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Tunis - Eine mutmaßlich von zwei Polizisten vergewaltigte Frau in Tunesien soll sich nun selbst wegen Sittlichkeitsvergehen vor Gericht verantworten. Die Tunesierin sollte am Mittwoch vor einem Untersuchungsrichter in Tunis erscheinen und dort ihren mutmaßlichen Peinigern gegenübertreten, wie mehrere Organisationen erklärten, darunter die Tunesische Vereinigung Demokratischer Frauen sowie die Tunesische Menschenrechtsliga. Die Anhörung sei dann aber auf den 2. Oktober verschoben worden. Die NGOs kritisierten das Vorgehen der Behörden scharf und riefen zu Protesten auf.
Dem tunesischen Innenministerium zufolge waren die Frau und ihr Verlobter Anfang September in einer "unmoralischen Position" vorgefunden und deshalb festgenommen worden. Anschließend sollen zwei Beamte die Frau vergewaltigt haben, während der dritte ihren Freund zurückhielt. Die drei Beamten wurden inhaftiert. Ein Vertreter des Justizministeriums sagte, die Polizisten hätten zwar "ein Verbrechen begangen". Das ändere aber nichts am Vergehen der Frau, die sich in einer "illegalen Position" mit ihrem Verlobten befunden habe.
"Vom Opfer zur Angeklagten"
Mehrere Menschenrechtsorganisationen kritisierten, durch das Vorgehen der Justizbehörden werde die Frau "vom Opfer zur Angeklagten" gemacht. Sie forderten zudem die tunesische Regierung auf, an ihrem Bekenntnis zum Kampf gegen Gewalt an Frauen festzuhalten. In der jüngsten Vergangenheit hatte es wiederholt Kritik an der islamistisch geprägten Regierung wegen ihrer Haltung zu Frauenrechten gegeben.
Schockiert über "Behördenwillkür"
Die österreichische SPÖ-Nationalratsabgeordnete und Sprecherin für globale Entwicklung, Petra Bayr, zeigt sich über diese "Behördenwillkür" schockiert: "Was gerade in Tunesien passiert, bricht mit grundlegenden Rechten und ist frauenverachtend", heißt es in einer Aussendung. Sie fordert die tunesische Regierung auf sich verstärkt gegen strukturelle Gewalt an Frauen einzusetzen. Schließlich schließt sie an den Forderungen der NGOs an in dem sie meint, dass im Fall der Frau klar sei, dass die Anklage fallen gelassen und die Tunesierin entschädigt werden müsse. (APA, red, 27.9.2012)
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Ehrlich gesagt "schockiert" mich das nicht. Nachdem der arabische Winter eingeläutet wurde kann doch niemand ernsthaft erwartet haben, dass sich in einem islamischen Regime irgendetwas in Richtung Frauen und Menschen verbessern würde.
Mir passt die "Position" der islamischen Kerle nicht! Ob sie an der Macht sind oder danach streben; es ist wie ein Fluch ...
Man stelle sich vor, ein HC St.rache oder Scheuch würde solche Vorschläge bringen! Dann wäre der Teufel los in Europa ... aber wenn Salafisten & Co ihre Missionisierung betrieben, dann bleiben die "MenschenrechtlerInnen" überraschend still ...
Zurecht wäre dann der Teufel los in Europa. Obwohl ich mittlerweile bezweifle, dass er los wäre.
Tatsächlich ist es so, dass wir mit ansehen müssen, dass politisch linke Gruppierungen gemeinsame Sache mit den Islamisten machen oder zumindest keine Position gegen diese einnehmen. Auch kann man heutzutage froh sein, dass die sogenannten "Friedensaktivisten" keine politische Macht haben. Mit denen hätten viele Menschen schlagartig Leid und Verderben zu erwarten, denn die lassen die Extremisten kritiklos gewähren.
bleiben`S beim thema und bringen`S nicht dauernd die Ihrer meinung nach benachteiligten austrofaschisten strache&co ins spiel.
es geht um die rechte von frauen in tunesien.
Ihre wortmeldung ist voll daneben. ersparen Sie sich und uns Ihr gequatsche!!!
Der Gewaltpegel und der (potentielle) Zerstörungsquotient steigt automatisch mit dem Wachstum der Bevölkerung (derzeit Überbevölkerung) an. Der Mensch hat im Moment auch keine äusseren Feinde und die Machtverhältnisse sind so verteilt, dass die Unvernünftigeren und Unlogischeren (= Männer) seit tausenden Jahren 'regieren'.
Dennoch finde ich, dass es besser wäre endlich zur vernünftigen Species zu werden (statt gleich auszusterben), denn alles hat einen Sinn. Alles muss sich irgendwie ausgleichen und die Menschen auf der Erde treiben noch nicht wirklich so lange ihr Unwesen.
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