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Wien - Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien hat am Freitag in einem an Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) gerichteten Schreiben gefordert, der russisch-orthodoxen Kirche in Österreich wegen der Situation Homosexueller in Russland den Status einer staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft abzuerkennen. Gleichzeitig forderte die HOSI die Bundesregierung auf, "einen Boykott der Winterolympiade in Sotschi 2014 ernsthaft in Erwägung zu ziehen, sollten die drei inhaftierten Aktivistinnen von Pussy Riot nicht unverzüglich freigelassen werden".
"Wir unterstützen vollinhaltlich den diesbezüglichen Antrag, den die Initiative 'Religion ist Privatsache' im Vormonat an Bundesministerin Schmied gestellt hat", so HOSI-Wien-Obmann Christian Högl in einer Aussendung. Besonders kritisiert die HOSI Wien eine "politische Einmischung der russisch-orthodoxen Kirche, die heute leider in Russland quasi wieder mitregiert und die Politik Wladimir Putins und seiner Regierung unterstützt, die Rechte von Lesben und Schwulen drastisch einzuschränken".
Kritik an "unheiliger Allianz"
Kritisiert wurde auch eine "unheilige Allianz zwischen russisch-orthodoxer Kirche und dem Putin-Regime" bei der "Verfolgung der Aktivistinnen von Pussy Riot nach Art der Inquisition". HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler forderte die Bundesregierung auf, "einen Boykott der Winterolympiade in Sotschi 2014 ernsthaft in Erwägung zu ziehen, sollten die drei inhaftierten Aktivistinnen von Pussy Riot nicht unverzüglich freigelassen werden - sie sind nicht nur politische Gefangene, sondern auch Opfer einer religiösen Hexenjagd seitens der russisch-orthodoxen Kirche."
Homosexualität galt in Russland bis 1993 als Straftat. Mittlerweile ist sie straffrei. Die Behörden verbieten aber regelmäßig geplante Homosexuellen-Paraden im größten Land der Erde. Erst kürzlich erließ die TouristInnenmetropole St. Petersburg ein umstrittenes Gesetz, das "Homosexuellen-Propaganda" unter Strafe stellt. (APA, 14.9.2012)
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zb die römisch-katholische ist der russisch-orthodoxen in ihren ansichten jetzt aber nicht gänzlich fremd. wird die jetzt auch aberkannt?
ich finde, es kann durchaus eine diskussion über die einstellungen von religiösen gruppen geben, die für andere menschen mehr als problematisch sind, das aber nur an einer kirche aufzumachen, halte ich für die falsche stigmatisierung, auch wenn ich die kritik teile und befürworte, dass kritisiert wird.
Warum sollen Kirchen/Religionen für dinge Weniger Steuern zahlen als andere Vereine.
Von verbieten ist ja keine Rede.
Aber weder staatliche Förderungen die über die üblichen Förderungen von anderen Vereinen hinausgehen noch Steuerprivilegen sind in einer modernen aufgeklärten Gesellschaft vernünftig und nachvollziehbar.
Es gibt keinen Grund die Orthodoxe Kirche da gesondert herauszugreifen .. die benimmt sich keineswegs anders als andere grosse Religionsgruppen dies beim Thema Homosexualität usw tun.
Sinnerfassend Lesen: 5
Ich behaupte mit keinem Wort, die Kirche wäre (rechtlich) ein Verein.
Sie sollte allerdings wie einer behandelt werden, das ist der entscheidende Punkt - laut Definition ist ein Verein “eine freiwillige und auf Dauer angelegte Vereinigung von natürlichen (...) Personen zur Verfolgung eines bestimmten Zwecks, die in ihrem Bestand vom Wechsel ihrer Mitglieder unabhängig ist.“
Genau das, und nichts anderes, sind Religionsgemeinschaften (mit Betonung auf “freiwillig“!), und genau so sollten sie rechtlich auch behandelt werden.
Weil sich der Buddhismus die Schande einer Aberkennung nicht verdient hat, ganz im Gegensatz zum Großteil des Restes.
Wenn man statt Aberkennung einfach das ganze für alle komplett streicht, auch gut.
Und hamma keine drängenderen Probleme, als meine Äußerung hier mit aller Gewalt missverstehen zu müssen?
Weil?
Der Buddhismus beruft sich auf kein höheres Wesen, Erkenntnis muss in einem selbst gefunden werden, und zwar niemals auf Kosten von anderen ("Ungläubigen").
Keine Religion, eher eine Philosophie, ein ethisches Lebensmodell.
Einzig der Glaube an die Wiedergeburt inkl. Nirwana trägt religiöse Züge, trägt aber positiv zur Gewaltfreiheit und Respekt gegenüber Natur und Mitmenschen bei, hebt also den ethischen Anspruch, daher verkraftbar.
Ich meine nur, dass der Buddhismus so einer Behandlung (Aberkennung von Privilegien) als ziemlich einziger nicht bedarf.
Wenn es gar keine staatlich anerkannten Religionen gibt, solls mir auch recht sein.
Und jetzt krieg dich wieder ein, darum gings ja gar nicht...
Und exakt dahin habe ich geredet - beim Buddhismus (u.ä.) ist es schlicht nicht nötig, sich diesbezüglich einen Kopf zu machen.
Wenn es um Zuge einer gesellschaftlichen Diskussion so weit kommt, tatsächlich gewissen eher destruktiv tätigen Religionsgemeinschaften den Sonderstatus abzuerkennen, dann kann man das Konzept gleich ganz am Müllhaufen der Geschichte entsorgen, dann haben wir endlich eine saubere Trennung von Kirche und Staat, und Religion ist das, was sie längst sein sollte - pures Privatvergnügen.
Fischerei-, Kleintierzüchter- und Swingervereine haben auch das Recht auf Ausübung ihrer Tätigkeit, ohne besonderen zusätzlichen(!) staatlichen Schutz zu genießen, warum auch?
Wenn jemand nicht gern fi...scht, geht er einfach nicht hin.
Gut, schön für Sie.
Wenn Sie alle Anerkennungen abschaffen wollen, gut, meinetwegen - ich habe ja weder für noch gegen staatliche Anerkennungen argumentiert!
Aber gerade den Buddhismus als einzigen weiter als "Religion" anzuerkennen, gerade WEIL er keine Religion ist, das Argument kann ich nach wie vor nicht verstehen.
Etwas unlogischeres kann ich mir schwer vorstellen.
Aber damit muss ich wohl leben.
den buddhismus gibt es nicht, aber verschiedene strömungen. selbstverständlich beruft man sich auf höhere wesen wie transzendente buddhas etc..., ebenso sind eine der existenzformen götter. buddha wurde lt. einer überlieferung von brahman gebeten, zu unterweisen.
nirwana trägt übrigens keinen religiösen zug, sondern bedeutet lediglich im leben das erlöschen der gier.
Siehe mein Posting gleich unterhalb zum Thema wie Buddha selbst das sah - keine transzendenten Wesen, kein Gott, keine “ göttliche Offenbarung“, ganz eindeutig.
Und nicht Nirwana und Wiedergeburt selbst, sondern der GLAUBE daran haben religiöse Züge, weil genau das das einzige der ursprünglichen Lehre ist, was eben nicht durch Kontemplation und meditative Innenschau erschlossen werden kann (sehen wir mal von hypnotischen “Rückführungen“ ab ;o) - daran muss man schlicht glauben (oder eben nicht).
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