Auch Hochstapeln will gelernt sein

Isabella Lechner
17. September 2012, 03:37
  • LagerlogistikerInnen arbeiten zumeist in dem Lager angeschlossenen 
Büros, nicht im Lager selbst, brauchen aber ein Überblickswissen über 
sämtliche Abläufe.
    foto: dpa/rumpenhorst

    LagerlogistikerInnen arbeiten zumeist in dem Lager angeschlossenen Büros, nicht im Lager selbst, brauchen aber ein Überblickswissen über sämtliche Abläufe.

  • Die meiste Arbeit passiert vor dem Computer - sei es das Ausstellen von Frachtbriefen und Transportpapieren, Kundendienst, Routenplanung oder Disposition.
    foto: apa/pleul

    Die meiste Arbeit passiert vor dem Computer - sei es das Ausstellen von Frachtbriefen und Transportpapieren, Kundendienst, Routenplanung oder Disposition.

  • Trotzdem heißt es manchmal auch Ärmel aufkrempeln und mit anpacken.
    foto: ap/lein

    Trotzdem heißt es manchmal auch Ärmel aufkrempeln und mit anpacken.

  • Die Abfertigung der Lkw vor der Auslieferung der Waren zu den KundInnen gehört ebenfalls zu den Tätigkeiten einer Lagerlogistin. Migrantinnen sind hier ob ihrer Fremdsprachenkenntnisse besonders gefragt.
    foto: apa/pfarrhofer

    Die Abfertigung der Lkw vor der Auslieferung der Waren zu den KundInnen gehört ebenfalls zu den Tätigkeiten einer Lagerlogistin. Migrantinnen sind hier ob ihrer Fremdsprachenkenntnisse besonders gefragt.

  • Auch blitzschnelles vernetztes Denken ist nötig, wenn ein Auftrag abzuwickeln ist. Frauen wird nachgesagt, das besonders gut zu können: "Telefonieren sie etwa mit einer Reederei in Kalkutta, dann überlegen sie
 im Geiste bereits, wie viel Ware sie dort im Lager haben, welches 
Verkehrsmittel sie für den Transport der Fracht brauchen und wo sie 
diese am Weg zwischenlagern können", sagt Trainerin Elfriede Kittler.
    foto: epa/mayama

    Auch blitzschnelles vernetztes Denken ist nötig, wenn ein Auftrag abzuwickeln ist. Frauen wird nachgesagt, das besonders gut zu können: "Telefonieren sie etwa mit einer Reederei in Kalkutta, dann überlegen sie im Geiste bereits, wie viel Ware sie dort im Lager haben, welches Verkehrsmittel sie für den Transport der Fracht brauchen und wo sie diese am Weg zwischenlagern können", sagt Trainerin Elfriede Kittler.

  • Frauen von 20 bis 50+ interessieren sich für die Ausbildung zur Lagerlogistikerin. Frauen auf dem zweiten Bildungsweg können die Ausbildung mit Lehrabschluss in geförderten AMS-Lehrgängen absolvieren. Laut Trainerinnen kommen sie nach dem Abschluss rasch in guten Jobs unter.
    foto: quintlog

    Frauen von 20 bis 50+ interessieren sich für die Ausbildung zur Lagerlogistikerin. Frauen auf dem zweiten Bildungsweg können die Ausbildung mit Lehrabschluss in geförderten AMS-Lehrgängen absolvieren. Laut Trainerinnen kommen sie nach dem Abschluss rasch in guten Jobs unter.

  • Und selbst, wenn es in der Praxis nur selten vorkommt: Auch Hochstapeln will gelernt sein.
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    foto: quintlog

    Und selbst, wenn es in der Praxis nur selten vorkommt: Auch Hochstapeln will gelernt sein.

Frauen sind in der Lagerlogistik sehr gefragt. Mit Waren schlichten und Paletten schieben hat der anspruchsvolle Bürojob aber nur am Rande zu tun

Fertig beladen stehen die Lastwagen des großen Waschmittelherstellers vor dem Lager zur Auslieferung bereit. Bevor es losgehen kann, müssen die Fahrer bei Ivana N.* im Büro vorbeischauen. Die ausgebildete Lagerlogistikerin und Speditionskauffrau ist für die Abfertigung der Lkw zuständig. Sie stellt den Fahrern die nötigen Papiere und Transportscheine aus. Viele von ihnen kommen aus dem Osten; mit ihnen verständigt sich Ivana N. leicht in ihrer Muttersprache Slowakisch. Noch ein letzter Check, dann starten die Motoren und los geht die Tour nach Tschechien, in die Slowakei und weitere osteuropäische Staaten.

