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Marlene Streeruwitz.
Frankfurt/Berlin - Die österreichische Schriftstellerin Marlene Streeruwitz hat die Vergabe des Adorno-Preises an die amerikanische Philosophin Judith Butler verteidigt. Im Deutschlandradio Kultur wies sie am Donnerstagabend die Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland zurück. Zu dessen Vorwurf, dem Kuratorium des Adorno-Preises fehle es an moralischer Festigkeit, sagte Streeruwitz: "Ich finde es einfach eine maßlose Feststellung, und ich stehe davor und staune." Streeruwitz gehört in diesem Jahr dem Kuratorium an, das über den Adorno-Preis der Stadt Frankfurt entscheidet.
Butler bekomme den Preis "für ein Riesenwerk und eine Stellungnahme zur Welt, die sehr komplex und differenziert" sei, sagte Streeruwitz. Es sei an der Zeit, Butlers Replik auf die Antisemitismus-Vorwürfe entgegenzunehmen "und zu sagen: jetzt reden wir weiter".
Die jüdische Philosophin, die an der University of California in Berkeley lehrt, unterstützt die Boykottbewegung, die gegen die Besetzung der palästinensischen Gebiete durch Israel protestiert. Butler hatte in einem Zeitungsinterview erklärt, ihre angebliche Unterstützung für Hamas und Hisbollah sei "schrecklich" missverstanden worden. Sie lehne jede Form von Gewalt ab. (APA, 31.8.2012)
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Also wenn's nur um Komplexheit und Differnziertheit geht, gibt's sicher wenige, die den Preis mehr verdienen als Butler. Sie ist nicht umsonst auch Preisträgerin des Bad Writing Contest.
Zitat Butler:
"The move from a structuralist account in which capital is understood to structure social relations in relatively homologous ways to a view of hegemony in which power relations are subject to repetition, convergence, and rearticulation brought the question of temporality into the thinking of structure, and marked a shift from a form of Althousserian theory that takes structural totalities as theoretical objects to one in which the insights into the contingent possibility of structure inaugurate a renewed conception of hegemony as ...."
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