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Sydney - Weil er einem Heranwachsenden Medikamente als "Heilmittel" gegen dessen Homosexualität verschrieb, darf ein australischer Arzt nicht länger als Allgemeinmediziner praktizieren. Die australische Beschwerdebehörde für das Gesundheitswesen urteilte am Mittwoch, dass sich der Arzt in dem untersuchten Fall nicht professionell verhalten habe. Ein Mann hatte Beschwerde eingereicht, weil er im Jahr 2008 als 18-Jähriger von dem Mediziner Tabletten erhalten hatte, um ihn von seiner Homosexualität "zu heilen".
Testosteron-Hemmer verschrieben
Der Arzt und der 18-Jährige gehörten damals beide einer konservativen christlichen Vereinigung namens Exclusive Brethren an. Der Arzt verschrieb dem jungen Mann nach einem zehnminütigen Gespräch einen Testosteron-Hemmer. Das Komitee rügte, der Arzt habe das Medikament ohne klinische Notwendigkeit verschrieben und den Burschen zuvor nicht ordentlich untersucht. Zudem habe er ihn nicht an einen Psychologen oder eine Beratungsstelle weitervermittelt. (APA, 5.9.2012)
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Ich finde immer wieder interessant, daß viele 'Religionen' ihren Glauben mit sexuellen Moralvorstellungen verknüpfen. Wie kommt man aber eigentlich auf die merkwürdige Idee, daß die persönliche Beziehung zu Spirituellem irgendetwas mit der alltäglich praktizierten Sexualität zu tun haben kann?
Ist für mich, ehrlich gestanden, offensichtlich. Spiritualität und Sexualität bilden den zentralen Wesenskern meiner Person. Sie sind dort beheimatet, wo Geist und Körper einander begegnen und vollkommen eins sind. Im Grunde handelt es sich also sogar um ein und dasselbe Phänomen. Demzufolge ist es sehr naheliegend, dass Religionsgemeinschaften, welche die Autonomie ihrer Mitglieder in einem dieser beiden Bereiche beschneiden, dies im anderen im selben Maße tun.
... dass es der zentrale Wesenskern sei? Das ist mal inhaltlich nur eine Behauptung, die noch nichtmal validierbar ist.
Beheimatet wo Geist und Körper einander begegnen? Aha, und wo wäre das? Auch nur eine leere Glaubensaussage...
ein und dasselbe Phänomen - naja, vielleicht für Menschen, die an Sexsucht leiden...
Mein Sexualitätsbegriff ist sehr weit gefasst. Praktizierte oder auch nur imaginierte sexuelle Handlungen stellen dabei lediglich die Spitze des Eisbergs dar. Mit Sexsucht hat das alles also nichts zu tun. Es geht um die Konfrontation mit der eigenen Bruchstückhaftigkeit, um die Sehnsucht, ganz zu sein, und um die Erfahrung von Vollkommenheit im Rahmen der individuellen Unvollkommenheit. Und – das Allerwichtigste – ich stelle keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit meines intuitiv gewachsenen persönlichen Weltbildes.
Naja, Psychologe (Beratung) wohl deshalb, damit er lernt, damit zurechtzukommen und es nicht mehr nötig hat, "geheilt" zu werden, sondern sich so akzeptieren kann, wie er ist und diesbezügliche Perspektiven lernt. Psychologische Beratungsstellen für LesBiSchwulTrans-Fragen für Jugendliche gibt es ja in Österreich auch.
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