Lehrabschluss im zweiten Bildungsweg

Bevor Ivana in ihrem jetzigen Beruf Fuß fasste, arbeitete sie in der Pflege. "Ein Bandscheibenvorfall zwang mich, meine Tätigkeit aufzugeben und mich nach einer Umschulung umzusehen", schildert sie. Beim Arbeitsmarktservice wurde sie auf die Ausbildung zur Lagerlogistikerin und Speditionskauffrau mit Lehrabschluss für Frauen im zweiten Bildungsweg aufmerksam. "In dieser Branche gibt es durch die Grenzöffnung eine große Nachfrage an fremdsprachigen MitarbeiterInnen. Mit dem AMS-Lehrgang konnte ich die Lehrabschlussprüfung für zwei Berufe gleichzeitig machen."

Anspruchsvoll fernab vom Stapler

Lagerlogistik spielt eine entscheidende Rolle in der Industrie und im Handel, bei Dienstleistungs- und Versorgungsunternehmen. Der Job sei anspruchsvoll und vielseitig und habe "keineswegs nur mit Staplerfahren und Paletten schlichten zu tun, wie der Name viele glauben macht", sagt Trainerin und Lagerlogistik-Fachfrau Christine Reiterer: "LagerlogistikerInnen arbeiten zumeist in dem Lager angeschlossenen Büros, nicht im Lager selbst, brauchen aber ein Überblickswissen über sämtliche Abläufe: von der Vorbereitung der Daten für den Spediteur über Produktbeschaffenheit, Verpackung, Disposition und Warenannahme, Routenplanung und Transportwege bis hin zur Verladung, Abfertigung und Ladegutsicherung. Strukturelles, vernetztes Denken, Kommunikationsfreude und die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig planen und ausführen zu können sind in diesem Bereich sehr wichtig. Und es ist ein Job, wo man auch mal die Ärmel hochkrempeln und mit anpacken muss."

Frauen sehr gefragt

Vor allem Frauen seien in diesem Beruf sehr gefragt, da sie über viele der dafür nötigen Fähigkeiten verfügen: „In der Ausbildung schauen mich viele Frauen ungläubig an, wenn ich erkläre, dass jede von ihnen, die einen Haushalt führt, bereits ein Grundverständnis von Lagerlogistik hat: Sie muss überlegen, was sie braucht, macht also Bestandsaufnahme, schreibt eine Einkaufs- sprich Kommissionierliste wie bei der Bestellung eines Kunden, je nach Menge nimmt sie ein Wagerl oder einen Korb zum Transport, sie überlegt sich, wo was steht und nimmt den kürzesten Weg dorthin, sie bezahlt, also bucht die Ware auf, dann packt sie sie ein und lagert sie daheim. Das Frische wird nach hinten, das Ältere nach vorn geschlichtet - das ist nichts anderes als das Zusammenstellen eines Auftrags."

Derzeit liege der Anteil der Frauen in der Lagerlogistik in Österreich bei etwa 20 Prozent. Das AMS versuche, mit reinen Frauenlehrgängen verstärkt Frauen in Berufen unterzubringen, in denen sie noch unterrepräsentiert sind und gute Jobchancen vorausgesagt werden. Für Jugendliche ist auch der Weg über die Lehre direkt nach der Pflichtschule möglich. Der Verdienst einer Lagerlogistikerin liegt je nach Firma und Aufgabenbereich zwischen 1800 und 2500 Euro. "Migrantinnen, die noch dazu gut Deutsch sprechen, sind aufgrund ihrer Fremdsprachenkenntnisse besonders gut vermittelbar, da in den Lagern und als Lkw-Fahrer viele Zuwanderer beschäftigt sind", so Reiterer.

