Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Berlin - Der Koalition droht neuer Krach um das Betreuungsgeld. "Das FDP-Präsidium hat sich einmütig dafür ausgesprochen, dass das von der Union vorgelegte Modell für das Betreuungsgeld nicht verwirklicht wird", sagte FDP-Sprecher Wulf Oehme am Montag in Berlin. CSU-Chef Horst Seehofer sprach von einer schwierigen Situation, die nun in Gesprächen aufgelöst werden müsse. Dies sei aber zunächst nicht möglich gewesen. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Parteikreise berichtet, die FDP lehne das Unionskonzept als zu teuer ab. Unionsfraktionschef Volker Kauder reagierte in der CDU/CSU-Fraktionsvorstandssitzung offenbar gelassen. "Ich sehe das Ganze ohne große Aufregung, man muss mit der FDP reden", sagte er nach Teilnehmerangaben. Fest steht aber nach Koalitionsangaben, dass sich die parlamentarische Beratung verzögern wird.
Liberale über Kompromiss-Modell verärgert
Grund für die FDP-Haltung ist nicht nur sachliche Kritik am Unions-Kompromiss vom vergangenen Freitag, sondern offenbar auch erheblicher Unmut über Stilfragen. Man sei in der FDP verärgert, dass CDU und CSU ihr Kompromiss-Modell nach dem Motto "Vogel friss oder stirb" präsentiert hätten, wurde in Parteikreisen der Liberalen kritisiert. Aus FDP-Präsidiumskreisen hieß es zudem, mit den Veränderungen an dem Konzept ändere sich die Geschäftsgrundlage. Zudem werde das ganze Projekt durch die mit dem Elterngeld nun verbundenen Riester-Pläne noch teurer. Die Parteiführung der Liberalen könne dies daher nicht mittragen.
Die Union hatte sich am vergangenen Freitag auf ein Kompromiss-Modell für das Betreuungsgeld geeinigt, das Eltern erhalten sollen, die für ihre ein- und zweijährigen Kinder keine staatlich geförderte Kita in Anspruch nehmen. Der Kompromiss sieht vor, dass Eltern die Leistung nur dann erhalten, wenn sie für ihre zu Hause betreuten ein- und zweijährigen Kinder Vorsorgeuntersuchungen nachweisen. Zudem sollen Eltern zwischen einer Barzahlung und einem Beitrag zur Altersvorsorge wählen können. Wer das Betreuungsgeld zur Rentenaufstockung verwendet, soll noch einmal einen Zuschuss erhalten.
Verzögerungen möglich
Die praktischen Auswirkungen sind zunächst, dass das Betreuungsgeld nicht wie vorgesehen am Mittwoch in den Bundestagsausschüssen beraten werden kann. Damit wird es schwieriger, den CSU-Wunsch zu erfüllen, das umstrittene familienpolitische Projekt möglichst noch vor dem CSU-Parteitag am 19. und 20. Oktober umzusetzen. "Dies ist nur noch denkbar, wenn man die Ausschussberatungen am 17. und dann die Bundestagsabstimmung am 19. Oktober ansetzen würde", hieß es dazu. Dies dürfte neue Spannungen zwischen der CSU und der FDP auslösen.
Nicht die einzige Baustelle
Als politisch gravierend wird in der Unions-Spitze ohnehin angesehen, dass sich derzeit ein öffentliches Bild der Zerrissenheit in der Koalition zeigt. Im CDU-Bundesvorstand hatte Kauder am Montag auch heftige Kritik an einigen CDU-MinisterpräsidentInnen geübt, die sich im Bundesrat beim Mindestlohn, der Frauenquote und dem Meldegesetz gegen die Bundeslinie gestellt hatten. Angesichts des Streits um eine verbindliche Frauenquote mahnte zudem CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe die Unions-Abgeordneten: "Ich sage ausdrücklich: Im Plenum des deutschen Bundestag agiert die Union geschlossen, die Koalition geschlossen und die in Rede stehende Frage ist keine Gewissensfrage." (Reuters, 25.9.2012)
Finnland hat eines der besten Kinderbetreuungssysteme der Welt. Was kann Österreich vom finnischen Modell lernen?
