanzielle Background (den alle brauchen) nicht mehr gegeben ist. Die Mädels tun sich schwerer in diesem beinharten Einzelkampf, noch dazu in einer schwer testosteronbelasteten Umgebung.

Die Claudia Hürtgen war so knapp dran in die F1 zu kommen, war sogar als Teamkollegin von Schumacher bei Benetton im Gespräch, bis es ihr in MC fast den Arm abgerissen hat.

Alles falsch: Frauen habe einfach zu viel Hirn ...

Ja klar, ...

so wie allen anderen weiblichen Spitzensportlerinnen der "absolute, letzte Wille zum Erfolg fehlt! -> Schmarrn! ;-)

Könnte aber auch damit zusammenhängen, dass Mädchen gesellschaftlich bzw. aus ihrem nahen Umfeld nicht so leicht Anerkennung für Rennsport ernten wie Buben. Bei Letzteren ist es in erster Linie toll, bei Mädchen kommt als erstes schnell das "Was, SOWAS interessiert dich (als Mädchen)?" auf. Gerade wenn es ein Einzepkampf ist, wirkt mangelnde bzw. gedämpfte Anerkennung umso schwerer, da es die Motivation beeinträchtigt.

Irgendwann wird es aber zweifellos eine weibliche F1 Fahrerin geben. Eine - wenn auch kleine - Basis an weiblichen Rennfahrern ist scheinbar vorhanden und Sponsoren sollten dank Medieninteressen auch wenig Problem sein.

Also wenn ich daheim gesagt hätte, daß ich Autorennen fahre, hätte ich ......Anerkennung bekommen?

meiner meinung nach ist es eher umgekehrt. frauen bzw maedchen bekommen alleine dadurch schon viel beachtung, weil sie in einer "maennerdomaene" sind. somit heben sie sich durch ihr weiblich-sein ab.

maenner und burschen koennen sich waehrenddessen nur durch leistung von der masse abheben.

vielleicht tritt hier der gleiche effekt ein, wie bei der angeblich leichteren benotung von maedchen in der schule. langfristig gesehen tut man ihnen damit keinen gefallen, weil sie einfach weniger gefordert werden.

was nicht heissen soll, dass eine frau nicht dazu in der lage waere, f1 weltmeisterin zu werden.

Das glaube ich nicht.

Mädchen und Frauen sind durchaus denkende und selbstentscheidende Wesen. Ich halte diese ständige Mär von "Männer machen, Frauen werden gemacht" für unverantwortlich und schädlich für die Gleichberechtigung. Wieso sollen Männer für ihre Taten immer selber verantwortlich sein (auch für ihr Scheitern) und Frauen nie (immer die Gesellschaft / strukturelle Gewalt / Umfeld)? Warum kann man nicht einfach anerkennen, dass Frauen aus freiem Willen selber Entscheidungen treffen, auch wenn sie nicht in die eigene Ideologie passen sollten? Wie soll man Frauen auf diese Weise je ernst nehmen?

das mit dem machen und gemacht werden ist eben nicht nur eine maer. der gleichberechtigung ist das natuerlich nicht foerderlich, aber dabei gibt es ebenauch gewinnerInnen, sonst haett es sich nicht so entwickelt.

http://www.youtube.com/watch?v=K... ature=plcp

Ich glaube Sie haben zu viele andere Diskussionen in mein Posting hineininterpretiert. Dass ein Mensch davon beeinflusst wird, wie seine Leistungen bzw. sein Verhalten von der Allgemeinheit aufgenommen wird, ist eine allgemeine Tatsache. Genau hier sehe ich dann schon auch einen Einflussfaktor wenn es um den Umstand geht, dass Mädchen später öfter mit dem Rennsport aufhören anstatt sich voll reinzuknien. Das ist das gleiche wie, dass es einem Buben schwerer fallen wird allgemeine Anerkennung für seine Handarbeitsfähigkeiten zu finden. Was ich beschreibe unterscheidet sich nicht bei den Geschlechtern und ich sehe es auch nicht als alleinigen Grund und damit "Ausrede". Es ist für mich schlicht ein allgemeiner Einflussfaktor.

ich glaube, dass es fuer buben schwerer ist, anerkennung fuer weiblich besetzte aktivitaeten zu finden, als umgekehrt.

fuer eine frau ist es doch positiv besetzt, stark zu sein, was ja eine klassiche maskuline eigenschaft ist. maenner haben's da schwerer, sie werden von frauen und maennern gleichermassen noch immer stark an ihre traditionellen geschlechterrolle zurueckgewiesen. wie gesagt, wem fliegen schon maedchenherzen dafuer zu, dass er gut stricken kann? welchem burschen wird auf die schulter geklopft, weil er den gegner beim fussballspielen auf's tor laufen laesst, anstatt unter risiko von verletzungen hineinzurutschen?

in dieser hinsicht haben sich frauen viel staerker emanzipiert als maenner.

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