Merkel: Unnötige Angst vor Outing in Deutschland

13. September 2012, 15:20
  • Angela Merkel signiert den Fußball mit der Aufschrift: "Geh Deinen Weg".
    foto: apa/kay nietfeld

    Angela Merkel signiert den Fußball mit der Aufschrift: "Geh Deinen Weg".

Nach dem sich ein schwuler Fußball-Profi anonym über sein Doppelleben und seine Ängste äußerte, entflammt eine Debatte über Integration schwuler Fußballer

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in die Debatte um schwule Fußball-Profis eingegriffen und dem anonym gebliebenen homosexuellen Spieler aus der Bundesliga Mut gemacht. "Er lebt in einem Land, in dem er sich vor einem Outing nicht fürchten muss. Wir können nur das Signal geben, dass er keine Angst haben muss", sagte Merkel bei der Vorstellung des Integrations-Spieltages am Wochenende in der Fußball-Bundesliga.

Alle 18 Klubs werden am Samstag und Sonntag auf Trikotwerbung verzichten, stattdessen prangt der Slogan "Geh Deinen Weg" auf ihrer Brust. Die Aktion zum Thema Integration wurde von der Deutschen Fußball Liga (DFL) und der Deutschlandstiftung, deren Schirmherrin Merkel ist, ins Leben gerufen.

Für Präsident Uli Hoeneß von Bayern München steht die Debatte über schwule Spieler vor einer Zäsur. "Über kurz oder lang wird sich der eine oder andere Spieler outen. Die Angst davor darf man aber nicht allein dem Fußball zuschreiben. Der Fußball ist offen genug dafür", sagte Hoeneß und ergänzt: "Die gesamte Gesellschaft ist in diesem Punkt weiter als in den Medien dargestellt."

Homosexualität beim Fußball: "Ungelöstes Problem"

Auch Liga-Präsident Reinhard Rauball wollte das Thema nicht kleinreden. "Das ist ein ungelöstes Problem, obwohl es mehrere Versuche gab. Wir müssen eine Lösung im gesellschaftlichen Konsens finden. Niemand kann die Nachteile überschauen, die einem Fußballer drohen, der sich outet." Zuvor hatte bereits Christian Seifert, Geschäftsfhrer der DFL, das anonyme Interview des homosexuellen Profis begrüßt. "Ich habe da sehr, sehr großen Respekt für, so ein Interview zu geben. Ich habe nicht weniger Respekt, weil es jemand anonym getan hat", sagte Seifert.

Erstmals hatte sich ein schwuler Fußball-Profi in einem Interview über seine Probleme und Ängste in der "Männer-Welt" Bundesliga geäußert. "Ich muss täglich den Schauspieler geben und mich selbst verleugnen", sagte der Spieler im Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung. Aus Angst vor Bedrohung und Ablehnung wollte der Profi anonym bleiben. (sid, 13.9.2012)

LOL

sie ist ja den anderen homophoben Typen dann nicht ausgesetzt. Reden kann man leicht ...

ich verstehs, dass er sich nur anonym outet. in dem fanmilieu UND solang sich nachher niemand mehr mit seinem fussballspiel befassen würde...
traurig.

da hilft nur menschliche bildungbildungbildung für uns alle....

Viel Spaß! DAS wird schwierig!

Was wollen's denn zB bei einem "bilden", der denkt, dass er sich einen Polizisten "kaufen" kann und dass er ja sowas von über allen anderen Menschen steht, weil er sooooo viel Geld bekommt für sein Gestolpere?

So jemandem werden sie niemals Respekt vor anderen Menschen lehren können, geschweige denn Respekt vor Homosexuellen! (Obwohl oder gerade weil er selbst - trotz Österr. StB einer Randgruppe angehört, eingewanderten Serben)!

Und gerade in Österreich laufen ja nicht gerade die intellektuellen Überflieger herum - gut, laufen sowieso nicht aber gehen halt auch nicht.

Haben sie nichts besseres als auf den Arnautovic los zu gehen. Seien wir froh, dass wir solche Leute im Team haben!

ich könnte nicht nur auf solche Fußballer, die noch nie wirklich überzeugt haben, sondern ein ewiges Talent bleiben, verzichten, sondern ganz besonders auf sich derart asozial und menschenverachtend verhaltende Menschen

wer glaubt, nur weil ein Verein so dumm ist und ihm Millionen nachschiebt, was Besseres zu sein, hat in einer aufgeklärten Gesellschaft nichts zu suchen

aber spätestens nach seiner "Karriere" wird ohnedies nicht viel von ihm übrig bleiben, was noch erwähnenswert wäre

Menschen wie ihn im Nationalteam zu haben, sind jedenfalls für mich Grund genug, mir keines dieser Spiele anzusehen

bei kindern kann man schon sehr viel erreichen.

aber auch Kinder werden primär durch ihre Eltern geprägt

später durch die Schule, also bestimmte Lehrer, die sie als Vorbilder akzeptieren und dann von der peer-group

sie müssen sohin zuerst die Homophobie aus den Köpfen der Eltern (also insb der Migranten aus besonders homphoben Balkan. und Bosporusdörfern, deren Kinder etc) und der Lehrer herausbekommen

außerdem hab ich nicht gesagt, dass es nicht ginge, nur dass es schwierig wird und bei manchen nie ankommen wird, weil ja auch sonst etliche Menschen völlig beratungs- und belehrungsresistent sind

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