Testosteron-Hemmer gegen Homosexualität verschrieben

5. September 2012, 11:41

Mediziner verlor Job, weil er sich nicht professionell verhielt, urteilte eine Kommission

Sydney - Weil er einem Heranwachsenden Medikamente als "Heilmittel" gegen dessen Homosexualität verschrieb, darf ein australischer Arzt nicht länger als Allgemeinmediziner praktizieren. Die australische Beschwerdebehörde für das Gesundheitswesen urteilte am Mittwoch, dass sich der Arzt in dem untersuchten Fall nicht professionell verhalten habe. Ein Mann hatte Beschwerde eingereicht, weil er im Jahr 2008 als 18-Jähriger von dem Mediziner Tabletten erhalten hatte, um ihn von seiner Homosexualität "zu heilen". 

Testosteron-Hemmer verschrieben

Der Arzt und der 18-Jährige gehörten damals beide einer konservativen christlichen Vereinigung namens Exclusive Brethren an. Der Arzt verschrieb dem jungen Mann nach einem zehnminütigen Gespräch einen Testosteron-Hemmer. Das Komitee rügte, der Arzt habe das Medikament ohne klinische Notwendigkeit verschrieben und den Burschen zuvor nicht ordentlich untersucht. Zudem habe er ihn nicht an einen Psychologen oder eine Beratungsstelle weitervermittelt. (APA, 5.9.2012)

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19 Postings
Glauben und Sexualität

Ich finde immer wieder interessant, daß viele 'Religionen' ihren Glauben mit sexuellen Moralvorstellungen verknüpfen. Wie kommt man aber eigentlich auf die merkwürdige Idee, daß die persönliche Beziehung zu Spirituellem irgendetwas mit der alltäglich praktizierten Sexualität zu tun haben kann?

Ist für mich, ehrlich gestanden, offensichtlich. Spiritualität und Sexualität bilden den zentralen Wesenskern meiner Person. Sie sind dort beheimatet, wo Geist und Körper einander begegnen und vollkommen eins sind. Im Grunde handelt es sich also sogar um ein und dasselbe Phänomen. Demzufolge ist es sehr naheliegend, dass Religionsgemeinschaften, welche die Autonomie ihrer Mitglieder in einem dieser beiden Bereiche beschneiden, dies im anderen im selben Maße tun.

Wie kommen Sie drauf...

... dass es der zentrale Wesenskern sei? Das ist mal inhaltlich nur eine Behauptung, die noch nichtmal validierbar ist.

Beheimatet wo Geist und Körper einander begegnen? Aha, und wo wäre das? Auch nur eine leere Glaubensaussage...

ein und dasselbe Phänomen - naja, vielleicht für Menschen, die an Sexsucht leiden...

Mein Sexualitätsbegriff ist sehr weit gefasst. Praktizierte oder auch nur imaginierte sexuelle Handlungen stellen dabei lediglich die Spitze des Eisbergs dar. Mit Sexsucht hat das alles also nichts zu tun. Es geht um die Konfrontation mit der eigenen Bruchstückhaftigkeit, um die Sehnsucht, ganz zu sein, und um die Erfahrung von Vollkommenheit im Rahmen der individuellen Unvollkommenheit. Und – das Allerwichtigste – ich stelle keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit meines intuitiv gewachsenen persönlichen Weltbildes.

Sie sind ja ein Sex-Priester! (Bitte, wo kann man ihrem Ritus beiwohnen?)

Na, an der Billa-Kassa!

konservativen christlichen Vereinigung

Und wieso geben die beim Glauben gleich das Hirn ab?

weil das grundvoraussetzung für "glauben" ist...

warum Psychologe??

da hats ja auch was oder täusche ich mich?

Um von seinem Religionswahn geheilt zu werden ;-)

abchso,,dachte die beziehen dass auf den Homosexuellen..

Oder um sich entweder von der Homosexualität zu befreien, oder zu dieser (mit oder eher ohne Religion) zu stehen. D.h. die Schuldgefühle waren wohl das Problem, das den jungen Mann gepeinigt hat.

Naja, Psychologe (Beratung) wohl deshalb, damit er lernt, damit zurechtzukommen und es nicht mehr nötig hat, "geheilt" zu werden, sondern sich so akzeptieren kann, wie er ist und diesbezügliche Perspektiven lernt. Psychologische Beratungsstellen für LesBiSchwulTrans-Fragen für Jugendliche gibt es ja in Österreich auch.

ja ok..

die Frage ist eher...

...konnte der Junge geheilt werden?

Allerhöchstens eine Hormonstörung…

…mit unangnehmen Folgen bekommt man von so einem Medikament.

mit einem Testosteron-Hemmer?!? Außerdem, wovon geheilt?

Von seinem konservativ-christlichen Weltbild, ja.

kommt drauf an, ob er zusätzlich noch sowas wie einen schnupfen hatte.

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