Ausbildung kein Honigschlecken

30 Wochenstunden sitzen die Frauen im AMS-geförderten Lehrgang. Ihre Vorbildung ist ganz unterschiedlich, von der Akademikerin bis zur Verkäuferin. Im Schnitt beginnen 24 Teilnehmerinnen die Ausbildung, etwa die Hälfte macht dann auch den Lehrabschluss, der zur Arbeit als Lagerlogistikerin, Speditionsfachkraft und Bürokauffrau berechtigt. Neben der Theorie sind drei Monate Pflichtpraktika in Spedition und Lagerlogistik vorgesehen, die sich die Frauen selbst organisieren müssen. "Im Idealfall geht ein Praktikum direkt in eine Beschäftigung über", sagt Trainerin Elfriede Kittler, die aktuell einen Lehrgang mit zwölf Frauen im Alter zwischen 20 Jahren und 50+ leitet.

"Die meisten Frauen kommen erfahrungsgemäß nach dem Abschluss sehr schnell in einem Betrieb unter", bestätigt auch sie. "Sie sind gefragt, weil sie vieles gleichzeitig und unter Zeitdruck erledigen können. Telefonieren sie etwa mit einer Reederei in Kalkutta, dann überlegen sie im Geiste bereits, wie viel Ware sie dort im Lager haben, welches Verkehrsmittel sie für den Transport der Fracht brauchen und wo sie diese am Weg zwischenlagern können."

Mit der Bezeichnung "LagerlogistikerIn" ist Kittler allerdings nicht glücklich, denn: „Das Bild vom Lager ist in der Öffentlichkeit ein sehr negatives und die Ausbildung ist zudem ja nicht auf die Lagerverwaltung beschränkt. Die AbsolventInnen sind mit dieser bürokaufmännischen Ausbildung vielseitig in der Büroorganisation und Warenverwaltung einsetzbar."

Breiter Inhalt

Die Inhalte des Lehrgangs reichen von wirtschaftlichem Grundwissen über Güter- und Zahlungsverkehr, Gewerbeordnung, Spedition und Transportwesen bis hin zu Marketing, Personalplanung, logistischen Prozessen und zum Staplerschein. Die eineinhalb Jahre Ausbildung seien für die Teilnehmerinnen kein Honigschlecken, erklärt Kittler: „Die Frauen sind Vollzeit eingesetzt; wenn sie nicht im Lehrgang sitzen, lernen sie oft bis spät in die Nacht, da der Stoff sehr dicht ist und viele daneben noch familiäre Verpflichtungen haben."

Ohne Rückhalt der Familie und geregelte Kinderbetreuung sei die Ausbildung kaum zu bewältigen, aber: „Es ist machbar!", so Kittler. „Die Frauen, die im zweiten Bildungsweg starten, wissen meist bereits sehr genau, was sie wollen, sind geschickte Netzwerkerinnen, gut organisiert und verfolgen ihr Ziel mit großem Engagement und Mut zur Veränderung."

Vollgas im Beruf gefragt

Dass auch der Beruf selbst mit weniger als Vollzeit kaum machbar ist, weiß Lehrgangsabsolventin Lena Zillek aus eigener Erfahrung. Nach der Ausbildung arbeitete die Mutter zweier Kinder ein Jahr in einer Spedition. Bevor sie nach Österreich kam, war sie Lehrerin für Sprachen und Literatur, sie hatte in der Ukraine Germanistik studiert und während dem Studium bereits Erfahrung im Büro einer Bauhandelsfirma gesammelt. "Es war jedoch nötig, meine Sprachkenntnisse durch Wirtschaftswissen zu erweitern, um hier einen guten Job zu bekommen." Die Kombination von Sprachen und Wirtschaft im AMS-Lehrgang habe da gut gepasst: "Es war alles neu, aber gerade das war für mich eine Herausforderung und hat großen Spaß gemacht."

Ihre Praktika absolvierte Lena im Frachtbereich der DDSG und im Lager eines großen Baumarktes, wo sie für Warenübernahme und Lieferungen zuständig war. „Nach dem Abschluss fand ich einen guten Job in einer Spedition, wo ich unter anderem Frachtbriefe ausstellte und mein Russisch und Ukrainisch gut brauchen konnte. Multitasking, Organisationstalent und spontan Lösungen zu finden war dort sehr gefragt." Der Job sei sehr abwechslungsreich gewesen, jedoch: "Man musste Vollgas geben, was mit zwei Schulkindern schwierig war. Teilzeit zu arbeiten war dort nicht möglich, also habe ich einen Teilzeit-Bürojob in der Baubranche angenommen. Auch hier kann ich das Gelernte neben den Sprachen gut brauchen." (isa, dieStandard.at, 17.9.2012)