Verlängert wird außerdem das halbtags kostenlose und verpflichtende Kindergartenjahr für alle Fünfjährigen - Auch Änderungen beim Zuverdienst
Familienminister Mitterlehner fordert einfacheres Familienbeihilfe-System und Ausbau der Kinderbetreuung
Zum zweiten Mal stand der erste Sonntag im Mai im Zeichen von Regenbogenfamilien - In Österreich und Frankreich gab es zusätzlichen Grund zum Feiern
Juristin Neuwirth hält die Familienrechtsnovelle für eine ausgewogene Lösung, die den Forderungen der Väterrechtler eine Absage erteilte
Heinisch-Hosek: "Unseriöses Angebot der ÖVP" - FPÖ spricht von "Wahlkampflüge" und die Grünen sehen im ÖVP-Familenpaket nur "fromme Ankündigungen"
Eine aktuelle Umfrage des Frauenministeriums zeigt, dass Betroffene wenig über Familienleistungen wissen - Nicht einmal die Hälfte nützt den Absetzbetrag für Kinderbetreuung
Das Land stimmt am Sonntag über den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen ab - Gegenkampagne der SVP
Familienminister Mitterlehner legt Studie zum Kindergeld vor: Das Gros der Befragten sei zufrieden - SPÖ, FPÖ und Grüne äußern weitere Forderungen
Steinhauser fordert neue Ehe-Definition ohne 200-jährigen Balast - FPÖ gegen "Experimente"
CSU will Umsetzung trotz Widerstands in Angriff nehmen - OECD kritisiert Tendenz, Anreize für weibliche Teilzeit noch zu stärken
Heinisch-Hosek kritisiert Fekters Forderung nach Steuerfreibeträgen und pocht weiterhin auf den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen
Knapp 55 Prozent gegen Neudefinition des Familienbegriffs und Ausweitungen der Rechte Homosexueller
Das Ende der kostenlosen Mitversicherung für Ehefrauen, Entgeltgleichstellung und 40-prozentige Frauenquote sollen kommen, so die deutschen Grün-PolitikerInnen
Biologische Väter haben keinen Anspruch auf Vaterschaft, wenn es rechtlich einen Vater gibt, der sich um das Kind kümmert
Rechtsanspruch künftig auch für Ex-EhepartnerInnen, "Patchwork"-Elternteile und gleichgeschlechtliche PartnerInnen
Eltern brauchen mehr Zeit, geht aus dem neuen Bericht hervor. Ministerin Schröder will die "Zeitsouveränität" aber bei den Familien lassen - wie bitte?
Das bevölkerungsreichste Land der Welt müsse angesichts der alternden Bevölkerung handeln - Die Lockerung solle schrittweise erfolgen
Die rechtlichen Privilegien für die Zweierbeziehung sind ein Problem, moniert die Queer-Theoretikerin Sushila Mesquita. Sie schlägt eine radikale Neubestimmung von "Familie" vor
Vor dem Parlament protestierten feministische Initiativen gegen die geplante Obsorge-Regelung
Die Grünen schlugen letzte Woche ein einheitliches Karenzmodell vor - AK-Expertin Ingrid Moritz will auch eine Vereinfachung und Verkürzung der Karenzzeiten
Aus bisher sechs Elementen sollen nach seinem Modell drei werden - BZÖ-Haubner ortet Wettstreit um bessere Wahlkampfzuckerl
Opposition präsentiert einkommensabhängiges Modell für alle - Ziel ist, Väterbeteiligung und Frauenerwerbstätigkeit zu steigern
Kritik an der Neu-Regelung kommt nun auch vom Rechtskomitee Lambda: Ungleichbehandlung und Diskriminierung vergrößere sich
Grüne fordern Umschichtung: 500 Millionen für 80.000 Kinderbetreuungsplätze - Musiol will "gleiche Qualitätsstandards für alle Bundesländer"
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.