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Im Bild (v.l.n.r.) Kaufmännischer Direktor ORF Richard Grasl, Künstlerin Anna Moser, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, AMA-Marketingmanager Rudolf Stückler, McCANN Direktor Christof Sigel und Präsident Verband österreichischer Zeitungen Hans Gasser.
Wien - "Geschlechterdiskriminierung ist genauso wenig tolerierbar wie Diskriminierungen aus rassischen, religiösen und nationalen Gründen", sagt Hans Gasser, Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ). Um hier auch in den Medien ein Zeichen zu setzen haben das Frauenministerium, der ORF und der VÖZ den "Gender Award Werbung" ausgelobt, außerdem will der VÖZ einen Passus zur geschlechtersensiblen Berichterstattung in den Ehrenkodex für JournalistInnen aufnehmen, kündigte Gasser an.
Der Gender Award honoriert Werbesujets mit besonderem Vorbildcharakter und soll damit das gesellschaftliche Bewusstsein für gleichstellungsorientierte und diskriminierungsfreie Werbung erhöhen, wie Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) erklärte. Der Preis, der am Mittwoch erstmals vergeben wurde, ging an die Werbeagentur McCann Wien für den Spot "Reifenpanne", der für AMA Marketing GmbH entwickelt wurde.
"Gewohnheiten ändern"
"Dieser Werbepreis hebt nicht Negatives mit erhobenem Zeigefinger hervor, sondern zeichnet positive Musterbeispiele aus. Unser Ansatz ist: Sensibilisieren und informieren statt Reglementieren", so Gasser. Gerda Reichl-Schebesta, Präsidentin des Creativ Club Austria, betonte, dass Werbung gewöhnlicherweise nie Vorreiter einer Gesellschaft ist, sondern sie spiegelt. "Wir müssen hier unsere Gewohnheiten ändern", sagte sie bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Medientage.
Für Aufmerksamkeit polarisieren
Der Kaufmännische Direktor des ORF, Richard Grasl, erklärte, dass Werbung grundsätzlich immer an die Grenze geht und auch immer polarisieren wird wollen, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Im ORF unterliege jeder Spot einer Qualitätskontrolle. Darauf angesprochen, dass aber auch hier schon der eine oder andere Spot durchgerutscht sei, meinte Grasl: "Wir werden demnächst noch ein bisschen genauer hinsehen."
Michael Straberger, Präsident des Österreichischen Werberats, will vor allem die Bevölkerung und kleinere Unternehmen sensibilisieren und ein Gespür für sexismusfreie Kommunikation wecken: "Wir wollen was bewegen", so Straberger. (APA, 27.9.2012)
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"Sensibilisieren und informieren statt reglementieren" klingt gut. beinahe wie ein ausgeklügelter Werbespot für sich und die Gelobten.
Aber man wird hoffentlich schon noch ohne Zeigefinger sagen dürfen, was man nicht mag.
Im Sinne der Unterschiedlichkeit der Menschen ist es sogar notwendig, da es welche geben soll, denen Vorbilder egal sind, die denken einfach, "is mir wurscht, was der Hawara da sagt."
Trotzdem: Cool dass der Preis endlich ausgelobt wurde!
Wird dort schon länger diskutiert.
http://derstandard.at/134828413... -an-McCann
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