(* Name der Redaktion bekannt)

Wissen

Ausbildung zur Lagerlogistikerin mit Lehrabschluss (inklusive Speditionsfach- und Bürokauffrau)

Es gibt derzeit mehrere Möglichkeiten, den Lehrabschluss als Lagerlogistikerin zu erlangen:

  • über die Lehre als Jugendliche in einem Betrieb im ersten Bildungsweg (drei Jahre)
  • im zweiten Bildungsweg über einen AMS-geförderten Lehrgang (verkürzte Lehrzeit von eineinhalb Jahren mit Pflichtpraktika und dreifachem Lehrabschluss). Voraussetzung: einjährige Erfahrung im Bereich Lagerwirtschaft
  • berufsbegleitend im Betrieb im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme durch den oder die ArbeitgeberIn (Ausbildungsdauer verschieden je nach Abschluss)

Infos:
Lehrberufe in Österreich

AMS - Lagerlogistik mit Lehrabschluss

Berufsbeschreibung Lagerlogistik

Weiterbildungen im Bereich Lagerlogistik für Betriebe

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16 Postings
Jobsuche in der Praxis

Bild im folgenden Link gebutäugen
http://www.beste-stellen.at
Er steht geerdet mit beiden Beinen auf dem Boden und die Mädels zappeln herum, als ob sie nicht ganz dicht wären :)

- wer glaubt der Propaganda?

Arbeitslose seien minder qualifiziert.

Also muss ein StaplerInnen-Schein her.
Wer business, russisch, spanisch und chinesisch kann ist da klar im Vorteil.

Deswegen sind so viele Staplerfahrer arbeitslos.

leider nichts verstanden ...

... und offensichtlich den artikel nicht gelesen ...

der staplerschein ist keine berufsausbildung und der stapler ein werkzeug. kein mensch käme auf die idee, sich als "hammerer" zu bezeichnen und das als beruf zu sehen, nur weil er einen hammer bedienen kann.

halte die praxis des ams auch für verfehlt, leute in kurse zu drängen die diese nicht wollen. wobei staplerfahren bei den leuten recht beliebt ist, weil es auch spass macht.

in dem artikel geht es um das berufsbild der lagerlogistikerInnen. das ist ein kaufmännisch-leicht technisch angehauchter beruf, den es in österreich erst seit kurzem gibt und potential hat. alles was in einem lager nicht weggeworfen werden muss ist bares geld. ebenso gute organisation ... darum geht es!

Naja; ein bisschen eigenartig finde ich schon die Reproduktion von Geschlechterklischees hinsichtlich Fähigkeiten hier. Multitasking, vernetztes Denken, Kommunikationsfreude...
"Vor allem Frauen seien in diesem Beruf sehr gefragt, da sie über viele der dafür nötigen Fähigkeiten verfügen"
"Sie sind gefragt, weil sie vieles gleichzeitig und unter Zeitdruck erledigen können"
Und Männer sind dann generell z.B. die besseren Techniker, wegen räumlichen Vorstellungvermögen, sequentiell logischem Denken usw..?
Wo auch immer jetzt die "Wahrheit" zwischen Allan & Barbara Pease und Cordelia Fine liegt... ist mir das hier doch ein bisschen zu unreflektiert.

oder sagen wir: wenn man sich eher biologistisch positioniert, und solche Aussagen trifft, ist es ja kohärent (und kann dann allenfalls inhaltlich angezweifelt werden). Positioniert man sich eher in Richtung sozialem Geschlecht (wie ich "diestandard.at" eher einschätze), sind solche Aussagen, kommentarlos dahingesagt (ohne einen Hinweiß, daß man dies allenfalls für derzeit aufgrund von Zuschreibungen bei Frauen im statistischen Schnitt als stärker entwickelt/ trainiert etc. ansieht... z.B.), irgendwie inkohärent.

Auch Hochstapeln will gelernt sein

Wie jetzt? "Gender Studies" und "Politikwissenschaften"? Ich dachte, es geht um Lagerlogistik...

Das Gehalt ist eine Lüge!

