Der lange Arm der Kaiserin greift nach uns

28. September 2012, 07:00
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foto: stephan mussil

Maria Montessori ungeschminkt

Kurz bevor das 3raum-anatomietheater seine Pforten schließt, wird es noch Schauplatz einer letzten Uraufführung: In "Maria Montessori Ungeschminkt" spielt ein Mann eine Frau. Warum? Autor Helmut Korherr und Regisseur Christian Spatzek erklären: Maria Montessori - die nach unseren heutigen Begriffen einfach eine "starke" Frau war - hatte für ihre Zeitgenossen maskuline Züge.

Zum Beispiel wechselte sie nach der Volksschule auf eine technisch, naturwissenschaftliche Schule. Danach wollte sie Medizin studieren, wurde jedoch an der Universität abgewiesen. Also studierte sie zunächst Ingenieurwesen und Mathematik - was bei einem Mädchen eine außergewöhnliche Seltenheit darstellte. In die Domäne der Männer einzudringen, schien nicht nur unerhört, sondern unmöglich. Montessori setzte ihre Einschreibung dennoch durch und begann 1892 als erste Frau Italiens mit dem Studium der Medizin. 1896 schloß sie mit der Promotion ab. Sie war die erste "Dottoressa" Italiens.

Das Ein-Personen-Stück feiert am Montag, 1. Oktober um 19.30 Uhr Premiere. Weitere Vorstellungen: 8., 9., 10., 11., 12., 13. Oktober, Beginn jeweils 19:30 Uhr.

Link: 3raum-anatomietheater, Beatrixgasse 11, 1030 Wien

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