Homosexuellen-Verbot in Chiles Armee wird aufgehoben

25. September 2012, 12:28

Richtlinien seien "unannehmbar" - Homosexuellen-Organisation forderte Entlassung des verantwortlichen Generals

Santiago de Chile - Chiles Verteidigungsminister hat ein Aufnahmeverbot für Homosexuelle in den Streitkräften aufgehoben. Nach den bisher geheim gehaltenen Heeres-Richtlinien sollte die Aufnahme von Homosexuellen und Zeugen Jehovas sowie von armen und vorbestraften BewerberInnen in die Armee abgelehnt werden. Verteidigungsminister Andres Allamand ordnete am Freitag an, die interne Anweisung sofort außer Kraft zu setzen.

Die vom Kommandant der 1. Armee-Division erlassenen Richtlinien seien "unannehmbar". Sie widersprächen zudem der Gesetzgebung, die jegliche ideologische, religiöse, sexuelle, kulturelle und soziale Diskriminierung verbiete, erklärte der Minister.

Die Bewegung zur Integration und Befreiung von Homosexuellen (Movilh) forderte die Entlassung des Generals Cristian Chateau Magalhaes, der die Maßnahme unterzeichnet hatte, meldete die Zeitung "El Mercurio" in ihrer Online-Ausgabe. (APA, 10.9.2012)

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