Ich kenne eine Frau, die in solch einen Lehrgang kam, und die Klasse wurde mit solchen Gehaltsangaben geködert. Die Realität schaut anders aus. Unter anderem wird versucht, über diese Lagerlosgistigschwämme den Lohn zu drücken (einfaches Marktgesetz).
Ein Verdacht, der den Damen auch während des Kurses kam, und den sie bei den Vortragenden ansprachen, die daraufhin in Schweiß ausbrachen und auch hier nichts konstruktives Antworten konnten.
Im Endeffekt war die Enttäuschung über die wahre Bezahlung/Aufwand groß. Zumal die Frauen mit 30 Stunden angemeldet werden, 40 arbeiten müssen, und keine Überstunden bezahlt bekommen, Zeitausgleich wird zur Kollegenschwein - Erpressung.

ein storch macht noch keinen sommer ...

... und schwarze schafe gibt es überall ... eine erfahrung sagt noch nichts über die allgemeinheit aus.
für ausgebildete lagerlogistikerInnen gibt es einen kollektivvertrag und der liegt deutlich über dem für normale bürokaufleute oder ungelernten kräften ... und es kommen immer mehr firmen drauf, dass gut ausgebildete leute im lager mehr bringen als sie kosten ...

Des weiteren ist dazu zu sagen, dass in diese Kurse auch Kranke gezwungen werden, bei denen klar ist, dass sie diesen Beruf nie ausüben können (Krebserkrankungen, schwere psychische Erkrankungen, körperlich ungeeignete Personen...)

Im Endeffekt hat von diesem Kurs keine einzige Person den Beruf auch ergriffen (ergreifen können).

Von wegen nicht heben: Die Frau die ich kannte hatte nach 2 Monaten einen Bandscheibenvorfall und ist also wenige Wochen nach der Ausbildung in diesem Beruf Berufsunfähig.

Im Auswahlverfahren vor dem Kurs wird nämlich nur Werbung für Lagerlogistik gemacht, (die Frauen wollten andere Berufe ergreifen, ursprünglich)... und Lebensbäume gemalt - anstatt die Eignung zu prüfen!!!

Achtung!

Vorsicht ist auch geboten, wenn die Stelle von einer Sklav...Leiharbeitsfirma ausgeschrieben ist. Dann steckt gerne eine einfache Lagerarbeiterstelle dahinter, bei der sie dann höchstens mal einen Geschäftsbrief in einer Fremdsprache tippen dürfen.
Wenn sie beim AMS sind kriegen sie dann mit dieser Ausbildung alles, wo Lager und/ oder Logistik irgendwo erwähnt wird, als Stellenvorschlag.

das hat nichts mit dem lehrberuf zu tun ...

... sondern mit der praxis des ams ... andererseits hat so jemand statt nur einem lehrabschluss in lagerlogistik/speditionskauffrau auch die bürokauffrau dabei.
man kann alles schlecht reden ... man kann aber auch die chancen sehen ...

Hier geht es aber um den AMS-Kurs. Das scheint ein Werbartikel von Mentor oder dergleichen zu sein.

sie arme ...

... das tut mir sehr leid, wenn sie so schlechte erfahrungen gemacht haben! wo haben sie ihre ausbildung denn gemacht? für die praktiken des ams kann der beruf nichts und wie gesagt, schwarze schafe gibt es in jedem umfeld ...
das hat aber nichts mit dem berufsbild der lagerlogistikerIn zu tun ... in deutschland und der schweiz gibt es diesen lehrberuf schon seit zwanzig jahren, in österreich erst seit ca. 6 jahren als eigenständigen lehrberuf und ist als solcher noch kaum bekannt. das zu ändern war wohl die intention dieses artikels.
man kann die ausbildung auch ausserhalb der ams-schiene machen!

Weil unlängst wiedermal paar Lustige im Fachmarkt schlau waren:

Auch Stapelfahren will gelernt sein:
http://www.youtube.com/watch?v=--ezFCNjhek

Sie werden lachen, aber in diesem Kurs wird dieser Film wirklich als Schulungsvideo gezeigt!!!!

Stammte ja auch von der (deutschen) Innung. Und ich glaub selbst jeder Laie der das Video jemals gesehen hat, merkt sich die Sicherheitsgrundlagen :)

Und wenns einen Stapler mit "Aber Klaus" anreden (bzw die Typen auf den Zinken, Paletten) ernten 's eh böse Blicke.

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