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Paris - Die sozialistische Regierung in Frankreich hat am Dienstag Grundzüge ihrer umstrittenen Pläne zur gleichgeschlechtlichen Ehe und zur Adoption durch Homosexuelle vorgestellt. Die derzeitigen Regelungen über Hochzeiten, Kindschafts- und Verwandtschaftsverhältnisse würden in dem Gesetzentwurf auf Homosexuelle übertragen, sagte Justizministerin Christiane Taubira der Zeitung "La Croix".
Gleichstellung mit Heterosexuellen
"Damit öffnen wir die Adoption für homosexuelle Paare und zwar in einem identischen Rahmen wie der, der derzeit in Kraft ist." Sie fügte hinzu: "Sie werden wie die anderen als Einzelperson oder Paar adoptieren können."
Die Maßnahmen zählen zu den Wahlversprechen des sozialistischen Präsidenten François Hollande, der seit Mai im Amt ist. Premierminister Jean-Marc Ayrault hatte Anfang Juli in einer Rede versichert, dass die Neuregelungen zur gleichgeschlechtlichen Ehe und zur Adoption für Homosexuelle im ersten Halbjahr 2013 in Kraft sein sollen.
Bevölkerungsmehrheit dafür
Einer Ifop-Umfrage vom August zufolge waren 65 Prozent der Französinnen und Franzosen für die Homosexuellen-Ehe; beim Recht auf Adoption gingen die Meinungen hingegen deutlicher auseinander.
Christdemokraten dagegen
Die Vorsitzende der christdemokratischen Partei, Christine Boutin, verlangte am Dienstag ein Referendum zur Homosexuellen-Ehe. (APA, 11.9.2012)
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wenn Ehe ein definierter Begriff ist, der dasZusammenleben von Mann u Frau bezeichnet, dann kann doch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften ein anderer Terminus verwendet werden und schon ist das Problem gelöst.
Adoption? Ja selbstverständlich, warum auch nicht?
Die Zeit war schon lange reif um diese alte, verstaubte und katholische Auffassung von einer Partnerschaft der Realität anzugleichen. Alles andere ist ja nicht auszuhalten. Ich kann das Argument sowieso nicht verstehen, dass eine gleichgeschlechtliche Ehe eine Bedrohung darstelle... Meiner Meinung nach wird unsere Gesellschaft dadurch vielmehr menschlicher.
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