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vergrößern 450x312Fünf Jahre feministischer Netzaktivismus muss gefeiert werden: Am 22. September gibt es in Berlin Gelegenheit dazu.
Wie schnell die Zeit (auch im Netz) vergeht: Das Berliner BloggerInnen-Kollektiv "Mädchenmannschaft" feiert dieser Tage bereits seinen fünften Geburtstag. In dieser Zeit verwandelte sich sie die Seite von einem Freundinnen-Projekt zu einer zentralen Anlaufstelle für deutschsprachigen Netzfeminismus. Die Mädchenmannschaft steht heute für kritische Medienbeobachtung, gesellschaftskritischen Journalismus, feministische Vernetzung, aufgeklärte Polemik und "gepflegte Chauvinismusfeindlichkeit". Schon ein Jahr nach der Gründung wurden sie mit dem Deutschen Welle Blog Award "BOB" als Bestes Deutschsprachiges Weblog ausgezeichnet. 2009 folgten Nominierungen für einen Grimme Online Award und den Alternativen Medienpreis.
Als die drei Gründerinnen des Blogs - Susanne Klingner, Barbara Streidl und Meredith Haff - 2007 an ihrem gemeinsamen Buch "Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht" arbeiteten und nebenher damit begannen, eine Webseite zu aktuellen feministischen Themen zu füllen, haben sie sich diesen raschen Erfolg wohl nicht erträumt. Neben Auszeichnung und Nominierungen stieg die Zahl der Seiten-BesucherInnen rasch auf mehrere tausend pro Monat. Heute verzeichnet mädchenmannschaft.net im Schnitt 100.000 Zugriffe pro Monat, erzählt Anna-Sarah, Redaktionsmitglied und Autorin des Blogs, gegenüber dieStandard.at.
Umgang mit Troll und Shitstorm
Aber nicht nur die LeserInnenschaft wächst, auch das Redaktionsteam wurde erst kürzlich vergrößert. Letztendlich gebe es keinen Masterplan, meint Anna-Sarah. "Wir machen das, was wir wichtig finden und gut können: Sexismus und Diskriminierungen sowie deren Kehrseite - Dominanz und Privilegien - in ihren ganz verschiedenen Erscheinungsformen analysieren und kritisieren".
Das Themenspektrum der Mädchenmannschaft ist ebenso vielfältig wie deren Herangehensweise: Sie liefern wissenschaftlich-theoretische Analysen, hauen polemische Kommentare raus, stellen Blogs vor, geben Musiktipps, zerpflücken Studien, informieren über tagespolitische und aktuelle Geschehnisse und empören sich über sexistische Werbung. Langfristig planen sie ein Relaunch des Blogs, die Struktur der Seite soll magazinartiger werden und vor allem das Auffinden von Blogeinträgen erleichtern.
Doch aufgeklärte Kulturkritik, das Anprangern von Privilegien, Kritik an männlicher Hegemonie und das Lustigmachen über Männerrechtler ist nicht immer nur mit Spaß oder der Lust am Schreiben verbunden: Feindselige Kommentare gehören da zum Alltag. "Manche dieser Kommentare eignen sich gut, um daran eine typische Art der 'Argumentation' zu demonstrieren. Im Grunde ist das dann ein 'Service' für unsere LeserInnen, die manche Diskussionen möglicherweise noch nicht so oft geführt haben wie wir und sich auf diese Weise vielleicht noch ein paar Anregungen holen können", schildert Anna-Sarah den Umgang mit frauenfeindlichen KommentatorInnen, Trollen und "Shitstorms". Anregungen, die auch offline ganz nützlich sein können.
BloggerInnen offline
Denn auch wenn das Internet inzwischen zum übergeordneten Medium für Protest, Kritik und Widerstand wurde, fungieren die Mädchenmannschaft-AktivistInnen ebenso im "echten Leben": Sie nehmen mit feministischen Positionen an Diskussionen teil oder halten Vorträge über Netzfeminismen oder Repräsentationen. Eine Schnittstelle des internationalen antisexistischen On- und Offline-Aktivismus stellte etwa die Slutwalk-Bewegung dar, zu der auch die Mädchenmannschaft im Netz aufrief, um schließlich selbst auf der Straße gegen eine "Rape-Gesellschaft" zu protestieren.
Als wechselseitig beschreibt Redaktionsmitglied Anna-Sarah folglich auch das Verhältnis zwischen On- und Offline-Aktivismus: "Die Dinge, gegen die im Netz protestiert wird, sind ja nicht virtuell, die ereignen sich im konkreten Leben, bei konkreten Menschen und haben dort ihre Auswirkungen. Und auch andersherum wird ein Schuh daraus: Strukturen, die sich im Internet bilden, wirken nach draußen". Die Verbindung zwischen On- und Offline bei den Slutwalks sowie die darüber geführten innerfeministischen, intersektionellen Kontroversen waren für Anna-Sarah ein Highlight der vergangenen Jahre.
Geburtstagsfeier
Absolut offline gibt es die Mädchenmannschaft am 22. September in Berlin: Anlässlich der Feier zum fünften Geburtstag haben die BloggerInnen ein ganztägiges Programm zusammengestellt. Verschiedene KünstlerInnen, Vereine, Initiativen, Offline- und Onlineprojekte sowie Menschen aller Altersgruppen wollen die AktivistInnen zum gemeinsamen Diskutieren und Tanzen versammeln. Bis zu ihrem nächsten Jubiläum dürften sie ihrem Bestreben zufolge auch genug zu tun haben: Weiterhin soll on- und offline das Verständnis für unterschiedliche Machtstrukturen geschärft werden. (eks, dieStandard.at, 18.9.2012)
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in erster Linie für radikale Zensur auf der eigenen Homepage. Selbst völlig harmlose Leserbeiträge, die auch nur leicht den Feminismus hinterfragen werden nicht veröffentlicht. Soviel zur Diskussionsbereitschaft von maedchenmannschaft. Was bleibt ist eine Plattform, von Feministinnen für Feministinnen, die in ihrem Biotop wohnen ohne jemals andere Meinungen zu akzeptieren, bzw. zur Kenntnis zu nehmen.
Bin ich also als "aach" Mann "chauvenistisch",wenn mir Girl-Fußball nicht zusagt?Mir gefallen auch nicht "Flintenweiber",also "Jägerinnen",auch nicht "männl.," Jäger!Ich denke,dahinter steckt wieder einmal die "Alice Schwarzer Fraktion",um sich "wichtig" zu "melden",oder täusche ich mich?
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