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Kabul - Der diesjährige Alternative Nobelpreis (Right Livelihood Awards, Preis für richtige Lebensführung) geht unter anderem an die afghanische Ärztin Sima Samar. Sie sieht sich durch den alternativen Nobelpreis in ihrem Engagement für die Frauen- und Menschenrechte bestätigt. "Das sind gute Nachrichten für die Menschen in Afghanistan, besonders die Frauen", sagte die Vorsitzende der Afghanischen Unabhängigen Menschenrechtskommission (AIHRC) am Donnerstag in Kabul. "Dieser Preis ist für afghanische Frauen." Sie seien weiterhin Menschenrechtsverletzungen und Gewalt ausgesetzt. Die 55-Jährige sagte, sie begreife die Auszeichnung als Ermutigung, die Arbeit noch zu verstärken.
Menschenrechtsarbeit sei besonders in einem Land wie Afghanistan, wo Krieg herrsche und das Rechtssystem schwach sei, keine leichte Aufgabe, sagte Samar. Dennoch seien Erfolge erzielt worden. Die afghanische Regierung, mit der es in der Vergangenheit zu Reibungen kam, habe AIHRC geholfen, wenn Hilfe nötig war, sagte Samar. So dürfe die Kommission Gefängnisse besuchen. Einige Menschenrechtsverletzungen seien aufgeklärt worden, was angesichts der schlechten Sicherheitslage in Afghanistan "etwas sehr Gutes" sei.
Todesdrohungen erhalten
Sima Samar gründete 1989 die Shuhada-Organisation und die Shuhada-Klinik, die heute zwölf Ambulanzen und drei Krankenhäuser in Afghanistan betreiben. "Sie startete eine Organisation, die Kliniken und Schulen für Frauen und Mädchen gebaut hat. Während des Taliban-Regimes war die Ausbildung illegal, aber sie betrieb die Schulen dennoch", sagte der Geschäftsführer der Right Livelihoods Awards-Stiftung, Ole von Uexküll, am Donnerstag. Seit 2004 ist Samar Vorsitzende der unabhängigen Menschenrechtskommission von Afghanistan (AIHRC). Die Kommission kämpft dafür, Menschenrechtsverletzungen in der Vergangenheit und der Gegenwart zu ahnden. Als Ergebnis ihres Engagements erhielt Samar wiederholt Todesdrohungen. Zum ersten Mal in der über 30-jährigen Geschichte der Alternativen Nobelpreise geht die Auszeichnung nach Afghanistan.
Die weiteren PreisträgerInnen ging an die britische Campaign Against Arms Trade (CAAT). Die Organisation werde "für ihren innovativen und effektiven Widerstand gegen den globalen Waffenhandel" ausgezeichnet, teilte die Right-Livelihood-Stiftung am Donnerstag mit. Außerdem wurde der amerikanische Politikwissenschaftler Gene Sharp ausgezeichnet. Er gilt als Experte für gewaltlose Revolutionen.
Die Right Livelihood Awards wurden 1980 von dem deutsch-schwedischen Publizisten Jakob von Uexküll ins Leben gerufen, sie werden jedes Jahr kurz vor der Bekanntgabe der traditionellen Nobelpreise vergeben. Die Preisverleihung findet heuer am 7. Dezember im Schwedischen Reichstag statt. (APA, red, 27.9.2012)
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liste der nobelpreisträgerinnen :
http://de.wikipedia.org/wiki/List... A4gerinnen
http://www.fembio.org/biographi... egerinnen/
http://www.emma.de/ressorts/... und-haeme/
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