Weg frei für Abstimmung über Bischöfinnen

13. September 2012, 14:26

Mitte November soll nun doch über die Weihe von Bischöfinnen abgestimmt werden - Der Abstimmungsmodus hält einige Hürden bereit

London - Die Generalsynode der anglikanischen Staatskirche von England wird im November doch über die Weihe von Bischöfinnen abstimmen. Dazu gaben die Bischöfe am Donnerstag grünes Licht. Sie modifizierten laut Kathpress bei ihrer Sitzung einen umstrittenen Änderungsantrag von vergangenem Juli, durch den eine Abstimmung der Generalsynode über die Frage vertagt worden wäre.

Es war befürchtet worden, der Antrag könne aufgrund des strittigen Passus in dem komplizierten Abstimmungsverfahren scheitern. Dann wäre die Frage der Bischöfinnen auf mehrere Jahre hin blockiert gewesen.

Der anglikanische Primas und Erzbischof von Canterbury Rowan Williams betonte, das Votum von Donnerstag zur Abänderung sei mit großer Mehrheit gefallen. Die Mehrheit der Bischöfe hoffe nun, dass die Kirchenrechtsbestimmung zur Einführung von Bischöfinnen bei der Generalsynode Mitte November in London verabschiedet werden könne.

Kritiker: Diskriminierung werde verstärkt

Weitgehend modifiziert wurde der Synodenantrag von Juli. Diesem zufolge sollten Pfarren, die Amtsträgerinnen ablehnen, einem Bischof unterstellt werden, der die Kritik an Bischöfinnen teilt. Die Kritiker des Antrags, die sich jetzt durchsetzten, hatten erklärt, damit werde die Diskriminierung von Frauen verstärkt. Zudem werde die Gültigkeit ihrer Weihen in Zweifel gezogen.

Der Abstimmungsmodus der Generalsynode beinhaltet mehrere Hürden. Damit ein Votum angenommen ist, müssen drei "Häuser" - Bischöfe, Geistlichkeit und Laien - jeweils mit Zweidrittelmehrheit zustimmen. Zuvor muss eine Vorlage mit einfacher Mehrheit die Delegiertenversammlungen der beiden anglikanischen Kirchenprovinzen Canterbury und York passieren. Jedes Verfehlen einer Mehrheit bedeutet das Aus für den entsprechenden Antrag.

Frauenfrage führt zum Rand der Spaltung

Bereits die Freigabe des Frauenpriestertums in der Kirche von England 1992 sowie in mehreren anglikanischen Nationalkirchen hat die anglikanische Weltgemeinschaft an den Rand der Spaltung geführt. Der Beschluss hatte damals eine hauchdünne Mehrheit. Er wäre gescheitert, wenn nur drei Delegierte der Laien anders votiert hätten.

Die Generalsynode tagt vom 19. bis 21. November in London. Zu Jahresende scheidet Rowan Williams als anglikanischer Primas aus. Seine Amtszeit war überschattet unter anderem von der Frage der Bischofsweihe für Frauen und bekennend Homosexuelle. (APA, 13.9.2012)

Das find ich ja nett! Genau zum Jahrestag meiner – übrigens selbstverständlich anglikanischen – Konfirmation durch den damaligen Bischof von Gibraltar tagt der General-Synod. Wie es auch ausgehen mag, bis zum Erreichen der vorgeschriebenen Mitgliederzahl bleibe ich noch der www.atheistische-religionsgesellschaft.at erhalten, Zeit, mein Seelenheil wiederherzustellen, habe ich danach hoffentlich noch genug. Wenn mich niemand sabotiert – bedenkt, liebe Ministerialbeamte, daß gesagt wurde, Aufschub sei die tödlichste Form der Verweigerung: Wollt Ihr euch schuldig machen, eine Seele vom Heil ausgeschlossen zu haben?

Bei den Monotheisten ist jede Spaltung zu begrüssen, denn sie gereicht uns allen zum Vorteil!

Schön und schade,

dass das jetzt erst kommt.
Da ist die "Atheistische Religionsgesellschaft" schon weiter, dort ist der Weg ins Präsidium bereits frei (und wurde vom Präsidium auch schon gewählt):
www.atheistische-religionsgesellschaft.at/mitglieder :)

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