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Serien wie "Austria's Next Topmodel" gibt es in mittlerweile 38 Ländern - und sie vermitteln alle dasselbe: Jung, dünn, groß - wer da nicht reinpasst, ist nicht schön.
Gegen den von Puls4 weitergetriebenen Schönheitswahn traten in St. Pölten auf: Astrid Holzinger, Jutta Schmitzberger, Angelika Woisteschläger, Marlene Reinberger, Andreas Beer, Peter Schicho, Torsten Wild (v.l.n.r.).
Die SozialdemokratInnen rüsten gegen Schönheitswahn unter Jugendlichen. Erst hat sich die Sozialistische Jugend Niederösterreich (SJNÖ) beim Austria's Next Topmodel Casting am Freitag in St. Pölten in Aktionismus geübt und am Dienstag zogen die AktivistInnen der SJ gemeinsam mit den SPÖ-Frauen in Wien nach: Bei "Austria's Next Topfmodel" konnten Jugendliche mit Topf am Kopf für das Ablegen der "Zwangsjacke Schönheitsideal" wie bei einer echten Castingsituation posieren, inklusive rotem Teppich. Viele junge Menschen beteiligten sich an dieser Aktion am Johanna-Dohnal-Platz in Mariahilf.
"Gerade Jugendliche, und besonders viele Mädchen, leiden oft unter dem übertriebenen Schönheitsideal. Die Bilder, die uns in TV- und Werbeformaten vermittelt werden, sind mitverantwortlich dafür, dass sich mehr Menschen denn je in ihrer Haut nicht wohlfühlen. Daher wollen wir hier gemeinsam Grenzen aufzeigen und junge Menschen zum Nachdenken animieren", erklärte Wiens SP-Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch die Intervention.
Kein verantwortungsvoller Umgang
Die Aktion in Niederösterreich fand vor der Kika-Filiale in St. Pölten statt, wo sich Jugendliche aus ganz Niederösterreich versammelten, um mit ihrer Aktion auf die negativen Seiten des derzeit herrschenden Schönheitsideals hinzuwiesen. Austria's Next Topmodel auf Puls4 unterstütze und fördere aus Sicht der SJ-AktivistInnen dieses Ideal unmissverständlich. "Puls 4 reproduziert mit seiner Modelshow gängige Idealbilder. Wir fordern den Sender im Sinne der Gesundheit aller Jugendlichen auf, sich dem Thema verantwortungsvoller zu nähern", so die Frauensprecherin der SJNÖ, Naomi Dutzi.
Mädchen aufmerksam machen
"Wichtig war uns vor allem, keines der Mädchen, die beim Casting mitmachten, vor den Kopf zu stoßen oder sie anzuprangern", ergänzt NÖ-Landesvorsitzender Andreas Beer. "Durch die Aktion sollte lediglich darauf aufmerksam gemacht werden, wie die Schönheitsindustrie unser Denken beeinflusst und das geltende Schönheitsideal ins unmöglich Nachahmbare abgleiten lässt.
"Schon 13-Jährige beginnen mit Diäten. Essstörungen und Schönheitsoperationen gehören zum Alltag. Retuschierte Fotos zeigen uns Menschen, die es in der Realität so gar nicht gibt. Doch diese Werbekampagnen haben fatale Auswirkungen auf die Gesellschaft und das Selbstbewusstsein junger Menschen: Wir wollen uns nicht von Medien vorschreiben lassen, was 'schön' ist und was nicht", meint auch SJ-Wien Frauensprecherin Marina Hanke.
Bildbearbeitungskennzeichnung gefordert
Die SPÖ-Frauen und -Jugend fordern schon länger eine Kennzeichnung aller durch Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop manipulierten Fotos bei Werbebotschaften. Der Aktionismus zum Topmodelcasting versteht sich als konsequente Weiterführung der Forderung. (red, dieStandard.at, 4.9.2012)
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find ich gut. ich will mir ja auch nicht vorschreiben lassen, was ich schoen zu finden habe.
ad bildbearbeitungskennzeichnung: das kann man sich heutzutage ja schon dazudenken, weil es ja schon keine werbebilder gibt, die nicht retouchiert. mir wuerde es gefallen, wenn neben dem retouchierten foto das originalbild abgebildet werden muesste.
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